In den letzten Tagen im September waren Berliner Polizeibeamte anlässlich der DiS-Tage (Drogen im Straßenverkehr) auf Berlins Straßen unterwegs. Die Bilanz kann sich sehen lassen.
– 1.330 Fahrzeuge und 1.366 Personen kontrolliert
– 66x Einfluss berauschende Substanzen
– 68x Blutentnahmen
– 24x Fahren ohne Fahrerlaubnis
– 3x Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz
– 7x Verstoß gegen das Waffengesetz
– 22x Fahrzeuge wegen technischer Mängel sichergestellt

Guido Leese ist Berliner GdP-Landesvizevorsitzender (Gewerkschaft der Polizei). Guido Leese erklärte: „Die DiS-Tage sind wichtige Maßnahmen, auch wenn wir den Kontrolldruck eigentlich an 365 Tagen im Jahr brauchen. Wir sehen seit Längerem die verheerende Entwicklung, dass sich immer mehr Menschen mit allen möglichen Substanzen im Blut völlig berauscht hinters Steuer setzen, so eine Gefahr für sich und andere darstellen. Durch die Cannabis-Teillegalisierung ist in der Praxis zu spüren, dass der Mischkonsum mit Alkohol noch mal zugenommen hat, auch wenn es hier mangels gesonderter Erfassung an aussagekräftigen Statistiken fehlt. Nach wie vor mangelt es uns an entsprechender moderner Messtechnik, so dass wir weiterhin vor Ort keinen genauen THC-Gehalt bestimmen können. Das sorgt dann zwangsläufig dafür, dass wir Menschen erst einmal zur Blutentnahme mitnehmen müssen und auch die -Analyse Zeit benötigt, die wir nicht haben. Natürlich kostet entsprechende Technik Geld, das wäre aber nachhaltig investiert, weil wir unsere Kollegen dann effektiver einsetzen und einer unserer zentralen Kernaufgaben – Der Sicherheit im Straßenverkehr – besser nachkommen könnten.“
Das teilte unserer Redaktion Guido Leese, Berliner GdP-Landesvizevorsitzender, mit. (Fotos: Volker Neef; Frank Pfuhl)