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Katharina Concu (FDP): „Der Bierpinsel: ein Denkmal des Scheiterns?!“
Katharina Concu (Foto: Volker Neef)
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Katharina Concu (FDP): „Der Bierpinsel: ein Denkmal des Scheiterns?!“

Am 20. September stürzten Fassadenteile des Bierpinsels in Steglitz herab. Dass niemand verletzt wurde, war pures Glück. Jetzt wird weiträumig abgesperrt – mit Folgen für den ÖPNV, Auto- und Radfahrer sowie Fußgänger.

Katharina Concu (FDP) gehört bis Ende Oktober der BVV Steglitz-Zehlendorf an. Sie erklärte zu den herabstürzenden Fassadenteilen des Bierpinsels: „Das Bezirksamt zeigt allein auf den Eigentümer. Natürlich muss er für die Sicherheit seiner Immobilie sorgen. Doch wer jahrelang neue Nutzungsideen mit starren Denkmalschutzauflagen ausbremst, kann sich nicht einfach aus der Verantwortung stehlen. Seit über 20 Jahren wird über die Zukunft des einst futuristischen Gastronomieturms am U-Bahnhof Schloßstraße diskutiert. Nachdem die einst markante rote Fassadenfarbe Graffiti gewichen ist, bleibt auch die jüngste Idee eines begrünten Bierpinsels nichts als eine Vision. Statt einer Nutzungsperspektive gibt es wegen Brandschutz, Fluchtwegen und städtebaulicher Vorgaben Stillstand – und viele Fragen. Waren die roten Eternitplatten asbesthaltig? Könnten beim Absturz Fasern freigesetzt worden sein? Die Bürger haben ein Recht darauf, zu erfahren, ob eine Gesundheitsgefahr besteht. Und die Berliner Verwaltung muss sich zudem fragen lassen, welchen Anteil ihre Auflagen am jahrelangen Entwicklungs-Stillstand haben. Wer Veränderung verhindert, darf sich beim Verfall nicht allein auf die Verantwortung anderer berufen.

Katharina Concu mit ihren Parteifreunden am Bierpinsel, Ende September 2026 (Foto: FDP-Steglitz)

Für mich bedeutet Denkmalschutz, Architekturgeschichte zu bewahren, ohne Zukunft zu verhindern. Eigentum und Investitionen verdienen Respekt. Verwaltung muss Lösungen ermöglichen, statt sie in endlosen Prüfverfahren und Genehmigungsschleifen zu ersticken. Ein Denkmal ist kein Selbstzweck. Bürokratische Vorgaben und pragmatische Lösungen müssen Hand in Hand gehen. Der Bierpinsel braucht endlich eine Zukunft statt jahrelangen Stillstands. Denn was nützt das schönste Denkmal, wenn es am Ende abgesperrt dem Verfall überlassen wird?

Das teilte unserer Redaktion Katharina Concu (FDP) mit. (Fotos: FDP-Steglitz; Volker Neef)

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
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