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Reinickendorf: Gedenkfeier für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft

Uwe Brockhausen, am Mikrophon stehend (Foto: Volker Neef)

Am 8. Mai 1945 ging in Europa der Zweite Weltkrieg zu Ende, er endete am 2. September 1945. Japan kapitulierte, nachdem zwei US-Atombomben im August 1945 über Hiroshima und Nagasaki abgeworfen wurden. Allein in diesen zwei japanischen Städten kamen dabei über 200.000 Menschen ums Leben. Über 65 Millionen Menschen verloren weltweit ihr Leben im Zweiten Weltkrieg. Dazu zählen auch die von den Nazis ermordeten Menschen in den KZs.

Kranzniederlegung durch Soldaten der Bundeswehr (Foto: Volker Neef)

Anlässlich des 81. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa hat das Bezirksamt Reinickendorf am 8. Mai gemeinsam mit der Bezirksverordnetenversammlung im Rahmen einer Gedenkfeier der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht.

Reinickendorfs Stellvertretender Bezirksbürgermeister Uwe Brockhausen (SPD) erinnerte in seiner Rede eindringlich an die besondere lokale Dimension des Kriegsendes im Norden Berlins. Dabei schlug er den Bogen von den dramatischen Ereignissen im April und Mai 1945 bis in die Gegenwart. „Der 8. Mai 1945 war kein Tag des Triumphs, sondern ein Moment der Erschöpfung, der Stille und der Ungewissheit – und zugleich der leise Beginn einer Hoffnung, die aus den Trümmern erwuchs“, betonte Uwe Brockhausen.

Ehrenformation der Bundeswehr am Denkmal (Foto: Volker Neef)

Mit Blick auf die heutige Verantwortung fügte er hinzu: „Der 8. Mai ist kein fernes Datum. Er ist Teil unserer Gegenwart. Die entscheidende Frage ist nicht nur, was damals geschah – sondern was wir heute daraus machen.“ Das Gedenken in Reinickendorf stehe traditionell im Zeichen der lokalen Erinnerungskultur. Zeitzeugenberichte aus Ortsteilen wie Hermsdorf machen deutlich, wie unmittelbar Krieg, Zerstörung und Befreiung auch im Bezirk erlebt wurden. Diese Erinnerungen werden bis heute bewahrt und aufgearbeitet – etwa durch Initiativen und Veranstaltungen des Heimatmuseums Reinickendorf.

Gedenkkränze am Denkmal (Foto: Volker Neef)

Uwe Brockhausen unterstrich, dass der 8. Mai auch 81 Jahre nach Kriegsende ein Tag des Innehaltens und der Verantwortung bleibt. Die Erinnerung an das Leid von Millionen Menschen, an Krieg, Gewaltherrschaft und ihre Folgen sei untrennbar mit dem Auftrag verbunden, unsere freiheitliche Demokratie zu schützen und zu stärken. „Gerade in einer Zeit neuer globaler Spannungen und gesellschaftlicher Herausforderungen gilt: Das Gedenken an den 8. Mai ist kein Blick zurück allein – es ist ein klarer Auftrag für Gegenwart und Zukunft. Reinickendorf steht für eine lebendige Erinnerungskultur, die verbindet, aufklärt und Haltung zeigt.“

Text/Foto: Volker Neef

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