Emine Demirbüken-Wegner (CDU) kennt man als Abgeordnete im Berliner Landesparlament, als Staatssekretärin in der Berliner Gesundheitsverwaltung, als Stellvertretende Reinickendorfer Bezirksbürgermeisterin und als Reinickendorfer Bezirksbürgermeisterin. Von 2004 bis 2016 gehörte Emine Demirbüken-Wegner dem CDU-Bundesvorstand an. In der Zeit von 2012 bis 2016 war sie Mitglied im CDU-Präsidium.
Am 29.10 verabschiedete sie sich bei den Reinickendorferinnen und Reinickendorfer.
Emine Demirbüken-Wegner teilte mit: „Von Herzen Danke, Reinickendorf!
Liebe Reinickendorferinnen und Reinickendorfer,
Abschied zu nehmen fällt nicht leicht, wenn man sich mit einer Aufgabe und vor allem mit den Menschen, für die man sie ausüben durfte, so eng verbunden fühlt. Nach meiner Zeit als Ihre Bezirksbürgermeisterin möchte ich deshalb vor allem eines sagen: Danke! Danke für Ihr Vertrauen, Ihre Herzlichkeit und die vielen wunderbaren Begegnungen, die meine Amtszeit so besonders gemacht haben.
Wenn ich auf die vergangenen Jahre zurückblicke, erfüllt mich große Dankbarkeit und auch ein wenig Stolz auf das, was wir gemeinsam für unseren Fuchsbezirk erreicht haben. Denn Reinickendorf ist für mich weit mehr als ein Verwaltungsbezirk. Es ist unsere Heimat – mit seinen lebendigen Ortsteilen, seinen liebenswerten Eigenheiten und vor allem mit seinen Menschen, die anpacken, füreinander da sind und ihren Bezirk mit Herz und Leben füllen.
Besonders freue ich mich, dass es uns gemeinsam gelungen ist, mit unserer Fuchskampagne die Identität Reinickendorfs als Fuchsbezirk weiter zu stärken. Unser Fuchs ist längst mehr als ein Wappentier: Er steht für unsere Verbundenheit, unseren Zusammenhalt und das gute Gefühl, hier zu Hause zu sein. Und seien wir ehrlich: Ein bisschen Fuchs steckt doch in uns allen – neugierig, clever, bodenständig und immer für eine Überraschung gut!

Wie vielfältig, leistungsstark und bürgernah unser Bezirk ist, wurde auch jedes Jahr beim Tag des offenen Rathauses deutlich. Hier konnten wir zeigen, wie breit die Palette einer modernen Bezirksverwaltung ist und wie viele engagierte Menschen täglich dafür sorgen, dass unser Reinickendorf funktioniert. Mein herzlicher Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit Kompetenz, Einsatz und viel persönlichem Engagement für die Bürgerinnen und Bürger da sind. Gerade ihre oft wenig sichtbare Arbeit bildet das verlässliche Fundament einer funktionierenden Verwaltung und verdient höchste Anerkennung.
Gemeinsam haben wir wichtige Akzente gesetzt: Mit unserer Einsamkeitsstrategie haben wir bundesweit Maßstäbe gesetzt und gezeigt, wie wichtig es ist, Menschen zusammenzubringen und niemanden allein zu lassen. Bei der Digitalisierung unserer Verwaltung haben wir ebenfalls viel erreicht und gehören mit unseren digitalen Bürgerservices berlinweit zu den Vorreitern. Damit haben wir nicht nur einzelne Projekte verwirklicht, sondern Strukturen geschaffen und Veränderungen eingeleitet, die über diese Amtszeit hinaus Bestand haben sollen.
Und als die schweren Sommerstürme 2025 unseren Bezirk trafen, haben wir erlebt, was unsere Gemeinschaft auszeichnet: Menschen, die nicht lange fragen, sondern helfen. Einsatzkräfte, Beschäftigte, Hilfsorganisationen, Nachbarschaften und viele Freiwillige haben Großartiges geleistet. Das war gelebter Zusammenhalt!

Eine besondere Wertschätzung gilt den vielen Ehrenamtlichen in unseren Sportvereinen, in der Kinder- und Jugendarbeit, in der Seniorenarbeit, in sozialen und kulturellen Einrichtungen, im Katastrophenschutz und in so vielen weiteren Bereichen. Sie schenken anderen ihre Zeit, ihre Kraft und ihr Herz. Ebenso würdige ich das Engagement all jener, die sich für den interreligiösen Dialog, für gegenseitigen Respekt und für ein friedliches Miteinander einsetzen. Sie alle machen unseren Bezirk menschlicher, wärmer und stärker. Sie sind das Herz unseres Fuchsbezirks!
Was mir persönlich von meiner Amtszeit besonders in Erinnerung bleiben wird, sind jedoch nicht allein Projekte, Zahlen oder erreichte Ziele. Es sind die vielen herzerwärmenden Begegnungen mit so vielen großartigen Menschen: die offenen Gespräche, die persönlichen Geschichten, das gemeinsame Lachen, manchmal auch die nachdenklichen Momente und die ehrlichen Worte. Sie haben mich berührt, bestärkt und immer wieder daran erinnert, warum mir diese Aufgabe so am Herzen liegt. Dafür bin ich Ihnen von ganzem Herzen dankbar.
Natürlich konnten wir nicht alle Wünsche erfüllen und nicht jedes Problem lösen. Aber wir haben gemeinsam angepackt, Ideen entwickelt und unseren Bezirk Schritt für Schritt vorangebracht. Ich wünsche mir sehr, dass wir uns diesen Gemeinschaftsgeist bewahren – die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen, zuzuhören und füreinander einzustehen.
Nun beginnt für mich ein neuer Lebensabschnitt. Doch eines ist sicher: Meine Verbundenheit mit Reinickendorf und seinen Menschen bleibt. Und ich freue mich schon heute auf ein Wiedersehen – bei einer Veranstaltung, auf der Straße, auf einem unserer schönen Plätze oder ganz unverhofft im Alltag. Denn manchmal sind es gerade diese ungeplanten Begegnungen, die das Leben so wunderbar machen.
Bis dahin wünsche ich Ihnen und Ihren Familien von Herzen Gesundheit, Glück und Zuversicht. Bleiben Sie neugierig, bleiben Sie engagiert und bewahren Sie sich Ihren ganz persönlichen Fuchsgeist!
Danke, dass ich Ihre Bezirksbürgermeisterin sein durfte. Für Ihr Vertrauen, Ihre Verbundenheit und für alles, was Sie jeden Tag für unseren Reinickendorfer Zusammenhalt beitragen, bin ich Ihnen von Herzen dankbar“!
Das teilte unserer Redaktion Emine Demirbüken-Wegner mit. (Foto: Frank Pfuhl)