Sebastian Stietzel ist Berliner IHK-Präsident. Zum am 9. Juli stattfindenden Wohnungsbau-Symposium in der IHK Berlin hat er sich geäußert.

IHK-Präsident Sebastian Stietzel sagte: „Aktuell hängen in Berlin Bauprojekte mit insgesamt rund 12.000 Wohnungen wegen Artenschutz-Problemen in der Luft. Mal ist es die Zauneidechse, mal der Kammmolch, der Haussperling oder ein befürchteter Schattenwurf auf das Bruthabitat von Eidechsen wie beim geplanten Hochhaus an der Warschauer Brücke. Das ist ein ernstes Standortproblem für die Wirtschaft. Wenn Fachkräfte keine Wohnung finden, verliert Berlin an Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb brauchen wir mehr Tempo bei Genehmigungen, weniger Regulierung und mehr Mut zu pragmatischen Lösungen. Wir müssen Zielkonflikte ehrlich benennen, um Lösungen zu finden und Baupotenziale ohne Denkverbote prüfen. Das gilt ausdrücklich auch für eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes. Berlin braucht keine weiteren Blockaden, sondern Entscheidungen, Planungssicherheit und endlich mehr Wohnungen.“
Das teilte unserer Redaktion der Berliner IHK-Präsident Sebastian Stietzel mit. (Foto: Volker Neef)