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28. Mai 2026200.000 Euro für das House of One am Petriplatz
Rabbiner Andreas Nachama (re.) bei der Scheckübergabe (Foto: Volker Neef)
Wie wir bereits berichtet hatten, fand am 27. Mai 2021 die Grundsteinlegung für das „House of One“ in Berlin-Mitte am Petriplatz statt. Das „House of One“ ist ein jüdisch-christlich-muslimisches Friedens- und Bauprojekt.
Knapp fünf Jahre später, am 26. Mai 2026, erfolgte am Petriplatz eine Scheckübergabe. Die Bethe- und HeLe Avus Stiftung überreichte einen Scheck über 87.800 Euro. Das Geld fließt je zur Hälfte in Bildung und Bau des House of One.

In drei Monaten ist es der Stiftung House of One gelungen, 114.906,67 Euro an Spenden einzuwerben. 87.813,80 Euro davon haben die Bethe-Stiftung und die HeLe Avus Stiftung nun gemeinsam verdoppelt. Somit stehen der Stiftung 202.720,37 Euro zur Verfügung.
„Dieser fantastische Erfolg zeigt uns auch, dass vielen Menschen das friedliche Miteinander der verschiedenen Religionen und der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft sehr am Herzen liegt – anders als die Nachrichten oft vermuten lassen“, teilte Andreas Nachama, Vorsitzender des Stiftungsrats des House of One, mit.
Das Stifterehepaar Roswith und Erich Bethe sagten zu ihrem Engagement: „Wir waren und sind von dem einzigartigen Projekt House of One begeistert. Es freut uns, dass wir gemeinsam mit der HeLe Avus Stiftung in der aktuell kritischen und kriegerischen Großwetterlage dieses auf ein friedliches Miteinander ausgerichtete Projekt bereits zum zweiten Mal unterstützen können. Und das werden wir auch künftig tun.“
Anne Altenhövel von der HeLe Avus-Stiftung erklärte: „Wir hoffen, dass das House of One als Ort des friedlichen Miteinanders ein sichtbarer Teil Berlins und unserer Gesellschaft wird. Schon heute gibt es Aktionen wie gemeinsames Fastenbrechen oder gemeinsame Friedensgebet. Sie sind herzerwärmend und inspirierend. So kommt man sich im Austausch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Religionen näher.“
Das Geld wird je zur Hälfte in den Bau und in die interreligiöse Bildungsarbeit des House of One fließen. Es hilft die Realisierung des Baus voranzutreiben, der durch die in den vergangenen Jahren massiv gestiegenen Baukosten verzögert wurde.
„Die Pläne für das House of One haben wir überarbeiten lassen, um den Preissteigerungen entgegenzuwirken“, sagte Rabbiner Nachama. „Wir wollen nicht, dass das Geld der Spender Baupreissteigerungen finanziert, sondern unsere inhaltliche Arbeit ermöglicht.“ Die Stiftung setzt alles daran, innerhalb der Förderung von Bund und Land zu bleiben, die gemeinsam rund 40 Millionen Euro bewilligt haben. Über die Jahre waren die Kosten des Baus durch die Baupreissteigerung auf 69,5 Millionen Euro gestiegen. „Diese Preisspirale wollen wir durchbrechen“, erklärte er.

„Die Gelder helfen uns darüber hinaus, unser interreligiöse Bildungsarbeit mit Schulen, Besuchergruppen, Unternehmen und anderen Institutionen weiter zu stärken“, sagte Osman Örs, Bildungskoordinator und Imam in der Stiftung House of One. Allein im Jahr 2025 haben über 6.000 Menschen an Workshops teilgenommen, die Wissen über Religionen vermitteln und Vorurteilen begegnen. Die Bildungsarbeit wird auch vom Berliner Senat für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt gefördert.

Das Motto der erfolgreichen Spendenkampagne lautete „Team Spirit – verschieden glauben, gemeinsam handeln“, welche die Stiftung House of One gemeinsam mit den Berliner Profi-Volleyballern BR Volleys am 31. Januar gestartet hat. Kaweh Niroomand, BR Volleys-Geschäftsführer, machte mit einer Spende in Höhe von 3.000 Euro im Namen des Vereins den Auftakt der Spendenaktion.
Es ist ein weltweit einzigartiger Sakralbau, der auf dem Petriplatz im Herzen Berlins entsteht. Es ist ein Gebäude mit einer Synagoge, Kirche und Moschee unter einem Dach – gruppiert um einen zentralen Begegnungsraum.
Text/Foto: Volker Neef























