Wie wir bereits berichtet hatten, findet seit 2011 das Weltforum für Interkulturellen Dialog (World Forum on Intercultural Dialogue – WFID), die Leitveranstaltung des Baku-Prozesses, alle zwei Jahre in Partnerschaft mit internationalen Organisationen statt.
Dazu zählten bereits die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), die Allianz der Zivilisationen der Vereinten Nationen (UNAOC), der Europarat, die Islamische Weltorganisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (ICESCO) sowie die Welttourismusorganisation (UNWTO). In den bisherigen sechs Foren kamen mehr als 10.000 Teilnehmer zusammen. Das nächste Forum findet vom 27. bis 29. Oktober 2026 in der Hauptstadt Baku statt.

Unsere Redaktion ist am 25. Oktober in Baku eingetroffen, um direkt vom Forum aus berichten zu können. In dem Hotel, wo wir untergebracht worden sind, trafen wir zufällig auch auf Herrn Aiman Mazyek, einen der zahlreichen Referenten, an. Aiman Mazyek war von 2010 bis 2024 Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland e. V. (ZMD). Zusammen mit Rupert Neudek gründete er 2003 die Hilfsorganisation Grünhelme. Man kennt ihn auch als Buchautor, u. a. „Was machen Muslime an Weihnachten? Islamischer Glaube und Alltag in Deutschland“.

Aiman Mazyek (Foto: Frank Pfuhl)
Aiman Mazyek betonte im Pressegespräch: „Bereits mehrfach war ich zu Gast in Aserbaidschan. Besonders beeindruckt bin ich von der religiösen Toleranz des Landes. Sei es innerhalb der islamischen Strömungen oder dem Verhältnis des Islams zu anderen Religionen. In der größten Moschee des Landes beten Sunniten und Schiiten gemeinsam. Das Freitagsgebet wird im wöchentlichen Wechsel von einem schiitischen oder einem sunnitischen Imam geleitet. Beim Baku-Besuch von Papst Johannes Paul II. im Jahre 2002 schenkte Aserbaidschan dem Heiligen Vater ein Grundstück in Baku. Dort befindet sich jetzt eine katholische Kirche. Eine zweite katholische Kirche wird momentan gebaut“.

Aiman Mazyek betonte auch, er freue sich auf das Wiedersehen mit guten Bekannten aus aller Welt. Ebenso freue er sich darauf, neue Bekanntschaften zu schließen.
Unsere Redaktion wird ausführlich über das Weltforum für Interkulturellen Dialog demnächst berichten.
Text: Volker Neef
Foto: Frank Pfuhl