„Chancen in Qingdao – gemeinsam neue Horizonte gestalten“, unter diesem Titel lud das Informationsbüro der ostchinesischen Stadt Qingdao (unterstützt durch die deutsche China Book Trading – CBT – GmbH durch Herrn Vize-Präsidenten Bao Jianguo) am 22. September nach Frankfurt a.M. zu einem „Qingdao-Deutschland-Forum für Wirtschafts-, Handels-, Kultur- und Tourismuskooperation 2026“ ein. Schauplatz: Ein Kulturzentrum in Frankfurts City, und der Veranstaltungssaal war dekoriert mit zahlreichen Fotos von Qingdao.

Wenn Deutsche den Namen Qingdao hören, denken sie nicht selten an den Namen des dort gebrauten Tsingtao Bier. Die Brauerei zählt zu den größten des Landes und das Bier wird in mehr als 100 Länder exportiert. Und dieses Bier hat deutsche Wurzeln. Qingdao (Tsingtau) war nämlich von 1898 bis 1914 die Hauptstadt des von China gepachteten „Deutschen Schutzgebiets“ Kiautschou und die einzige deutsche Kolonie in Ostasien. Und 1903 wurde die Brauerei von Deutschen dort unter dem Namen „Germania-Brauerei“ gegründet. Aber nicht nur die Brauerei hat deutsche Wurzeln. Denn Deutschland baute zugleich Tsingtau (heute Qingdao) zu einer modernen Hafenstadt aus. Und die Altstadt Qingdaos hat viele deutsche Bauwerke mit typisch europäischen Stilmerkmalen bewahrt. Die Gouvernementsbauten, Residenzen, Kasernen, Landhäuser, Schulen, der Bahnhof, das Seemannshaus und die Post sowie zahllose Wohngebäude werden weiterhin gut erhalten genutzt. Zugleich ist das in der chinesischen Provinz Shandong (Nr. 3 im GDP-Ranking der chinesischen Provinzen) gelegene Qingdao heute eine herausragende Wirtschaftsmetropole, mit einem der größten Container-Häfen der Welt.

Sehr informativ eingeführt in die Veranstaltung wurden die sehr zahlreichen Gäste – unter ihnen der Bürgermeister von Ransbach-Baumbach in Rheinland-Pfalz, Herr Michael Merz – durch die Moderatorin, Frau Gao Fei. Sie erinnerte daran, dass Qingdao bereits sehr zahlreiche Kontakte nach Deutschland pflege. Aber man wolle die Zusammenarbeit noch weiter ausbauen und deshalb die Stadt noch bekannter machen. Es folgte eine filmische Präsentation Qingdaos mit alten und neuen Bildern, „Qingdao früher und heute“. Und heute, so wurde aufgezeigt, ist Qingdao eine moderne Hi-Tech-Metropole.

Anschließend sprach MDgt. a.D. Dr. Michael Borchmann ausführlich zu seinen Eindrücken über Qingdao. Er selbst habe bereits das Vergnügen gehabt, Qingdao zu besuchen. Und mehrfach, sei es in Frankfurt, sei es in Hamburg, habe er an Präsentationen der Stadt teilgenommen. Er erinnerte auch die deutschen Städtepartnerschaften mit Regensburg und Mannheim. Ferner: Die deutsche Fußballtrainer-Legende Klaus Schlappner sei erster ausländischer Trainer der chinesischen Fußball-Nationalmannschaft gewesen und anschließend mit einer Fußballschule im deutsch-chinesischen Ökopark in Qingdao aktiv gewesen.

Es folgte eine Ansprache von Herrn Rechtsanwalt Kai Scholz, Hessen-Repräsentant des Bundesverbandes für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA). Er wies auf die Gemeinsamkeiten Frankfurts und Qingdaos hin und stellte die Arbeit seines Verbandes vor. Man stehe gerne als Ansprechpartner für Kontaktaufnahmen zwischen beiden Städten zur Verfügung. Herr D. Eng. (us-amerikanisch für Dr. ing.) Martin Buerkle, Inhaber einer Akademie für Erwachsenenbildung, stellte seinerseits das Angebot seiner Akademie an Fortbildungen namentlich im technischen Bereich vor.
Abgeschlossen wurde die Veranstaltung mit einem „Get-Together“.
Text/Foto: RRB