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Heilpraktikerin Annette Ufermann-Nachgefragt
Heilpraktikerin Annette Ufermann (Foto: Volker Neef)
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Heilpraktikerin Annette Ufermann-Nachgefragt

In Wesel, im Bundesland Nordrhein-Westfalen gelegen, kam Annette Ufermann einst zur Welt.

Die ausgebildete Krankenschwester studierte Medizin und Psychologie, seit 1996 ist sie Heilpraktikerin. Ihre Praxis befindet sich in Berlin-Charlottenburg. Wir sprachen mit ihr.

HAUPTSTADTECHO: Was spricht dafür einmal einen Ihrer Kolleginnen/Kollegen aufzusuchen?

Annette Ufermann: „Naturheilkunde ist eine sinnvolle Ergänzung zur Schulmedizin, Akupunktur und Homöopathie regen die Selbstheilungskräfte des Patienten an. Patienten, die einen Heilpraktiker aufsuchen, arbeiten aktiv mit am Heilungsprozess, Patient und Therapeut arbeiten als Team während des gesamten Heilungsprozesses zusammen.

Wer zum Heilpraktiker geht, entscheidet sich, nicht nur seinen Körper in eine „Reparaturwerkstatt“ zu geben, der Patient arbeitet aktiv mit um wieder gesünder zu werden, er übernimmt selbst Verantwortung für seinen Heilungsprozess.

Oft bedanken sich Patienten bei mir:  ´Frau Ufermann, Sie haben mich wieder gesund gemacht`-Ich antworte: „Sie haben sich selbst wieder gesund gemacht durch Ihre Selbstheilungskräfte und fleißige Mitarbeit.“

HAUPTSTADTECHO: Sehen sich Heilpraktiker als Konkurrenz zu Ärzten oder eher als Ergänzung/Alternative?

Annette Ufermann: „Ich sehe Heilpraktiker als sinnvolle Ergänzung zur Schulmedizin, besonders bei Tinnitus, Allergien, Rückenschmerzen, Sportverletzungen, Schlafstörungen, Migräne, Burn-Out, Depressionen, Prüfungsängsten, Adipositas, unerfüllter Kinderwunsch, ADHS, psychische Störungen, Hauterkrankungen und auch begleitend von onkologischen Patienten, z. B. auch um Chemotherapie erträglicher zu machen.

Schulmedizinische Diagnostik ist oft zwingend notwendig bevor naturheilkundliche Therapie erfolgen kann. z. B. a) Patient kommt mit Kopfschmerzen, Pupillen sind unterschiedlich groß, Drogenkonsum wurde ausgeschlossen. Ich bitte den Patienten dann, unverzüglich zum Neurologen zu gehen. CT zum Ausschluss eines Hirntumors ist notwendig.

b) Patient mit Magenschmerzen, Gewichtsverlust, schwarzer Zungenbelag nicht ernährungsbedingt (z. B. Lakritzkonsum). Ich bitte den Patienten, unverzüglich zum Gastroenterologen zu gehen, Magenspiegelung zum Ausschluss Magen-CA. Am Anfang jeder erfolgreichen Therapie steht eine umfassende Diagnostik, schulmedizinisch und naturheilkundlich“.

Heilpraktikerin Annette Ufermann (Foto: Volker Neef)

HAUPTSTADTECHO: Was der Patient ihnen anvertraut, bleibt das in der Praxis, haben Sie wie Ärzte Schweigepflicht?

Annette Ufermann: „Selbstverständlich nehme ich meine Schweigepflicht als Heilpraktikerin sehr ernst. Ich arbeite immer noch wie vor 30 Jahren auf Karteikarten, Patientendaten und Informationen werden sorgfältig handschriftlich dokumentiert, persönliche Informationen vom Patienten werden nicht auf PC übertragen, dadurch 100prozentigen Schutz vor Datenklau persönlicher Daten meiner Patienten im Netz. Das bedeutet: Keine Infos durch mögliche Hackerangriffe im Netz.

Ich sage meinen Patienten immer: „Alles was Sie mir anvertrauen, bleibt hier in meinem „Schmuckkästchen der Praxis sicher verschlossen!!!“ Meine Handschrift, wie Patienten mir oft sagen, könne eh keiner lesen. Viele Patienten kommen auf Empfehlung, manchmal werde ich über andere Patienten, die bei mir in Behandlung sind befragt, ich antworte immer: „Sie können mir die Hand abhacken, ich nehme meine Schweigepflicht sehr ernst !!!“

Heilpraktikerin Annette Ufermann (Foto: Volker Neef)

HAUPTSTADTECHO: Wenn man erstmals einen Heilpraktiker aufsucht, wie sollte man sich vorbereiten?

Annette Ufermann: „Es ist keine spezielle Vorbereitung notwendig, ich stelle gezielte Fragen. Einige Patienten bringen Laborbefunde, Röntgenbilder, MRT/CT Befunde, Arztbriefe und eine Liste der Medikamente, die sie regelmäßig einnehmen zum Erstgespräch mit.

Die Erstanamnese, inklusiver körperlicher Untersuchung (RR, Puls, Zungendiagnostik, ggfs. Hüftschiefstandmessung, Abhören des Herzens, Lunge…) anschließender homöopathischer Anamnese, chinesischer Diagnostik dauert 2 Stunden inklusive erster Akupunkturbehandlung und erster homöopathischer Mittelgabe.

HAUPTSTADTECHO: Vielen Dank für das Gespräch.   

Text/Foto: Volker Neef

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
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