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Mascha Kaléko – Wussten Sie schon?
Berliner Gedenktafel in der Bleibtreustraße 10/11 (Foto: Adam Neef)
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Mascha Kaléko – Wussten Sie schon?

Die Bundeshauptstadt Berlin mit ihren 12 Bezirken und fast 100 Ortsteilen bietet den Einheimischen und den Gästen eine reiche und buntgemischte Palette an. Dazu zählen neben verstorbenen und lebenden prominenten, manchmal auch kuriosen Menschen die zahlreichen Gebäude, Straßen, Plätze, Parks, Denkmäler und Seen. Wir haben für unsere werten Leser das ein oder andere Interessante aus Berlin heraus gegraben bzw. wiederentdeckt und stellen es vor. Heute führt uns der Weg in den Ortsteil Charlottenburg des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf.

In der Bleibtreustraße 10/11 findet man an einem Wohnhaus eine Berliner Gedenktafel vor. Sie erinnert an die 1907 geborene Dichterin Mascha Kaléko. Sie hat von 1936 bis 1938 in der Bleibtreustraße 10/11 gelebt. 1929 erschien ihr erstes Werk. Der Gedichtband trug den Titel „Der Querschnitt“. 1930 hatte sie im Rundfunk erste Auftritte im „Künstlerkabarett“, (Küka). Die Nationalsozialisten verboten ihre Werke. Mascha Kaléko war Jüdin und dieser Umstand reichte den NS-Machthabern, ihre Werke zu verbieten. Mit Ehemann und ihrem Sohn, den sie in die Ehe mitgebracht hatte, floh die Familie 1938 in die USA. 1944 erhielt die Familie die US-Staatsbürgerschaft. Von 1942 bis 1957 lebte man in New York. 1960 wanderte die Familie nach Israel aus. Die Werke von Mascha Kaléko fanden wieder großen Anklang in Deutschland. Persönliche Schicksalsschläge widerfuhren der Dichterin! Krankheitsbedingt verstarb ihr Kind 1968, der Gatte ist 1973 verstorben. In Gedichten verarbeitete sie den Tod der Familienangehörigen. 1974 befand sie sich in Berlin zu einer Lesung.

Auf dem Rückweg nach Israel verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand und sie legte einen Zwischenhalt in Zürich ein. In der Schweiz ist sie 1975 in einem Krankenhaus verstorben. Die Todesursache war ein Krebsleiden.

Neben der Berliner Gedenktafel in Charlottenburg ehrte man Mascha Kaléko auch in Kladow und Hellersdorf. Seit 2011 heißt ein Park in Hellersdorf Mascha-Kaléko-Park. 2015 kam in Kladow der Mascha-Kaléko-Weg hinzu.

Eine Dichterin, nach der eine Straße und ein Park benannt worden ist, die zudem mit einer Berliner Gedenktafel geehrt worden ist. Eine der vielen Besonderheiten in Berlin.

Text/Foto: Adam Neef

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
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