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13. Juni 2026
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13. Juni 2026Drachenbootfest 2026 in Frankfurt a.M. eröffnet
Der mitreißende Hüfttrommeltanz aus Yulin begeisterte die Besucher (Foto: RRB)
Am 12. Juni fand am Frankfurter Mainufer der festliche Auftakt zum diesjährigen, insgesamt dem dritten, Drachenbootfest (vom 12. bis 14.Juni) in der Mainmetropole statt.

Der Generalkonsul Chinas in Frankfurt a.M., Herr Huang Yiyang (hier mit einer Besucherin), hielt die Eröffnungsansprache (Foto: RRB)
Das Drachenbootfest fällt auf den 5. Tag des 5. Monats im traditionellen chinesischen Kalender, weshalb es auch „Doppelfünf-Fest“ genannt wird. In diesem Jahr ist dies der 19. Juni. In China ist das Drachenbootfest, auch Duanwu Festival genannt, eines der wichtigsten Feste, die dort gefeiert werden. Es ist einer der ältesten und beliebtesten traditionellen Feiertage der chinesischen Kultur neben dem chinesischen Neujahrsfest und dem Mondfest. 2009 wurde das Fest von der UNESCO in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Und diese Tradition wurde inzwischen nicht nur von Nachbarländern Chinas wie Japan und Vietnam aufgegriffen, sondern auch außerhalb Asiens wie etwa in Frankfurt am Main.

Durchschneiden des Eröffnungsbandes durch die Ehrengäste (Foto: RRB)
Der historische Hintergrund des Festes: Die Legende besagt, dass um 300 v. Chr. die vergeblichen Rettungsversuche für den Dichter Qu Yuan den Ursprung des Drachenbootfestes darstellen. Fischer wollten ihn mit lautem Trommeln und wilden Paddelschlägen vor gefährlichen Fischen schützen. Es war vergeblich. Am Tag des Drachenbootfests werden in Anlehnung an diese Versuche Drachenboot-Regatten veranstaltet. Ein derartiges Drachenboot ist ein besonders langes, offenes Paddelboot. Oft stellt es durch Bemalung oder Schnitzarbeiten sowie einen dekorativen Drachenkopf und -schwanz einen stilisierten chinesischen Drachen dar. Die Besatzung eines Drachenbootes besteht typischerweise aus 22 Teammitgliedern: 20 Paddlern, die paarweise auf Bänken sitzen und mit Stechpaddeln das Boot vorwärtsbewegen. Ein Trommler befindet sich am Bug, der den Rhythmus vorgibt. Der Steuermann am Heck macht seinem Namen alle Ehre, er steuert das Boot. An dem diesjährigen, vom Deutsch-Chinesischen Kunst und Kulturverein Frankfurt e.V. veranstalteten, Frankfurter Drachenbootfest nehmen 18 Teams aus dem In- und Ausland teil, die sich über eine Strecke von 250 Metern auf dem Main miteinander messen.

Frau Stv. Bezirksbürgermeisterin aus Yulin, Qian Mei, überreichte MDgt. a.D. Dr. Michael Borchmann ein „Silhouttenbild“ der Hüfttrommler und lud ihn in ihre Stadt ein (Foto: RRB)
Geworben hatten die Frankfurter Veranstalter u. a. mit den Worten: „Genießen Sie authentische Hunan-Kultur, erleben Sie den Charme von Hengyang“; „Spektakuläre Hüfttrommel aus Yulin (Shaanxi)“ oder auch „Südostasien-Flair entdecken“. Die Eröffnungszeremonie war zunächst entsprechend geprägt durch den mitreißenden Auftritt durch den dynamischen und kämpferischen „Hengshan Lao – Hüfttrommeltanz“ durch ein Ensemble aus der Stadt Yulin. Nicht zu Unrecht heißt es dazu im Internet, dass dieser Tanz das Blut der Zuschauer in Wallung bringe. Es folgten weitere kulturelle Darbietungen auf der großen Drachenbootfestbühne, namentlich durch die Künstlerinnen und Künstler der Stadt Hengyang (Provinz Hunan). So etwa der Tanz „Das Erbe des Schattenspiels“, das immer wieder besonders beeindruckende traditionelle „Gesichtswechseln“ – Bian Lian, eine Hengyang -Qi-Oper „Kirschen pflücken“, ein „Trinklied-Tanz“ und ein Medley chinesischer Volkslieder.

Die Zuschauer drängten sich, den „Löwentanz auf dem Wasser“ anzuschauen (Foto: RRB)
Bei den Ansprachen der Ehrengäste machte den Auftakt der chinesische Generalkonsul in Frankfurt a. M., Herr Huang Yiyang. Er unterstrich, dass das Fest Leute und Kulturen zusammenbringe. Die Drachenbootteams müssten für ihren Erfolg Solidarität und Teamwork aufbringen. Und dieser Geist habe grundsätzliche Bedeutung. Die Welt benötige Dialog statt Konfrontation. Dies entspreche zudem der Idee des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping von einer „menschlichen Gemeinschaft mit geteilter Zukunft“: und weiter der Generalkonsul: „Wir alle sitzen in einem Boot – gemeinsam können wir alle Stürme überwinden.“

Kambodschanische Khmer-Tänzerinnen auf der Veranstaltungsbühne (Foto: RRB)
Weitere Grußworte und gute Wünsche folgten, namentlich durch Herrn Gao Bong (Vorsitzender des Verbandes der zurückgekehrten Überseechinesen), Frau Zhou Yumei (Pressechefin aus Hengyang), Frau Qian Mei (Stv. Bezirksbürgermeisterin aus Yulin), Herrn Natapong Lathapia (Generalkonsul von Thailand in Frankfurt), Frau Engku Puteri Afandi (Generalkonsulin von Malaysia in Frankfurt) und Herrn Honorarkonsul Chanvann Mutt (Kambodscha). Nach dem Durchschneiden des Eröffnungsbandes durch die Ehrengäste. Klang der Eröffnungstag bis in den Abend mit weiteren kulturellen Darbietungen aus.
Text/Foto: RRB






















