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Bundesverteidigungsminister Pistorius besuchte Heimatschutzdivision und Wachbataillon
Generalmajor Andreas Henne und Bundesminister Boris Pistorius (Foto: Volker Neef)
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Bundesverteidigungsminister Pistorius besuchte Heimatschutzdivision und Wachbataillon

Am 15. Juli stand der Norden von Berlin im Mittelpunkt von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Er besuchte in Tegel-Nord die Heimatschutzdivision und im Wedding die Julius-Leber-Kaserne. Dort ist das Wachbataillon stationiert.

Der Bundesverteidigungsminister führte Gespräche mit den Kommandeuren und Soldatinnen und Soldaten der Heimatschutzdivision und des Wachbataillons. Er wollte sich einen Eindruck von der Ausrüstung und dem Ausbildungsstand der beiden Verbände schaffen. Zudem überreichte Boris Pistorius ein Fahnenband an das Wachbataillon.

Bundesminister Boris Pistorius überreicht Fahnenband (Foto: Volker Neef)

Die Historie der Fahnenbänder, dekorative Stoffstreifen an militärischen Fahnen und Standarten, reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. In Preußen bezeichnete man sie als Ehren- und Paradebänder, anderswo im Deutschen Reich nutzte man den Begriff Fahnenbänder. Die Fahnenbänder symbolisierten Ehre, Auszeichnung und die Tradition der Militärverbände.

Oberstleutnant Maik Teichgräber und Bundesminister Boris Pistorius (Foto: Volker Neef)

Das Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung ist ein Infanterieverband der Bundeswehr und wird medial und von politischer Seite oft als Visitenkarte Deutschlands, Gesicht der Bundeswehr oder Aushängeschild der wehrhaften Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet. Der Infanterieverband mit Protokollauftrag schützt Einrichtungen des Bundes und repräsentiert die Bundesrepublik Deutschland sowie die Bundeswehr. Das Bataillon leistet seinen Dienst als Hauptstadtverband mit rund 1.100 Soldatinnen und Soldaten. Geleitet wird es von Oberstleutnant Maik Teichgräber. Während die aktive Truppe im Kriegsfall den eigentlichen Kampf gegen den Feind führt, ist der Heimatschutz für Sicherheit und Organisation im Inneren zuständig. Im Verteidigungsfall schützt man die Dienstsitze des Bundesministeriums der Verteidigung sowie Anlagen des Bundes. Dazu zählen z. B. das Bundespräsidialamt, das Bundeskanzleramt und der Bundestag. Bereits im Februar 1957 hat man das Wachbataillon aufgestellt. Damit ist es einer der ältesten Verbände in der Bundeswehr.

Minister Pistorius beobachtet eine Kampfdrohne (Foto: Volker Neef)

Der Kommandeur der Heimatschutzdivision ist Generalmajor Andreas Henne. Heimatschutz ist ein Markenzeichen der Bundeswehr. Er ist ein wesentlicher Teil der Landes- und Bündnisverteidigung. Im Verteidigungsfall muss die Bundeswehr zwei große Aufgaben erfüllen: Erstens muss sie sich mit ihren Streitkräften dort feindlichen Kräften stellen, wo das Verteidigungsbündnis angegriffen wird. Zur aktuellen sicherheitspolitischen Lage gehört die Bedrohung an der Ostflanke der NATO. Zweitens muss die Bundeswehr auf dem eigenen Territorium für Sicherheit sorgen und dafür, dass Deutschland als logistische Drehscheibe der NATO reibungslos funktioniert. Genau das macht Heimatschutz. Im April 2025 stellte man die Heimatschutzdivision auf. Zur Division gehören ca. 4.400 Reservedienstleistende und 390 aktive Soldaten und Soldatinnen.

Der Bundesminister führte in Tegel-Nord auch Gespräche mit Soldatinnen und Soldaten des neuen Drohnenabwehrzugs der Bundeswehr. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hatte bereits im Vorfeld angekündigt, im Sommer auf Tuchfühlung mit den Soldatinnen und Soldaten zu gehen. Seine Tour begann am 13. Juli und wird am 24. Juli enden. Auf dem Besuchsprogramm stehen Standorte und Truppenteile der Bundeswehr in ganz Deutschland.

Text/Foto: Volker Neef

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
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