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Thomas Seerig (FDP): Das leidige Thema Bierpinsel
Thomas Seerig (Foto: Volker Neef)
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Thomas Seerig (FDP): Das leidige Thema Bierpinsel

„Die Händler brauchen jetzt Perspektiven statt weiterer Umsatzeinbußen!“

Wir hatten ja bereits über herabfallende Steinbrocken beim Bierpinsel in Steglitz berichtet. Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf hat weite Bereiche um den Bierpinsel herum in der Schloßstraße abgesperrt.

Thomas Seerig ist Vorsitzender der FDP in Steglitz. Den Liberalen kennt man z. B. auch als Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses in der Wahlperiode von 1990 bis 1995 und dann noch einmal von 2016 bis 2021. In der FDP-Fraktion war er u. a. Sprecher für Mitbürger mit Handicap. Der mittlerweile im Ruhestand lebende Diplom-Kaufmann ist Vorsitzender des „Landesbeirat für Menschen mit Behinderungen“. Dabei handelt es sich um ein Ehrenamt. Wir sprachen mit Thomas Seerig.

FDP-Infostand am Bierpinsel, Sept. 2026 (Foto: FDP Steglitz)

HAUPTSTADTECHO: Was sagen Sie zum leidigen Thema Bierpinsel?

Thomas Seerig: „Die Ausweitung der Sperrungen rund um den Bierpinsel trifft die Gewerbetreibenden in der Schloßstraße unmittelbar vor dem Weihnachtsgeschäft. Wie lange die Einschränkungen dauern werden, ist derzeit offen.

Die FDP in Steglitz fordert deshalb, dass die bezirkliche Wirtschaftsförderung unverzüglich das Gespräch mit den betroffenen Gewerbetreibenden sucht, ihre konkreten Bedarfe und Vorschläge aufnimmt und gemeinsam mit ihnen mögliche Unterstützungsmaßnahmen auslotet. Dazu gehört auch die Frage, ob vorübergehend Ersatzflächen im direkten Umfeld vermittelt werden können.

Die Wirtschaftsförderung sollte die Suche koordinieren, Eigentümer und Händler zusammenbringen und gegebenenfalls Kontakte zu Anbietern von Zwischenfinanzierungen vermitteln.

Die Erfahrungen mit der Unterbrechung des U9-Betriebs nach dem Brand im Dezember 2025 zeigen, wie empfindlich der Einzelhandel auf Einschränkungen der Erreichbarkeit reagieren kann.

Als Liberale meinen wir: Wir dürfen unsere Gewerbetreibenden nicht allein lassen. Wer Arbeitsplätze, lebendige Einkaufsstraßen und einen attraktiven Wirtschaftsstandort erhalten will, muss bei langfristigen Einschränkungen schnell handeln und pragmatische Lösungen ermöglichen.

Die Schloßstraße ist nicht nur für Steglitz-Zehlendorf, sondern als eine der großen Einkaufsstraßen Berlins auch für die gesamte Hauptstadt und das Umland von erheblicher Bedeutung. Ihr Erhalt als attraktiver und lebendiger Handelsstandort liegt daher im Interesse der gesamten Region“.

HAUPTSTADTECHO: Vielen Dank für das Gespräch.

Text: Volker Neef

Fotos: FDP-Steglitz; Volker Neef

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
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