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„Tag der offenen Moschee“-Auch in Heinersdorf begangen
Khadija-Moschee (Foto: Volker Neef)
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„Tag der offenen Moschee“-Auch in Heinersdorf begangen

Erstmals fand in Deutschland der „Tag der offenen Moschee“ (TOM) im Jahre 1997 statt.

Seit dieser Zeit ist der Tag der offenen Moschee (TOM) am 3.10. ein fester Bestandteil des religiösen und gesellschaftlichen Lebens in Deutschland. Ins Leben gerufen vom „Zentralrat der Muslime in Deutschland e. V.“, (ZMD) hat er sich seither zu einer bundesweiten Tradition entwickelt. Der Termin fällt bewusst auf den Tag der Deutschen Einheit.

Die Khadija-Moschee befindet sich in der Tiniusstraße 7 in 13089 Berlin-Heinersdorf. Die Khadija-Moschee ist die erste in Ostberlin errichtete Moschee. Man hat sie 2008 eröffnet. Damit ist sie auch ein besonderer Ort, um am Tag der Deutschen Einheit über muslimisches Leben und gesellschaftlichen Wandel im Osten Deutschlands ins Gespräch zu kommen.

Plakat an der Khadija-Moschee (Foto: Volker Neef)

Die Khadija-Moschee hat am 20. September aus zweierlei Gründen für Aufmerksamkeit gesorgt. Erstens: Sie war offizielles Wahllokal der Berlin-Wahl. Die Wahllokalnummer war die 504. Zahlreiche Medienvertreter waren vor Ort. So neben Lokalmedien beispielsweise auch die Deutsche Presse-Agentur (dpa), Reuters und sogar Al Jazeera. In ganz Berlin gab es 2.542 Wahllokale. Zweitens: Die AfD erzielte im Wahllokal der Khadija-Moschee 34,4 Prozent der Zweitstimmen. Kein anders Wahllokal konnte dieses hohe AfD-Ergebnis aufweisen. Von ca. 330 Stimmen entfielen auf die AfD knapp 110.

Bei den Berliner Landtagswahlen 2023 kam die AfD in diesem Wahllokal auf 14,3 Prozent der Zweitstimmen. Den 2. Platz am 20. September belegten im Wahllokal 504 Die Linke mit 19 Prozent. Scharjil Khalid, der Imam der Gemeinde, äußerte sich zu dem Wahlergebnis. Er betonte, es sei zu einfach, aus einer Wahlentscheidung automatisch auf die Haltung der Wähler gegenüber Muslimen oder unserer Moschee zu schließen. Menschen wählen die Parteien aus ganz unterschiedlichen Gründen“.

Imam Scharjil Khalid (Foto: Frank Pfuhl)

Die Heinersdorfer Gemeinde nutzte den „Tag der offenen Moschee“ für zahlreiche persönliche Begegnungen. Gäste nahmen an Moscheeführungen teil, man konnte auch orientalische Speisen probieren.

Gemeindemitglieder boten orientalische Speisen an (Foto: Volker Neef)

Der Imam betonte oft, nicht nur am „Tag der offenen Moschee“ sei das Gotteshaus für alle Besucher offen. Interessierte können immer gerne in Heinersdorf vorbeischauen. Nach terminlicher Rücksprache sind Moscheeführungen selbstverständlich möglich.

Text: Volker Neef

Fotos: Volker Neef; Frank Pfuhl

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
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