Christian Görke gehört dem Deutschen Bundestag an. Der Parlamentarier aus dem Bundesland Brandenburg ist sport- und finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag.

Er hat sich zur Entscheidung des DOSB für München als Kandidat für eine deutsche Bewerbung um Olympia und Paralympics für 2036, 2040 oder 2044 geäußert. Christian Görke, MdB erklärte: „Nach der Nominierung von München schwelgen viele im Olympiafieber. Trotzdem darf sich die Bundesregierung nicht im olympischen Glanz sonnen, während vielerorts die Turnhallen bröckeln, Schwimmbäder um ihre Zukunft kämpfen und Vereine seit Jahren auf notwendige Sanierungen warten. Der Investitionsstau bei unseren Sportstätten liegt bei mindestens 31 Milliarden Euro. Wer von Olympia in Deutschland spricht, muss deshalb endlich auch den Breitensport im ganzen Land in den Blick nehmen. Es kann nicht sein, dass für olympische Großprojekte politische Begeisterung und Milliarden mobilisiert werden, während die Kommunen beim Erhalt ihrer alltäglichen Sportinfrastruktur um jeden Förder-Euro kämpfen müssen.
Wir brauchen keine Sportpolitik nach dem Prinzip Leuchtturm hier, marodes Schwimmbad dort. Die Bundesregierung muss den Investitionsstau endlich systematisch abbauen – mit einem dauerhaften, mindestens milliardenschweren Investitionsprogramm pro Jahr für kommunale Sportstätten. Denn die Olympionikinnen und Olympioniken von morgen trainieren heute nicht nur in München, sondern in den Vereinen und Sportstätten im ganzen Land.“
Das teilte unserer Redaktion Christian Görke, MdB (Die Linke) mit. (Foto: Frank Pfuhl)