Am 25. September 2026 begann das 16. Kurdische Filmfestival. Es wird am 1. Oktober enden. In seiner Einzigartigkeit ist das Festival die größte Veranstaltung zum kurdischen Film in Europa. Die Filme sind im Babylon Kino, Rosa-Luxemburg-Straße 30 in 10178 Berlin-Mitte, zu sehen.
Am 30.09. läuft um 18 Uhr der Film „TO MY SISTERS“. Die Filmlänge beträgt 95 Minuten. Regie führt Faek Falak. Die Sprachen sind Kurdisch, Arabisch, Deutsch. Man kennt Faek Falak u. a. durch seinen Kurzfilm „high spirits“. Er kam 1988 in Syrien zur Welt und lebt seit 2014 in Deutschland.

Filmszene aus „TO MY SISTERS“ (Foto: © Cine Global)
Im 2026 fertiggestellten Dokumentarfilm „TO MY SISTERS“ geht es um folgendes: Eine junge Kurdin führt in Syrien eine Fraueneinheit in den Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat. Ihre Geschichte wird begleitet von der Stimme einer jesidischen Überlebenden, die als Kind versklavt wurde und sichtbar macht, was auf dem Spiel steht, wenn dieser Kampf verloren geht. Gleichzeitig erzählt der Film von einer deutschen Frau, die sich freiwillig dem IS anschloss und heute mit den Konsequenzen ihrer Entscheidung konfrontiert ist. Drei Frauen, drei Perspektiven und eine Realität, die nicht abgeschlossen ist. Denn die Ideologien, gegen die diese Frauen kämpften, wirken bis heute fort und stellen auch in Europa die Frage, wie stabil Freiheit und Selbstbestimmung wirklich sind.

(Foto: © Cine Global)
„TO MY SISTERS“ ist eine Produktion der Falak Film und wurde von FFF Bayern gefördert. Cine Global Filmverleih brachte den Film am 23. Juli 2026 bundesweit in die deutschen Kinos.
Text: Volker Neef
Fotos: Volker Neef; © Cine Global