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Berliner und Brandenburger IHKs begrüßen Emirates-Pläne für BER
Emirates-Crew (Foto: Frank Pfuhl)
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Berliner und Brandenburger IHKs begrüßen Emirates-Pläne für BER

Berliner und Brandenburger IHKs begrüßen Emirates-Pläne für BER

 Anpassung der Luftverkehrsabkommen gefordert

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin sowie die Brandenburger Industrie- und Handelskammern begrüßen ausdrücklich die jüngsten Pläne der Fluggesellschaft Emirates, den Flughafen Berlin Brandenburg (BER) künftig mit täglichen Flügen an ihr internationales Drehkreuz in Dubai anzubinden. Die Fluggesellschaft strebt eine tägliche Verbindung zwischen Berlin und Dubai an, die jedoch noch der Genehmigung durch die Bundesregierung bedarf. Emirates bemüht sich bereits seit Jahren um entsprechende Verkehrsrechte und sieht in der Hauptstadtregion einen attraktiven Wachstumsmarkt.

(Foto: Frank Pfuhl)

„Die Hauptstadtregion braucht endlich eine moderne und bedarfsgerechte internationale Anbindung. Die Pläne vonEmirates zeigen, dass das Interesse am Standort Berlin groß ist. Jetzt ist die Politik gefordert, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen“, betonte für die Brandenburger Kammern, Jens Warnken, Präsident der IHK Cottbus.

Wirtschaft braucht bessere internationale Anbindung

Die aktuelle Situation am BER bleibt aus Sicht der regionalen Wirtschaft unzureichend. Der Flughafen verfügt derzeit lediglich über eine sehr begrenzte Zahl an Langstreckenverbindungen – insgesamt sind es nur rund acht.

Für international tätige Unternehmen stellt dies ein erhebliches Standortdefizit dar. Bei Ansiedlungsprojekten ist die internationale Erreichbarkeit häufig ein entscheidender Faktor für Investitionsentscheidungen. Das Fehlen direkter Langstreckenverbindungen – etwa nach San Francisco, Tokio oder nach Bangkok – schwächt die Wettbewerbsfähigkeit der Hauptstadtregion im globalen Wettbewerb.

Robert Rückel (Foto: Frank Pfuhl)

„Wirtschaft braucht Konnektivität. Es darf nicht sein, dass die Bundesregierung ihre Hauptstadt aus regulatorischen Gründen behindert“, so Robert Rückel, Vizepräsident der IHK Berlin. 

Regulatorische Hürden bremsen Entwicklung

Hintergrund der aktuellen Situation sind bestehende bilaterale Luftverkehrsabkommen, insbesondere zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Diese erlauben es Emirates derzeit, maximal vier deutsche Flughäfen anzufliegen – Berlin gehört nicht dazu.

Eine Aufnahme des BER in das Streckennetz wäre daher aktuell nur möglich, wenn die Airline ein bestehendes Ziel aufgeben würde.

IHKs fordern Anpassung bestehender Abkommen

Vor diesem Hintergrund appellieren die IHK Berlin und die Brandenburger IHKs an die Bundesregierung: Die bestehenden bilateralen und multilateralen Luftverkehrsabkommen müssen dringend so weiterentwickelt werden, dass sie den tatsächlichen Bedarf von Bevölkerung und Wirtschaft in der Hauptstadtregion widerspiegeln.

Dazu gehört insbesondere:

– die Erweiterung bestehender Verkehrsrechte für internationale Airlines

– der Abbau regulatorischer Beschränkungen, die zusätzliche Langstreckenverbindungen verhindern

– sowie die Schaffung fairer und wettbewerbsorientierter Rahmenbedingungen im internationalen Luftverkehr.

Mehr Umsteigeverbindungen bedeuten mehr Kosten und CO₂. Für Reisende und Unternehmen hat die aktuelle Situation spürbare negative Folgen: Mangels Direktverbindungen sind Passagiere gezwungen, über andere europäische Drehkreuze zu fliegen. Dies führt zu zusätzlichen Kurzstreckenflügen, längeren Reisezeiten und höheren Kosten. Zugleich entstehen durch Umwege und zusätzliche Flüge vermeidbare CO₂-Emissionen – ein klarer Widerspruch zu den klimapolitischen Zielen im Verkehrssektor.

Deutschland darf nicht weiter zurückfallen

Die IHKs warnen, dass Deutschland im internationalen Luftverkehr zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit verliert. Gerade die Hauptstadtregion ist auf ein leistungsfähiges Netz aus Europa- und Langstreckenverbindungen angewiesen. 

Das teilte unserer Redaktion die Pressestelle der IHK Berlin mit. (Foto: Frank Pfuhl)

FR
Frank Pfuhl
SDHB Redaktion Berlin
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