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ADAMS 8-Sport verbindet die unterschiedlichsten Menschen-Filmkritik
Adams Acht bei ihrer ersten Meisterschaft (l.-r.: Leonard Kunz, Carlo Krammling, Felix Scharf, Julius Henri Busch, Leon Kleinschmidt, Felix Kammerer, Vito Wiesner, Oliver Masucci); (Foto: ©Majestic/Wanda Dujour)
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ADAMS 8-Sport verbindet die unterschiedlichsten Menschen-Filmkritik

Egal ob arm oder reich geboren, gleichgültig ob Kapitalist oder Kommunist –beim Rudern sitzen alle in einem Boot. Sie sind in dieser Situation aufeinander angewiesen. Karl Adam ist der Rudertrainer mit seinen 8 Jungs im Film „Adams 8″.

Er ist Lehrer für Mathematik, Physik und Sport. Wir schreiben das Jahr 1946. Er trifft in Ratzeburg, nahe der Grenze zwischen West- und Ostdeutschland, auf eine vaterlose Generation junger Männer, Außenseiter, Einzelkämpfer, die nicht wissen, wohin mit ihrer Wut. Doch Adam sieht etwas in diesen Männern, das sonst niemand sieht. Er setzt sie in einen Ruder-Achter und gibt ihnen mehr als ein Ventil – er gibt ihnen eine Perspektive.

Oliver Masucci als Karl Adam in ADAMS ACHT (Foto: ©Majestic/Mathias Bothor)

Er glaubt an die versteckten Fähigkeiten seiner Jungs und kommuniziert mit ihnen auf eine extrem emotionale Art und Weise. Er nimmt die Rolle des Ersatzvaters ein. Die leiblichen Väter seiner Schützlinge sind im 2. Weltkrieg umgekommen. Prügeleien und lautstarke Auseinandersetzungen sind an der Tagesordnung. Ein wirklich hartes, gnadenloses Training beginnt, um seine Jungs trotz aller Probleme von einem Erfolg zum nächsten zu führen.

Akribisch analysieren Trainer Karl Adam (Oliver Masucci; re) und der Präsident des Deutschen Ruderverbands, Dr. Walter Wülfing (Axel Milberg ), vom Bootssteg aus die Ruderer bei ihren Trainingsfahrten (Foto: ©Majestic)

Mit unbeirrbarer Entschlossenheit und visionären Methoden formt Adam aus den Underdogs etwas, das größer ist als die Summe seiner Teile. Und schließlich steht bei den Olympischen Spielen ein Team am Start, an das niemand geglaubt hat. Es ist bereit, Geschichte zu schreiben: Der „Deutschlandachter“ kämpft sich vor bis zum Sieg bei den Olympischen Spielen in Rom 1960.

„Adams 8“ wurde mit einer Mischung aus echten Leistungssportlern und Schauspielern besetzt. Dadurch wird die Atmosphäre bei den Wettbewerben enorm dicht und authentisch. Der Film ist emotional sehr mitreißend und hoch empfehlenswert.

Rudern für Deutschland? – Hans „Ari“ Lenk (Felix Kammerer) ist hin- und hergerissen zwischen seiner Ruder-Leidenschaft und den Schatten der deutschen Nazi-Vergangenheit (Foto: ©Majestic)

Er basiert im Wesentlichen auf wahren Begebenheiten.

Majestic bringt ADAMS ACHT am 17. September 2026 in die deutschen Kinos. Mit Oliver Masucci, Katrin Röver, Stephanie Amarell, Leon Kleinschmidt, Jakob Schmölzer, Till Neumann, Oscar Krause, Moritz Wolff, Heino Ferch, Axel Milberg u. a. Regie: Hannu Salonen („Ich bin Dagobert“, „Oktoberfest 1900“). Das Drehbuch wurde von Domenik Pockberger und Stephan Falk geschrieben, für die Bildgestaltung ist Felix Cramer der Verantwortliche gewesen („Oktoberfest 1900“, „Der Rebell – Von Leimen nach Wimbledon“). Die Filmmusik wurde von Karim Sebastian Elias (OF FATHERS AND SONS, DIE IRONIE DES LEBENS) komponiert. Die Filmlänge beträgt 124 Minuten.

Text: Reinhard Frede

Fotos: © Majestic; ©Majestic/Wanda Dujour; ©Majestic/Mathias Bothor

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
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