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Neues Land-Der Fernsehfilm der Woche
Bei ihrer Rückkehr in ihr Heimatdorf trifft Ina Sedlitz (Jördis Triebel) auf ihre Jugendliebe Tom Nehls (Ronald Zehrfeld) (Foto: © ZDF und Steffen Junghans)
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Neues Land-Der Fernsehfilm der Woche

Regisseurin Esther Rauch inszenierte eine dramatische Familiengeschichte vor dem Hintergrund geologischer und gesellschaftspolitischer Veränderungen in den ehemaligen Tagebaugebieten in Mitteldeutschland. Das Drehbuch stammt von Khyana el Bitar und Dörte Franke. Mit Jördis Triebel, Jörg Schüttauf, Ronald Zehrfeld u. a.

Bei den geologischen Untersuchungen des Sees wird Ina Sedlitz (Jördis Triebel, r.) von ihrer Nichte Mara (Lucy Gartner, l.) unterstützt. Dabei erfährt Ina, wie sehr es Mara immer noch belastet, dass damals ihre Mutter einfach spurlos verschwunden ist (Foto: © ZDF und Steffen Junghans)

Sendedatum:

Ab Samstag, 17. Oktober 2026, 10 Uhr, in Web und App des ZDF streamen

Montag, 26. Oktober 2026, 20.15 Uhr, im ZDF

„Neues Land“ ist eine dramatische Familiengeschichte, die untrennbar mit der Region verbunden ist, in der sie spielt. Auf den ersten Blick ein Urlaubs- und Naherholungsgebiet mit neu geschaffenen kobaltblauen Seen in der ehemaligen aufgewühlten Mondlandschaft der Braunkohle-Tagebaugebiete in Mitteldeutschland. Aber so wie ein altes Familiengeheimnis ans Licht kommt und Lebenslügen in sich zusammenfallen, so zeigen sich in den „blühenden Landschaften“ beim genauen Hinsehen Risse.

Ein altes Bergbausprichwort sagt: „Vor der Hacke ist es duster.“Das bedeutet, dass es im Bergbau immer gefährliche Überraschungen geben kann. Das gilt auch für die Renaturierung in ehemaligen Tagebaugebieten. Nicht überall ist es sicher. Sperrzonen verbieten das Baden, damit sich die Katastrophe nicht wiederholt, wie beispielsweise 2009 am Concordiasee in Nachterstedt, wo instabile Ufer ganze Häuser in die Tiefe zogen. Auch im Leipziger Neuseenland gab es in jüngster Zeit vereinzelte Rutschungen.

Nach einem Streit entschuldigt sich Walter Sedlitz (Jörg Schüttauf) bei seiner Tochter Ina Sedlitz (Jördis Triebel) (Foto: © ZDF und Steffen Junghans)

Ein weiteres Problem ergibt sich durch den Klimawandel. Lange trockene, heiße Sommer und die hohe Verdunstung auf den großen neuen Wasserflächen füllen den Grundwasserspiegel nicht wieder auf, der jahrzehntelang beim Kohleabbau abgesenkt wurde. Es fehlt an Wasser für die Flutungen der Restlöcher und die Wasserqualität der bereits gefüllten Seen droht umzukippen.

„Neues Land“ erzählt von den Herausforderungen des Strukturwandels, die mit dem beschlossenen Aus für die fossile Energiegewinnung verbunden sind, und von den Brüchen in den Lebens- und Arbeitsbiografien der Menschen, die dort leben. Schon einmal mussten sich die Menschen im Osten des Landes neu erfinden nach dem Zusammenbruch der DDR. Nun sind die neu aufgebauten Existenzen neuerlich bedroht. Jördis Triebel, Jörg Schüttauf und Ronald Zehrfeld, alle drei im Osten des Landes aufgewachsen, vermitteln das in ihren Rollen mit großer Glaubwürdigkeit.

Nach vielen Jahren kommt Ina Sedlitz (Jördis Triebel) wieder in ihren Heimatort zurück. Ihr Vater Walter Sedlitz (Jörg Schüttauf) zeigt ihr stolz das Urlaubsparadies, was aus dem ehemaligen Braunkohle-Tagebau entstanden ist (Foto: © ZDF und Steffen Junghans)

Wir hören allerorten von lebenslangem Lernen im Arbeitsleben, von Change-Prozessen und notwendiger Resilienz. Aber wie viel Wandel hält der Einzelne aus? Damit stellt der Film über die Region hinaus allgemeingültige gesellschaftliche Fragen. Am Ende zählen Zuhören, Gemeinschaft, Ehrlichkeit und Hoffnung.

Damit aus dem Restloch irgendwann doch ein See wird.

Das teilte unserer Redaktion die Pressestelle des ZDF mit. (Foto: © ZDF und Steffen Junghans)

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
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