NEWS
Marko Penić (AfD): Die vier W´s – Wen wollen wir wählen?
Marko Penić (Foto: Privat)
AktuellesPolitik

Marko Penić (AfD): Die vier W´s – Wen wollen wir wählen?

Am 20. September 2026 finden in der Bundeshauptstadt Berlin gleich zwei Wahlen zu Parlamenten statt. Die Berliner Wählerinnen und Wähler entscheiden über eine neue Zusammensetzung des Berliner Abgeordnetenhauses und den 12 Bezirksversammlungen. Unser Medium lässt von den Parteien Vertreter zu Wort kommen. 

IN EIGENER SACHE teilen Verleger und Chefredaktion mit: Einzig und allein unser Interviewpartner ist für die von ihm gemachten Aussagen verantwortlich. Die Redaktion hat auf die Erläuterungen des Politikers keinerlei Einfluss genommen. Ausdrücklich teilen wir an dieser Stelle auch mit: Unser Verlagshaus stellt jedem dieser Parteienvertreter unser Medium kostenfrei zur Verfügung! Die betreffende Partei musste keineswegs diesen Artikel als Werbung buchen.

Marko Penić (AfD) kommt zu Wort. Er kandidiert im Bezirk Reinickendorf für das Bezirksparlament. Marko Penić ist im Ortsteil Reinickendorf geboren und aufgewachsen. Er studierte Politik- und Verwaltungswissenschaften und war von 2020 bis 2022 Mitglied des Bezirksvorstandes der AfD Reinickendorf. Derzeit ist er Mitglied des Berliner Landesvorstandes der AfD-Jugendorganisation und arbeitet als Büroleiter für einen Berliner Bundestagsabgeordneten.

Hauptstadtecho: Warum sollten die Reinickendorferinnen und Reinickendorfer Sie wählen?

Marko Penić: „Die AfD ist die einzige Partei, die es mit Reinickendorf ernst meint. Zur politischen Bilanz unseres Bezirks gehört zunächst nämlich eine einfache Tatsache: Seit der ersten freien Nachkriegswahl 1946 kamen sämtliche Reinickendorfer Bezirksbürgermeister aus SPD oder CDU. Beide Parteien hatten damit zusammen acht Jahrzehnte Zeit, den Bezirk politisch zu gestalten. Wer heute Verbesserungen ankündigt, muss sich deshalb auch daran messen lassen, was in dieser langen Zeit erreicht wurde und welche Probleme weiterhin bestehen. Und Reinickendorf steht vor sehr konkreten Problemen.

Ein offensichtliches Beispiel ist die Sauberkeit im öffentlichen Raum. 2025 wurden allein in Reinickendorf über 11.000 Meldungen zu illegalen Müllablagerungen registriert. Allein bis Ende Mai dieses Jahres waren es bereits fast 5.800 Meldungen. Im vergangenen Jahr setzte das Reinickendorfer Ordnungsamt wegen illegaler Müllentsorgung Bußgelder in Höhe von über 50.000 Euro fest. Wir als AfD Reinickendorf fordern deshalb unter anderem zwei kostenfreie Sperrmüllabholungen pro Jahr, eine schnellere Beseitigung illegaler Ablagerungen und eine konsequentere Verfolgung der Verursacher.

Auch bei der Sicherheit lohnt ein genauer Blick auf die Zahlen. 2025 registrierte die Polizei in Reinickendorf über 24.000 Straftaten. Die Gesamtzahl ist gegenüber 2024 zwar leicht gesunken, gleichzeitig stieg aber beispielsweise die Zahl der Wohnungseinbrüche um rund 37 Prozent. Wir als AfD möchten genau dort ansetzen: regelmäßige Kontrollen an Kriminalitätsschwerpunkten wie dem Franz-Neumann-Platz, stärkere Präsenzreviere und sichtbare Kontaktbereichsbeamte, bessere Beleuchtung an Angsträumen sowie Videoüberwachung an bekannten Gefahrenstellen. Wir fordern außerdem einen dritten Polizeiabschnitt für Reinickendorf.

AfD-Politiker Marko Penic (li.) und Rolf Wiedenhaupt, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses (Foto: Volker Neef)

Beim Wohnungsbau zeigt sich ein anderes Problem: Zwischen politischer Ankündigung und tatsächlichem Bau liegen häufig viele Jahre. Auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik sollen rund 600 Wohnungen entstehen. Das Werkstattverfahren begann bereits 2022, nach aktuellem Stand der GESOBAU ist der Baubeginn aber erst für 2028 vorgesehen. Seit Februar 2026 werden zunächst die alten Sternhäuser zurückgebaut. In unserem Programm fordern wir hier einen deutlich schnelleren Beginn des Wohnungsbaus und zugleich verbindliche Infrastruktur-Folgeabschätzungen bei neuen Quartieren, damit Wohnungen, Kitas, Schulen, Verkehr und Grünflächen gemeinsam geplant werden. Hinzu kommen die Reaktivierung vorhandener Gebäude und eine stärkere Unterstützung von Wohneigentum und Genossenschaftsbau für einheimische Familien.

Gerade bei der Verwaltung gibt es zudem ein Beispiel aus Reinickendorf selbst, an dem sich die erfolgreiche politische Arbeit der AfD messen lässt.  Sebastian Maack war von 2016 bis 2021 Bezirksstadtrat für Bürgerdienste und Ordnungsangelegenheiten. Bei seinem Amtsantritt betrugen die Wartezeiten im Standesamt für Geburts- und Sterbeurkunden acht Wochen und mehr und der Krankenstand lag zeitweise bei bis zu 50 Prozent. Durch veränderte Abläufe und vorübergehende Personalverstärkung konnten die größten Probleme innerhalb von sechs Wochen beseitigt werden. Nur ein halbes Jahr später hat das Reinickendorfer Standesamt bereits überdurchschnittlich kurze Bearbeitungszeiten erreicht. Bei illegalen Müllablagerungen startete unser Stadtrat ein Pilotprojekt mit einem mehrsprachigen Informationsflyer, das die Ablagerungen im Testgebiet um etwa ein Drittel reduziert hat. Hier konnte man sehen, was möglich ist, wenn die AfD im Bezirk mitregiert.

Unsere Forderungen sind daher klar: Verwaltungsabläufe vereinfachen, digitale Dienstleistungen ausbauen, bei gleichzeitiger Erhaltung analoger Zugänge, mobile und dezentrale Bürgerdienste stärken, vorhandenes Personal besser einsetzen und unnötige Verordnungen abbauen.

Reinickendorf braucht keine weiteren leeren Versprechen, sondern eine Bezirkspolitik, die sich an konkreten Ergebnissen messen lässt. Ob Bürgeramt, Sauberkeit, Sicherheit, Verkehr oder Wohnungsbau: Entscheidend ist, ob Probleme tatsächlich gelöst, Verfahren beschleunigt und Verbesserungen im Alltag der Reinickendorfer spürbar werden. Dass auch in einem Berliner Bezirksamt Veränderungen möglich sind, wenn vorhandene Spielräume konsequent genutzt werden, konnten wir in Reinickendorf bereits beweisen. An diesem Maßstab möchte auch ich mich orientieren: Probleme klar benennen, konkrete Lösungen vorlegen und anschließend Rechenschaft darüber ablegen, was davon tatsächlich umgesetzt wurde.

Dafür bitte ich die Reinickendorfer um ihr Vertrauen“.

Hauptstadtecho: Falls einer unserer werten Leser eine Rückfrage haben sollte: Wie kann man Ihnen in Kontakt treten?

Marko Penić: „Sie erreichen mich jederzeit unter der E-Mail-Adresse

info@afd-reinickendorf.de

oder an einem unserer vielen wöchentlichen Infostände in Reinickendorf.

Hauptstadtecho: Vielen Dank für das Gespräch.

Text: Volker Neef

Fotos: Privat; Volker Neef

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
Artikel teilen: Facebook X / Twitter
Newsletter & E-Paper

Bleiben Sie immer informiert –
kostenlos, wöchentlich, direkt.

Das HauptstadtEcho E-Paper erscheint monatlich mit allen Beiträgen aus Politik, Touristik, Kultur und Wirtschaft – als PDF in Ihrem Postfach.

Kein Spam. Abmeldung jederzeit möglich. DSGVO-konform.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner