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Festival der Berliner Wirtschaft – Globale Impulse für Berlins Fachkräftezukunft
Sebastian Stietzel (Foto: Volker Neef)
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Festival der Berliner Wirtschaft – Globale Impulse für Berlins Fachkräftezukunft

Am 24. Juni fand in den Räumen der IHK in Berlin-Charlottenburg das „Festival der Berliner Wirtschaft – Globale Impulse für Berlins Fachkräftezukunft“ statt.

IHK-Präsident Sebastian Stietzel konnte zu dieser Tagung zahlreiche Experten aus Wirtschaft, Diplomatie und Wissenschaft begrüßen als Referenten. Die große Frage lautete: „Wie sichern wir die Fachkräfte, die Berlins Wirtschaft dringend braucht?“

Diese Frage stand im Mittelpunkt des Festivals der Berliner Wirtschaft in der IHK Berlin. Angesichts von derzeit rund 45.000 unbesetzten Stellen diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Bildung über konkrete Lösungen für die Arbeitswelt von morgen. Eine Diplomatin aus der Botschaft von Kanada berichtete, wie ihr Land gezielt nach Fachkräften weltweit Ausschau hält.

(Foto: Volker Neef)

Von Ausbildung und Qualifizierung über internationale Fachkräftegewinnung und Integration bis hin zu Künstlicher Intelligenz, neuen Arbeitsmodellen und Beschäftigtenwohnen: Die Fachkräftesicherung ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben für den Standort Berlin – und sie lässt sich nur gemeinsam lösen.

Berlin ist Weltmetropole. Innovationsstandort. Wachstumsmotor. Und steht zugleich vor einer der größten Herausforderungen unserer Zeit: Fachkräfte sichern – national wie international. Das Festival der Berliner Wirtschaft – Internationale Fachkräfte brachte Unternehmen, Politik und Praxis zusammen, um Lösungen sichtbar zu machen, neue Perspektiven zu eröffnen und konkrete Impulse für die betriebliche Umsetzung zu geben.

Deutschland muss auch einen Nachteil überwinden, den andere Länder nicht haben! Bleiben wir bei der Diplomatin aus der kanadischen Botschaft! Die IT-Fachkraft aus Kamerun spricht seit Kindesbeinen Französisch. In Kamerun ist französisch Amtssprache. In zahlreichen Provinzen und Städten in Kanada wie Quebec, Montreal braucht man gar keine Englischkenntnisse. Die ausgebildete Kinderkrankenschwester aus Ghana spricht seit Kindertagen perfekt Englisch. Englisch ist in Ghana Amtssprache. Sie kann in Kanada, Neuseeland, Australien, USA, also den klassischen Auswandererländern, sofort Fuß fassen und ihre Arbeit aufnehmen. In der IT-Branche wird englisch geredet. Da mag am Arbeitsplatz in Berlin-Steglitz der IT-Fachmann aus Bangladesch ja noch sich mit den Kollegen aus Deutschland, Zypern, Rumänien unterhalten können. Spätestens wenn er in seiner Freizeit bei einem Fahrradschuster im Prenzlauer Berg spezielle Ersatzteile für sein Rad kaufen möchte, wird er feststellen, mit Englisch kommt man nicht sehr oft ans Ziel in Berlin. Daher lautete ein Lösungsvorschlag: Bewerber aus dem Ausland starten bereits im Studium oder in der Ausbildungsphase in ihren Heimatländern mit Deutschkursen. El Salvador verfährt so! Krankenpfleger und Krankernschwestern aus diesem Land in Südamerika kommen mit guten Deutschkenntnissen dann nach Deutschland zur Arbeitsaufnahme.

Begrüßung einer Krankenschwester und eines Krankenpflegers aus El Salvador bei ihrer Arbeitsaufnahme in Deutschland (Foto: Volker Neef)

Ein großer Mineralölkonzern fuhr in den 80er Jahren mal eine Werbung hierzulande: „Es gibt viel zu tun. Packen wir es an!“ Diese Aussage gilt auch für die Berliner Wirtschaft in Puncto Fachkräftezukunft.

Text/Foto: Volker Neef

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
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