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Jury des 22. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein steht fest
Dr. Alice Brauner (Foto: ©DIZF Nili Raz Almog)
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Jury des 22. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein steht fest

Dr. Alice Brauner, Margarita Broich und Christian Granderath sind die Jury des 22. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein

Die Produzentin und Drehbuchautorin Dr. Alice Brauner, die Schauspielerin Margarita Broich und der langjährige Fernsehspielchef des NDR Christian Granderath sind in die Jury des 22. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein berufen. Sie entscheiden über die Vergabe des LUDWIGSHAFENER FILMKUNSTPREIS 2026.

Der LUDWIGSHAFENER FILMKUNSTPREIS wird durch die unabhängige Fachjury in drei Kategorien vergeben:

Bester deutscher Film oder Fernsehfilm des Wettbewerbs

Beste Regie des Wettbewerbs

Bestes Drehbuch des Wettbewerbs

Im Wettbewerb des 22. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein konkurrieren insgesamt 13 Produktionen, Kinofilme und Mischformen Kino-Fernsehen, aber auch reine Fernsehproduktionen. Entscheidend ist allein die ästhetische Qualität der Filme. Der Preis ist nicht teilbar.

Die dreiköpfige Fachjury kann zudem „Ludwigshafener Auszeichnungen“ – lobende Erwähnungen für weitere drei Filmwerke des Wettbewerbs aussprechen.

Parkinsel Ludwigshafen am Rhein am Abend (Foto: Arthur Bauer / FDDF)

„Eine international erfolgreiche und smarte Produzentin, eine großartige Schauspielerin sowohl auf der Bühne wie im Fernsehen und Kino sowie einen der erfolgreichsten Fernsehverantwortlichen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – wenn diese drei unsere diesjährigen Preise vergeben, bin ich sicher, dass das spannend und im Ergebnis erstklassig sein wird,“ sagte Festivalintendant Dr. Michael Kötz.

Die Fachjury 2026:

Dr. Alice Brauner wurde in Berlin geboren. Nach dem Abitur studierte sie Neuere Geschichte, Politische Wissenschaften und Romanistik (Französisch) an der Freien Universität Berlin. Nach ihrer Tätigkeit als Redakteurin für verschiedene Printmedien wurde die Historikerin Interviewerin und Referentin bei der Stiftung „Survivors of the Shoah Visual History Foundation“. Diese Stiftung von Steven Spielberg archiviert Aussagen von Überlebenden des Holocaust. Es folgte die Promotion am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin über „Antidemokratische und rassistische Tendenzen in der Neuen Rechten in Deutschland“. 1999 wurde sie TV-Moderatorin zunächst bei TV-Berlin, später bei n-tv.

Heute ist sie in der Geschäftsführung der CCC Filmkunst GmbH, der CCC Cinema und Television GmbH und der CCC Filmstudios als Film-, Fernseh- und Web-Produzentin tätig. Zudem verantwortet sie das Lizenzgeschäft und investiert dafür seit einigen Jahren beträchtliche Summen, um den digitalen Erhalt der Klassiker in 2k und 4k zu ermöglichen (digitalisiert wurden so bereits mehr als 120 Filme, u. a. DER TIGER VON ESCHNAPUR, WINNETOU UND OLD SHATTERHAND IM TAL DES TODES, ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG).

Alice Brauner ist Mitglied der Deutschen Filmakademie, seit 2017 Jurymitglied des Deutschen Hörfilmpreises und war Jurymitglied der Amnesty International Jury auf der Berlinale 2024.

Margarita Broich (Foto: Jeanne Degraa)

 Margarita Broich, geboren 1960 in Neuwied, studierte von 1977 bis 1980 Fotodesign in Dortmund und war anschließend als Theaterfotografin am Bochumer Schauspielhaus tätig. 1983 begann sie ein Schauspielstudium an der Hochschule der Künste in Berlin und erhielt nach ihrem Abschluss 1987 ein Engagement am Frankfurter Schauspielhaus. Im Laufe der Jahre stand sie an zahlreichen Theatern auf der Bühne, allein in Berlin unter anderem am Deutschen Theater, am Schillertheater, am Maxim-Gorki-Theater und an der Volksbühne. Dabei arbeitete sie mit Regisseuren wie Heiner Müller, George Tabori und Christoph Schlingensief zusammen. Von 1991 bis 2002 war Margarita Broich Mitglied des Berliner Ensembles.

Ihr Debüt als Filmschauspielerin gab sie bereits 1991 mit einer zentralen Rolle in Rudolf Thomes „Liebe auf den ersten Blick“, jedoch steht sie neben ihrer umfangreichen Bühnenarbeit erst seit Anfang der 2000er-Jahre regelmäßig vor der Kamera. In Christian Moris Müllers Kinofilm VIER FENSTER (2006) spielte sie die Mutter einer zerrütteten Familie, in Hermine Huntgeburths Fernsehzweiteiler „TEUFELSBRATEN“ (2007) und der Fortsetzung „AUFBRUCH“ (2016) die strenge Mutter der rebellischen Titelfigur. Eine prägnante Rolle hatte sie auch als Mutter eines traumatisierten Afghanistan-Veterans in dem preisgekrönten Drama „Nacht vor Augen“ (2008). 2009 war sie in dem deutsch-französischen Kinofilm „UNTER BAUERN – Retter in der Nacht“ (Regie: Ludi Boeken) als Bäuerin Aschoff zu sehen, die eine jüdische Familie vor den Nationalsozialisten versteckt. Matthias Glasner besetzte sie als ungewollt kinderlose Yuppie-Ehefrau in THIS IS LOVE (2009), danach spielte sie die eigenwillige Großmutter der jungen Titelheldin in dem Kinderfilm HIER KOMMT LOLA! (2010) und eine Filmproduzentin in der Gesellschafts- und Mediensatire DAS TRAURIGE LEBEN DER GLORIA S. (2011).

Viel Kritikerlob erhielt Margarita Broich für ihre Verkörperung einer bestimmenden Mutter und Großmutter in Oskar Roehlers Familiensaga QUELLEN DES LEBENS (2012). Diese Rolle bescherte ihr im Frühjahr 2013 eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis in der Kategorie Beste Nebendarstellerin. Von 2015 bis 2024 ist Margarita Broich als Kriminalhauptkommissarin Anna Janneke in den „TATORT“-Folgen des Hessischen Rundfunks zu sehen, an der Seite von Wolfram Koch als Hauptkommissar Paul Brix.

Im März 2022 war Margarita Broich in der Hauptrolle in Petra Seegers autobiografischem Drama VATERSLAND zu sehen. Zudem wirkte sie in Leander Haußmanns „STASIKOMÖDIE“ mit, der im Mai in die deutschen Kinos kam. ImHerbst 2022 erscheint der siebte Film der beliebten ARD-Reihe „MEINE MUTTER…“, in der Margarita Broich neben Kollegin Diana Amft die Hauptrolle spielt.

In „Am Ende der Wahrheit“, welcher auf dem Filmfest München 2024 Premiere feierte, ist sie an der Seite von Maria Furtwängler in der Hauptrolle zu sehen. Neben ihrer Schauspielarbeit betätigt Margarita Broich sich erfolgreich als Fotografin. So hatte sie beispielsweise 2011 eine Ausstellung im Martin-Gropius-Bau Berlin, bei der ihre Backstage-Porträts von Theaterkollegen zu sehen waren. 

Christian Granderath (Foto: NDR)

Christian Granderath (* 1959 in Lünen) ist ein deutscher Redakteur, Film- und Fernsehproduzent. Er studierte von 1983 bis 1987 Geschichte und Germanistik in München, seine Abschlussarbeiter zum Magister verfasste er zum Thema Film und Politik in der Weimarer Republik. Von 1989 bis 1995 war in der Kulturabteilung und der Abteilung Fernsehspiel des Südwestfunks als Redakteur tätig. Er befasste sich dort unter anderem mit den Tatort-Beiträgen des SWF, der Reihe Debüt im Dritten und der ARD-Reihe Wilde Herzen. 1996 wurde er Produzent bei der Dom-Film GmbH und dann 1997 bis 2000 Produzent bei der Westdeutschen Universum-Film GmbH. Im Oktober 2000 wechselte er auf Veranlassung von Georg Feil zur Colonia Media Filmproduktions GmbH und zum 1. Januar 2008 zu teamWorx, wo er das Büro in Köln übernahm. Am 1. September 2010 übernahm Granderath die Leitung der Abteilung Fernsehfilm, Spielfilm und Theater im NDR, die er über 15 Jahre sehr erfolgreich führte.

Ein Festival für alle

Ein Festival wie kein anderes. Mit über 130.000 Besuchern auf der Parkinsel Ludwigshafen am Rhein. Ein Ort der Begegnung von Publikum, Stars und Branche. Ein Filmfestival der neuen Art unter freiem Himmel und in Kinozelten mit über 1.000 Plätzen inmitten einer idyllischen Parklandschaft am Ufer des Rheins, 19 Tage lang im Spätsommer – vom 19. August bis 6. September 2026.

Text: Felix Neunzerling

Fotos: Jeanne Degraa; NDR; ©DIZF Nili Raz Almog; Arthur Bauer / FDDF

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
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