Geworben hatten die Frankfurter Veranstalter zu dem am 14. Juni beendeten Frankfurter Drachenbootfest 2026 u. a. mit den Worten: „Genießen Sie authentische Hunan-Kultur, erleben Sie den Charme von Hengyang“. Und in der Tat: Die Künstlerinnen und Künstler aus Hengyang prägten das Kulturprogramm des Festes in sehr profilierter, ja eindrucksvoller Weise.

Frau Delegationsleiterin Zhou Yumei bei ihrem Grußwort (Foto: RRB)
Zu der Stadt Hengyang: Gelegen ist die Stadt im Süden der chinesischen Provinz Hunan. Sie ist nach der Hauptstadt Changsha die zweitgrößte Stadt Hunans und ein bedeutendes industrielles und kulturelles Zentrum. Sie weist eine mehr als zweitausendjährige Geschichte auf, ist bekannt für ihr reiches kulturelles Erbe, ihre landschaftliche Schönheit und ihr lebendiges Bildungsumfeld. Gelegen ist sie am Ufer des Xiang Flusses (eines Nebenflusses des Jangtse und hat ca. 6,5 Mio. Einwohner.

Angereist zum Frankfurter Drachenbootfest waren eine sechsköpfige Delegation offizieller hochrangiger Vertreter der Stadt. Die Leitung hatte Frau Zhou Yumei inne. Sie ist Chefin des Amtes für Öffentlichkeitsarbeit. Zu Gast in Hessen waren auch zahlreiche Künstlerinnen und Künstler (das Gesangs- und Tanzensemble der Stadt Hengyang).

Aufführung „Kirschen pflücken“ (Foto: RRB
Und Frau Zhou Yumei betonte in ihrem Grußwort zur Eröffnung des Festes, dass Hengyang eine bedeutende historische Tradition besitze. Ebenfalls sei es reich an kulturellen touristischen Attraktionen. Sie hoffe, mithilfe des Drachenbootfestes diese Plattform nutzen zu können, um den kulturellen Charme der Provinz Hunan zu präsentieren und den lokalen Austausch und die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.

Herr Li Xianqiu und Frau Delegationsleiterin Zhou Yumei (Foto: RRB)
Es folgte ein Feuerwerk brillanter künstlerischer Darbietungen, beginnend mit dem Tanz „Das Erbe des Schattenspiels“ und Bian Lian (Traditionelles Gesichtswechseln). Der chinesische Gesichtswechsel gilt als eine der geheimsten und herausforderndsten Kunstformen der Sichuan-Oper. Diese Technik ermöglicht es dem Darsteller, innerhalb von Sekundenbruchteilen seine Maske zu wechseln, oft ohne die Maske abzunehmen. Die Farben der Masken symbolisieren verschiedene Emotionen und Charaktere, und die Geschwindigkeit und Präzision der Veränderungen sind so nahtlos, dass sie magisch erscheinen. Weitere Stücke mit Namen wie Hengyang-Qi-Oper „Kirschen pflücken“, Tanz „Trinklied-Tanz“ (Baijiu-Festtanz), Volkslieder-Medley „Der kleine Rückenkorb“ & „Die Schönheit von Hengyang“, Hengyang-Sixian „Die Blumen blühen in allen vier Jahreszeiten“ und Pekingoper „Lobgesang auf die Birnenblüte“ folgten. Und die Künstlerinnen und Künstler bekamen den verdienten rauschenden Applaus.

Die Künstlerinnen und Künstler im Gruppenfoto mit Herrn Li Xianqiu (hinten 7.v.l.) und Dr. Michael Borchmann (hinten 6.v.r.) – (Foto: Frau Wang Nan)
Ein Treffen der Delegation gab es anschließend auch mit Herrn Li Xianqiu. Er ist Vorsitzender des 2014 gegründeten „Vereins der Hunan- Chinesische und Xiang-Shang in Deutschland e.V“. Und Herr Li, in Frankfurt am Main wohnhaft, stammt eben aus der Stadt Hengyang. Und eingeladen zu diesem Treffen hatte Herr Li auch MDgt. a.D. Dr. Michael Borchmann, dessen erste Chinareise in seinem früheren staatlichen Amt nach Hunan geführt hatte.
Text: RRB
Fotos: RRB; Frau Wang Nan