NEWS
Georgische Filmtage im Murnau-Filmtheater in Wiesbaden
Herr Generalkonsul führte die Besucher ausführlich in die Problematik des Eröffnungsfilms ein (Foto: RRB)
AktuellesKultur

Georgische Filmtage im Murnau-Filmtheater in Wiesbaden

Der Generalkonsul Georgiens in Frankfurt am Main, Herr Professor Dr. Giorgi Khubua, hat am 26. September die Georgischen Filmtage in Hessens Landeshauptstadt Wiesbaden eröffnet. Herr Professor Khubua ist seit 2026 offizieller Generalkonsul seines Landes in der Mainmetropole. ist Jurist und kann auf einen bedeutenden akademischen Lebensweg zurückblicken. So war er beispielsweise Professor an und Rektor der Universität Tiflis (Tbilissi). Und er verfügt über manche Deutschland-Erfahrung, so etwa aufgrund intensiver Kooperation mit der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer.

Das Programm der Filmtage (Foto: RRB)

Schauplatz der Filmtage am 26. und 27.September und der feierlichen Eröffnung war das Murnau Filmtheater in Wiesbaden. Das Murnau-Filmtheater hat sein Domizil im Deutschen Filmhaus in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Kulturzentrum und dem Hauptbahnhof Wiesbaden. Es wird von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung betrieben. Die nach dem bedeutenden Regisseur benannte Stiftung  verwahrt einen bedeutenden Teil des nationalen Filmerbes: mehr als 6.000 Stumm- und Tonfilme (Spiel-, Dokumentar-, Kurz- und Werbefilme) von den 1890er bis in die 1960er Jahre.

Herr Generalkonsul Prof. Dr. Giorgi Khubua (li.) und MDgt. a.D. Dr. Michael Borchmann (Foto: RRB)

Allgemein bietet das Programm demgemäß Filmklassiker und Raritäten aus den Beständen der Murnau-Stiftung und anderer Archive sowie aktuelles Festival- und Arthouse-Kino. Die im Deutschen Filmhaus ansässige Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) nutzt zudem das Filmtheater für die Altersprüfungen von Kino- und Video-Filmen.

Zu der Eröffnung begrüßte Herr Generalkonsul die ausgesprochen zahlreichen Besucher, darunter auch Mitglieder des Frankfurter Consular Corps, mit georgischen Spezialitäten einschließlich des berühmten georgischen Weins (Georgien gilt als eines der ältesten Weinanbauländer überhaupt).

Georgische Köstlichkeiten für die Besucher (Foto: RRB)

Anschließend führte der Generalkonsul im voll besetzten Zuschauersaal die Besucher ausführlich in den ersten Film „Die Reue (Monanieba)“ von Tengiz Abuladze ein. Der Regisseur setzte sich sehr kritisch mit dem Stalinismus auseinander, und zwar in Person des verstorbenen Bürgermeisters Warlam, der von einer Frau ausgegraben und im Garten der Hinterbliebenen aufgestellt wird. Sie will damit seine Verbrechen beleuchten. Der Prozess gegen sie beleuchtet die im stalinistischen System praktizierte Unterdrückung. Der Film wurde noch vor den Lockerungen von Perestrojka und Glasnost’ produziert und kurz nach seiner ersten Ausstrahlung im Fernsehen verboten. In Georgien aber, so wusste der Generalkonsul zu berichten, kursierten qualitativ hochwertige Videos von dem Film. Nicht zuletzt aufgrund des Einsatzes des georgischen Parteichefs und späteren sowjetischen Außenministers Eduard Schewardnadses sei der Film endlich wieder zugelassen worden. 

l.-r.: Frau Dr. Jeaneth P. Quezada (Honorarkonsulin Ecuador), Herr Chanvann Mutt (Honorarkonsul Kambodscha), Herr Generalkonsul Prof. Dr. Giorgi Khubua, Frau Khubua, Frau Polo-Mutt (Foto: RRB)

Am folgenden 27. September folgten die weiteren Filme „Die erste Schwalbe – wie der Fußball nach Georgien kam“ und „Blaue Berge oder Eine unwahrscheinliche Geschichte“.

Text/Foto: RRB

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
Artikel teilen: Facebook X / Twitter
Newsletter & E-Paper

Bleiben Sie immer informiert –
kostenlos, wöchentlich, direkt.

Das HauptstadtEcho E-Paper erscheint monatlich mit allen Beiträgen aus Politik, Touristik, Kultur und Wirtschaft – als PDF in Ihrem Postfach.

Kein Spam. Abmeldung jederzeit möglich. DSGVO-konform.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner