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Junkies of Dreaming – Mahler 3 Currentzis
Junkies of Dreaming – Mahler 3 Currentzis (Foto: PARS Media)
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Junkies of Dreaming – Mahler 3 Currentzis

Der neue Dokumentarfilm von Jan Schmidt-Garre über einen der umstrittensten Dirigenten unserer Zeit startet am 15. Oktober 2026 bundesweit im Verleih von barnsteiner-film

Die dokumentarischen Filmarbeiten des Münchner Regisseurs und Produzenten Jan Schmidt-Garre sind mindestens so aufregend wie die KünstlerInnen selbst, denen er während der Arbeit in die Seele schaut. In „Fuoco sacro – Suche nach dem heiligen Feuer des Gesangs“ spürte er 2021 der Kunst der Opernweltstars Ermonela Jaho, Barbara Hannigan und Asmik Grigorian nach. In „Die Alchemie der Musik“ aus dem Jahr 2024 den Musikern Alfred Brendel, Ermonela Jaho, Jean-Rodolphe Kars, Stephen Kovacevich, Sir Antonio Pappano, Francesco Piemontesi und Maria João Pires – immer auf der Suche nach dem Geheimnis ihrer Kunst. Das ist höchst spannend, lehrreich und unterhaltend zugleich, weil Schmidt-Garre es versteht, seine Dokumentarfilme wie eine Sinfonie zu komponieren.

Junkies of Dreaming – Mahler 3 Currentzis (Foto: PARS Media)

In seinem aktuellen Dokumentarfilm JUNKIES OF DREAMING – Mahler 3 Currentzis folgt er dem einem der aktuell umstrittensten Dirigenten Teodor Currentzis bei den Orchesterproben zu Mahlers grenzensprengender Dritten Symphonie. Entstanden ist eine filmische Studie über die Kunst, klassische Musik neu zu erfinden und die Magie zwischen Dirigenten, seinem Orchester und dem Publikum.

Junkies of Dreaming – Mahler 3 Currentzis (Foto: PARS Media)

Was hat die Komposition vor 130 Jahren ausgelöst, was löst sie heute in uns aus?

Der griechische Dirigent Teodor Currentzis probt Mahlers Dritte Symphonie in der höchst atmosphärischen Kulisse des Berliner Funkhauses. Gedreht in Cinemascope und mit ungewöhnlich schön ausgeleuchteten Bildern begibt sich der Kinozuschauer auf einen Trip in die Abgründe der Musik Gustav Mahlers.

In einer zweiten Ebene sehen wir Teodor Currentzis mit geschlossenen Augen auf einer Couch in einem dunklen Studio des Funkhauses. Im Kopfhörer hört er den letzten Satz der Symphonie in seiner soeben vollendeten Aufnahme. In einem Bewusstseinsstrom erzählt er, was ihm durch den Kopf geht, als ob er das Stück in diesem Moment dirigierte. Dieser Monolog wird mit dem eigentlichen Konzert zusammengeschnitten und gibt dem Zuschauer einen sehr persönlichen Einblick in die innere Welt des Dirigenten im Moment des Konzerts.

Exkurse führen in die Entstehungsgeschichte der Symphonie und in das eigene kompositorische Werk Teodor Currentzis‘.

Jan Schmidt-Garre im Gespräch mit Rebecca Walter, März 2026

Dokumentarfilm, Spielfilm, Porträt – was ist » Junkies of Dreaming « für Sie?

Er ist das Produkt meiner Geschichte mit Teodor Currentzis. Ich kenne ihn seit über zehn Jahren und habe ihn schon in Perm besucht, später auch mehrmals in St. Petersburg. Wir wollten immer einen Film zusammen machen, aber aus verschiedenen Gründen hat es lange nicht geklappt. Dann erzählte er mir, dass er mit seinem neuen Utopia Orchester die Dritte Mahler einstudieren und aufnehmen würde, ein Werk, das ihm sehr viel bedeutet. (Es war der Soundtrack zu seiner ersten Liebesbeziehung als Teenager.) Das war eine gewagte Wahl für ein neues Orchester, denn die Dritte ist ein riesiges, sehr schweres Stück. So wie ich Teodor kannte, war klar, dass er lang und intensiv proben würde, und ich wollte dabei sein. Was das für einen Film ergeben würde, wusste ich da noch nicht.

Junkies of Dreaming – Mahler 3 Currentzis (Foto: PARS Media)

Dann kam ein zweites Element dazu: der Ort. Das Utopia Orchester hat eine informelle Residency im alten Funkhaus der DDR in Berlin-Oberschöneweide. Das ist ein Studio-Komplex von 1950 mit unzähligen geheimnisvollen Gängen, Sprecherkabinen, Synchronstudios und Konzertsälen, mit alten Schaltpulten und Möbeln, teilweise verfallen, teilweise schön renoviert. Der Architekt war Franz Ehrlich, und die Architektur ist ein spätes Meisterwerk der Berliner Backsteinmoderne. Ich liebe das Funkhaus schon lange und beschloss, jede Einstellung des Films an diesem magischen Ort zu drehen.

Mit

Teodor Currentzis, Wiebke Lehmkuhl, Eleni-Lydia Stamellou und dem Utopia Orchester. Als Liebespaar Hannah Piecha & Georg Schmidt-Garre.

Crew

Regie & Drehbuch: Jan Schmidt-Garre

Kamera: Ralph Netzer

2. Kamera: Thomas Keller

Tonaufnahme: Clémence Fabre, Maximilien Ciup

Mischung: Clémence Fabre, Eberhard Weckerle

Lichtbestimmung: Jakob Wehrmann

Montage: Sarah. J. Levine

Produzenten: Jan Schmidt-Garre & Marieke Schroeder

Produktion: PARS Media

Junkies of Dreaming – Mahler 3 Currentzis (Foto: PARS Media)

Originalmusik             

Proben und Aufführung von Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 3

Wiebke Lehmkuhl, Alt & Utopia Orchestra unter der Leitung von Teodor Currentzis

So schlafe

Komponiert von Teodor Currentzis nach einem Gedicht von Paul Celan

Eleni-Lydia Stamellou, Sopran & Ensemble musicAeterna, Produktion NOIR Films

Technische Daten

Länge: 90 Minuten

Produktionsland: Deutschland

Produktionsjahr: 2026

Format : DCP, Farbe, 1:2,35 Cinemascope

Ton: Dolby Digital

Sprachfassungen: OmU

Originalsprachen: englisch, griechisch

FSK: Ohne Altersbeschränkung (beantragt)

Der Verleih wird gefördert von der Filmförderungsanstalt FFA.

Text: Felix Neunzerling

Foto: PARS Media

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
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