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Vesakh-Fest und Waschung des Buddha in Frankfurt am Main

Frau Äbtissin Zhi Yi eröffnete vor Liebfrauenbrunnen und Buddha-Altar (Foto: RRB)

Am 23. Mai, mitten im Herzen von Frankfurt am Main, feierten die Buddhisten des vor mehr als 20 Jahren in der Mainmetropole gegründeten Fo Guang Shan Tempels ihr diesjähriges Vesakh-Fest. Sie setzten zu den gehetzten Passanten und dem hektischen „Shoppen“ um den Liebfrauenberg, einem der schönsten Plätze der Altstadt, herum einen Kontrapunkt der besonderen Art, nämlich der Freude und der Nachdenklichkeit.

Opfergaben werden zum Buddha-Alter gebracht (Foto: RRB)

Das Vesakh-Fest erinnert an die Geburt, die Erleuchtung (Nirwana) und das vollkommene Verlöschen (Parinirvana) des Buddha Siddhartha Gautama und damit seinen Austritt aus dem Kreislauf der Wiedergeburt (Samsara). Es wird heute von Buddhisten in aller Welt als höchster Feiertag begangen. Dabei ist das Ritual der Buddha-Waschung ein zentraler und sehr berührender Bestandteil der Vesakh-Feierlichkeiten.

l.-r.: Herr Liu Bo (BLIA), Frau Äbtissin Zhi Yi, Herr Wang Yuheng (Präsident BLIA) und Ehrengast Dr. Michael Borchmann (Foto: RRB)

Und der Liebfrauenberg ist in der Tat zentral im Herzen Frankfurts zwischen Hauptwache und Römerberg gelegen. Sein Gepräge erhält er insbesondere durch die gotische Liebfrauenkirche und den Liebfrauenbrunnen, besonderer Anziehungspunkt für Touristen. Symbolhaft gießen hier die Flussgötter Moenus und Rhenus (Main und Rhein) aus Krügen Wasser in ausladende Muschelbecken, die auf den gekreuzten Körpern von Delphinen ruhen.

An diesen besonderen Ort hatten der Fo Guang Shan Tempel und die mit ihm verbundene Laienorganisation BLIA (Buddha’s Light International Association) zu einer „Zeremonie der Buddha Waschung und des Frühlingsfestes“ eingeladen. Und dieses Fest konnte nunmehr in Frankfurt sein 25jähriges Jubiläum feiern.

Herr Leiter Mei-Shun Lo (Taipeh Büro Frankfurt) bei seinem Grußwort (Foto: RRB)

Eröffnet wurde die Zeremonie durch die Äbtissin des Tempels, Meisterin Zhi Yi. Es folgten Grußworte der Ehrengäste. Zunächst unterstrich der Leiter des Frankfurter Büros der Taipeh-Vertretung, Herr Shun Lo, die Bedeutung des friedfertigen Buddhismus in unruhigen Zeiten wie den aktuellen. Auch der zweite Redner, MDgt. a.D. Dr. Michael Borchmann, knüpfte an die Bedeutung des Buddhismus in unseren Tagen an: Die Werte des Buddhismus würden bei uns gepflegt durch den Fo Guang Shan Tempel. Man fördere den „Humanistischen Buddhismus“ – einen Ansatz, der Spiritualität aktiv in den Alltag integriere, um den Menschen Hoffnung, Freude und Hilfe zu bringen. Und das sei etwas, was unsere Welt nötiger denn je habe.

Viele fleißige Hände bereiteten Speisen für die zahlreichen Besucher vor (Foto: RRB)

Anschließend legten einzelne Gruppen verschiedene Opfergaben neben dem Buddha-Altar nieder, Weihrauch, Blumen, Licht, Salbe und Tee, denen jeweils eine besondere spirituelle Bedeutung zukommt. Die engere Zeremonie begann mit einem gemeinsamen Lobgesang auf den Weihrauch: „Der Weihrauch im Räuchergefäß ist nun entzündet – Alle Dharma-Welten erfüllt er mit seinem Duft …“ Das Singen von Sutren  (Herz Sutra, Lobpreis des Buddha-Kleinods) folgten, bevor man zum „Gatha der Waschung des neugeborenen Buddha“ überging.

Eine Teilnehmerin bei Durchführung der Buddha-Waschung (Foto: RRB)

Umgeben von Opfergaben und inmitten lotusförmiger Becken mit geweihtem Wasser waren zwei kleine Statuen von Siddhartha (Buddha) im Kindesalter aufgestellt. Aus dem Becken wurden drei Kellen Wasser geschöpft und über die Statuen gegossen. Dies geschah im Gedenken an die Legende, die besagt, dass kurz nach der Geburt des Prinzen Siddharta neun Drachen Wasser über ihm ausgegossen haben sollen. Heute soll diese Zeremonie den sie Ausübenden auf seinem weiteren Weg spirituell reinigen und weiter die Reinheit kultivieren. Und die Veranstalter hatten neben den Figuren zugleich für eine kleine Anleitung namentlich der Nicht-Buddhisten gesorgt, hieß es dort doch: „Ich übergieße die linke Schulter und schwöre, gute Gedanken zu haben. Ich übergieße die rechte Schulter und schwöre, gute Worte zu sprechen. Ich übergieße den Rücken und schwöre, gute Taten zu verrichten.“

Weitere Feierlichkeiten schlossen sich an. Zunächst boten Stände der Mitglieder des Tempels u.a. reichhaltige Speisen – vegetarisch – an. Und neben der Präsentation von Kulturgütern folgten zahlreiche musikalische und malerische Tanzdarbietungen.

Text/Foto: RRB

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