NEWS
Die vier W´s – Wen wollen wir wählen? -Heute: BSW
Alexander King und Sahra Wagenknecht (Foto: Privat)
AktuellesPolitik

Die vier W´s – Wen wollen wir wählen? -Heute: BSW

Am 20. September 2026 finden in der Bundeshauptstadt Berlin gleich zwei Wahlen zu Parlamenten statt. Die Berliner Wählerinnen und Wähler entscheiden über eine neue Zusammensetzung des Berliner Abgeordnetenhauses und den 12 Bezirksversammlungen. Unser Medium lässt jeweils von einer Partei einen Vertreter zu Wort kommen. 

IN EIGENER SACHE teilen Verleger und Chefredaktion mit: Einzig und allein unser Interviewpartner ist für die von ihm gemachten Aussagen verantwortlich. Die Redaktion hat auf die Erläuterungen des Politikers keinerlei Einfluss genommen. Ausdrücklich teilen wir an dieser Stelle auch mit: Unser Verlagshaus stellt jedem dieser Parteienvertreter unser Medium kostenfrei zur Verfügung! Die betreffende Partei musste keineswegs diesen Artikel als Werbung buchen.

In diesem Artikel kommt die Partei BSW zu Wort. Für sie spricht Dr. Alexander King. Er gehört dem Berliner Abgeordnetenhaus an. Der Parlamentarier Dr. Alexander King aus dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg bildet zusammen mit Josephine Thyret als Doppelspitze den Landesvorstand Berlin der Partei BSW.

HAUPTSTADTECHO: Begründen Sie bitte, warum man die Partei BSW wählen sollte!

Dr. Alexander King: „Meine Antwort auf die Frage, warum man dieses Mal BSW wählen sollte:

Berlin braucht einen Neuanfang. Und das geht nur mit einer neuen politischen Kraft. Diese neue Kraft will das BSW sein. Wir treten erstmals bei Berlinwahlen an und haben es geschafft, überall in Berlin mit allen drei Stimmen – Erststimme für den Direktkandidaten, Zweitstimme für die Landesliste und dazu die BVV-Stimme – wählbar zu sein. Dafür mussten wir in ganz Berlin Tausende von Unterschriften sammeln. Dabei fiel uns auf, wie groß der Wunsch vieler Menschen nach einem politischen Wandel ist und welche Hoffnung sie dabei auf das BSW setzen.

Dabei sind uns diese Themen besonders wichtig:

Wohnen ist das zentrale Thema, das die meisten Berliner direkt betrifft.
In den letzten 10 Jahren sind die Angebotsmieten in Berlin um 70 Prozent gestiegen – unter der Regentschaft von SPD, Linke, Grüne und CDU. Wir müssen hier eigentlich von Staatsversagen sprechen. Die Regulierungen, die es gibt und die auch sinnvoll sind, wie Mietspiegel, Zweckentfremdungsverbot oder Mietpreisbremse, werden gar nicht kontrolliert, weil die Verwaltung dazu offenbar nicht in der Lage ist.
Hier müssen in der Verwaltung andere Prioritäten gesetzt werden. Außerdem brauchen wir einen Mietendeckel und verstärkte Anstrengungen beim kommunalen Neubau.

Dr. Alexander King, MdA (Foto: Ben Gross)

Dann die Schulbildung: Wir wollen die Kita-Pflicht ausweiten. Wir sind auch für die Wiedereinführung der Vorschule, die es früher einmal gab. Ziel muss sein, dass alle Kinder in der ersten Klasse wirklich auf einem vergleichbaren Stand sind, damit Kinder ohne ausreichende Sprachkenntnisse nicht von Anfang an im Hintertreffen sind und insgesamt das Lernniveau in der Klasse nach unten ziehen. Die Berufsorientierung in den weiterführenden Schulen wollen wir mit mehr Pflichtpraktika ausbauen. Der sogenannte Fachkräftemangel ist hausgemacht und sollte nicht durch noch mehr Migration ausgeglichen werden, sondern indem man den Menschen, die hier leben, fördert.

Dritter Punkt: Wir haben über lange Zeit eine Energiepolitik erlebt, die vor allem einer Klimaideologie hinterhergelaufen ist. Es ging immer nur darum, ob Energie möglichst grün ist oder nicht. Ich sitze seit viereinhalb Jahren im Ausschuss für Wirtschaft und Energie und habe immer gesagt, dass die entscheidenden Fragen die Preise und die Versorgungssicherheit sind. Das hat lange Zeit kaum jemanden interessiert. Erst als die Krisen kamen und die Energiepreise durch die Decke gingen, wurde das plötzlich zum Thema. Die Senkung der Energiepreise würde sich nicht nur direkt an der Tankstelle auswirken, sondern auch auf die Heizkosten und die Lebenshaltungskosten allgemein.

Und schließlich die Wirtschaft: Wir setzen uns für den Abbau der Überregulierung ein. Gerade kleine Betriebe und die Gastronomie leiden bis heute unter den Spätfolgen der Corona-Maßnahmen, die für viele existenzbedrohend waren. Sie müssen entlastet werden, damit sie sich wieder erholen können. Jetzt kommen noch die Rückforderungen der Corona-Hilfen hinzu. Das treibt gerade viele kleine Gaststätten an den Rand des Ruins. Hier brauchen wir flexible Regelungen.

Die Grundvoraussetzung dafür, dass das alles gelingt, ist allerdings, dass wir Frieden in Europa haben und wieder mit Russland wirtschaftlich kooperieren können. Deshalb treten wir als die Berliner Friedenspartei an. Berlin soll wieder Hauptstadt des Friedens sein und nicht Frontstadt in einem Krieg gegen Russland werden. Zumal die gegenwärtige Aufrüstung massive Kürzungen im Sozialstaat nach sich ziehen, die wir hier in Berlin schmerzhaft spüren werden, von der Wohngeld- bis zur GKV-„Reform“ verlieren vor allem Mieter und Patienten – letztlich wir alle. Diesen Weg vom Sozial- zum Militärstaat wollen wir aufhalten und umkehren“.

HAUPTSTADTECHO: Sollte einer unserer werten Leser eine Nachfrage haben, wie kann man mit Ihnen in Kontakt treten?

Dr. Alexander King: „Meine Emailadresse lautet:

king@alexander-king.de

HAUPTSTADTECHO: Vielen Dank für das Gespräch.

Text: Volker Neef

Fotos: Privat; Ben Gross

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
Artikel teilen: Facebook X / Twitter
Newsletter & E-Paper

Bleiben Sie immer informiert –
kostenlos, wöchentlich, direkt.

Das HauptstadtEcho E-Paper erscheint monatlich mit allen Beiträgen aus Politik, Touristik, Kultur und Wirtschaft – als PDF in Ihrem Postfach.

Kein Spam. Abmeldung jederzeit möglich. DSGVO-konform.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner