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Reinickendorfer Ausbildungsbuddy 2026 verliehen
„Reinickendorfer Ausbildungsbuddy 2026“ (Foto: Volker Neef)
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Reinickendorfer Ausbildungsbuddy 2026 verliehen

Im Rahmen des Wettbewerbs „Reinickendorfer Ausbildungsbuddy“ wurden in den Werkshallen der „Berliner Seilfabrik GmbH & Co.“ in der Roedernallee in Wittenau am 13.10.2026 vier ausbildungsfreundliche Unternehmen im Bezirk geehrt.

Gastrednerin Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der IHK Berlin, betonte vor über 100 Gästen den hohen Stellenwert von Ausbildung. Besonders bedankte sie sich bei allen Beteiligten, die sich für die Unterstützung von Angeboten für junge Menschen in dieser Lebensphase einsetzen. Sie betonte: „Heute muss ich nicht mahnen, heute darf ich loben. Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft“.

Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (Foto: Volker Neef)

Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner schloss sich den Dankesworten gern an: „Die ehrenamtliche Initiative der ,Ausbildungsplatz-Paten‘ ermöglicht jedes Jahr mit großem ehrenamtlichem Engagement diesen einzigartigen Wettbewerb. Ebenso bedanke ich mich bei der Vorjahressiegerin, der Berliner Seilfabrik, die ihre Produktionshalle in einen Veranstaltungsraum so liebevoll umfunktioniert und für die exzellente Verpflegung unserer Gäste gesorgt hat.“ Sie wies auch darauf hin: „Die Ausbildungsbetriebe trauen den jungen Menschen ganz viel zu. Die jungen Menschen erfahren durch den Ausbildungsbuddy eine Wertschätzung“.

Unter der Schirmherrschaft der Bezirksbürgermeisterin und mit Unterstützung der bezirklichen Wirtschaftsförderung hatten die Ausbildungsplatz-Paten den Wettbewerb um die ausbildungsfreundlichsten Unternehmen in den drei Kategorien kleines, mittleres und großes Unternehmen ausgeschrieben. Eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Industrie- und Handwerkskammern, Politik und Verwaltung wählte die Preisträger aus.

„Reinickendorfer Ausbildungsbuddy 2026“ (Foto: Volker Neef)

Als kleines Unternehmen überzeugte das Bauunternehmen „WST Bau Schulte GmbH“ mit einem persönlichen, familiären Umfeld und einer starken Ausrichtung auf Teamarbeit. Neben dem hohen Engagement für geflüchtete junge Menschen zeichnet sich diese Ausbildungsstrategie aus: Die Auszubildenden erreichen bei Wettbewerben regelmäßig die ersten Plätze.

Die Siegerin der mittleren Kategorie, das innovative Unternehmen „mf Mercedöl GmbH“ bietet Serviceleistungen aus einer Hand in den Bereichen Heiz- und Sanitärtechnik sowie Zukunftstechnologien an. Der Familienbetrieb bildet seit 1980 mit großem Engagement aus, so dass inzwischen 40 Prozent der ehemaligen Auszubildenden das Team der „mf Mercedöl GmbH“ bereichern. „Ausbildung braucht Nähe, Struktur und Verantwortung“ ist einer der Leitsätze der Firma und zeichnet die Unternehmenskultur aus. Neben den vielen weitreichenden Unterstützungen für die Auszubildenden hat die „mf Gemeinschaft“ nun ein ganz besonders zukunftsweisendes Projekt in Angriff genommen: In diesem Jahr wurde ein Haus gekauft, dessen bezahlbarer Wohnraum nach und nach der Belegschaft zur Verfügung gestellt wird. Hier wird nicht nur für einen Wohnraum, sondern für wohnortnahes Arbeiten, Sicherheit und vor allem für eine Gemeinschaft gesorgt!

Als großer Krankenhausbetrieb mit 1.500 Mitarbeitenden und 61 Ausbildungsplätzen überzeugte das „Vivantes Humboldt Klinikum“ die Jury innerhalb der Bewerbungen der großen Unternehmen. Die Willkommenskultur des Klinikums beginnt bereits bei der herzlichen Begrüßung der sogenannten „Ersties“ in Form von Willkommenstagen. Hinzukommend zur engmaschigen Betreuung der Auszubildenden setzt das Klinikum auf zusätzliche Zeit für die jungen Menschen, „denn niemand sollte seinen Weg alleine gehen“. Auszubildende aus anderen Ländern sind herzlich willkommen – Vielfalt wird in der Klinik gelebt. Neben einem professionellen Onboardingprogramm sorgen Angebote wie das interkulturelle Café, Integrationstreffen und weitere Unterstützungen für ein positives Arbeitsumfeld.

(Foto: Volker Neef)

Den Sonderpreis für Verdienste um die Integration von Menschen mit Behinderung erhielt das Unternehmen „integra Paryausstattung“. Auf die individuellen Bedürfnisse der Auszubildenden wird hier intensiv eingegangen, die dann als Mitarbeitende gerne im Betrieb bleiben. „Eine gute Ausbildung ist die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft. Sie eröffnet jungen Menschen Perspektiven und sichert die Fachkräfte von morgen. Jeder junge Mensch sollte die Möglichkeit erhalten, eine passende Ausbildung zu finden und seine Fähigkeiten zu entwickeln. Die jährliche Preisverleihung um den Reinickendorfer Ausbildungsbuddy setzt genau hier an, denn hier werden Reinickendorfer Unternehmen ausgezeichnet, die genau das tun – jungen Menschen eine Chance geben und sie dort abholen, wo sie stehen“, sagte Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner.

Unter den Gästen in Wittenau traf man u. a. auch BVV-Vorsteherin Kerstin Köppen und den Bezirksverordneten Ulf Wilhelm (beide CDU) an.

Kerstin Köppen und Ulf Wilhelm (Foto: Volker Neef)

Im Pressegespräch erklärte Ulf Wilhelm: „Für mich ist die Preisverleihung des Reinickendorfer Ausbildungsbuddys schon eine sehr liebgewonnene Tradition. Besonders hervorzuheben ist, dass u. a. sowohl Schulen als auch Ausbildungsbetriebe beteiligt sind und sich gegenseitig bereichern“.

Kerstin Köppen betonte: „Diese Preisverleihung hat für mich einen sehr hohen Stellenwert. Eine fundierte Ausbildung ist für den weiteren Lebensweg, gerade bei jungen Menschen, sehr wichtig. Handwerksbetriebe sorgen für die gute Ausbildung. Die Aussage ´Meister statt Master´ findet meine Unterstützung“.

Text/Foto: Volker Neef

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
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