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Die Partei der Piraten
Abgeordnetenhaus von Berlin (Foto: Frank Pfuhl)
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Die Partei der Piraten

Fällt heutzutage das Wort „Piraten“, denkt man zuerst an die fiktive Figur Captain Hook, dem Gegenspieler von Peter Pan. Natürlich fällt einem dann auch der Name des US-Schauspielers Johnny Depp ein. Er spielte in dem 2003 gedrehten Spielfilm „Fluch der Karibik“ den Captain Jack Sparrow.

Bei einer Veranstaltung in Rostock auftretende Künstler als Piraten zu erleben (Foto: Privat)

Eventuell denkt man auch an Kriminelle, die vor der Küste von Somalia versuchen, Schiffe zu entern und dann für die Freilassung der Besatzung ein Lösegeld erpressen wollen. Eine Partei namens „Piratenpartei“ kommt einem heutzutage kaum noch in den Sinn. Einst gründeten ca. 50 Teilnehmer die Piratenpartei. Der Gründungsversammlung in Berlin wohnten nur 4 Damen bei. Man orientierte sich an der aus Schweden stammenden Partei Piratpartiet. Am 10. September 2006, heute vor 20 Jahren, erfolgte die Gründung.

Anfangs konnte man große Erfolge vorweisen. Im Jahre 2011 schaffte man den Einzug ins Berliner Abgeordnetenhaus in Fraktionsstärke. Auf die Partei entfielen fast 9 Prozent und das bedeutete, die Fraktion bestand aus 15 Parlamentariern. In vielen Bezirksversammlungen war sie ebenfalls vertreten. Die 5-Prozenthürde übersprang man auch bei den Landtagswahlen 2012 im Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Von 2014 bis 2019 vertrat Julia Reda die Piratenpartei im Europaparlament. Von 2019 bis 2024 vertrat Patrick Beyer die Piratenpartei im Europaparlament.

Mittlerweile ist die Piratenpartei zu einer Kleinstpartei geworden. Das Piratenschiff ist zwar noch nicht auf Grund gelaufen, aber entern kann es schon lange nichts mehr. Bei der Landtagswahl in Berlin am 20. September schloss der Wahlleiter die Partei aus. Es mangelte an ausreichenden Unterstützerstimmen.

Text: Volker Neef

Fotos: Frank Pfuhl; Privat

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
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