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Frankfurt am Main: Empfang 30 Jahre Deutsche Hongkong Gesellschaft
Vorsitzender Frank Sperling begrüßte die Gäste (Foto: RRB)
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Frankfurt am Main: Empfang 30 Jahre Deutsche Hongkong Gesellschaft

„Seit drei Jahrzehnten setzt die „Deutsche Hong Kong Gesellschaft“ sich für den kulturellen und wirtschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und Hongkong ein – dieses Jubiläum möchten wir gemeinsam mit Ihnen feiern.“ Mit diesen Worten lud der Vorstand der „Deutschen Hongkong Gesellschaft“ zum 30. Juni zu einem Festakt anlässlich des 30jährigen Bestehens der Gesellschaft in die DZ-Bank nahe dem Frankfurter Hauptbahnhof ein.

Vorstand und Redner stellten sich zum Foto (Foto: RRB)

Seit ihrer Gründung im Jahr 1996 in Frankfurt am Main ist es das Ziel der „Deutschen Hongkong Gesellschaft e.V.“, Brücken zwischen Deutschland und Hongkong zu schlagen. Man versteht sich als mehr als ein Netzwerk – man versteht sich als eine Plattform für den Austausch von Wissen, Geschäftskontakten und kulturellen Verbindungen. Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus erfahrenen Hongkong-Kennern aus verschiedensten Branchen, die ihre Expertise und Kontakte einbringen. Man ist zudem eng mit dem Hong Kong Trade Development Council verbunden, namentlich dessen europäischem Regionalbüro. Das Europäische Regionalbüro des Hong Kong Trade Development Council (HKTDC) hat seinen Sitz wie auch die Gesellschaft in Frankfurt am Main. Es ist die offizielle Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hongkongs und hilft Unternehmen in Deutschland und ganz Europa dabei, Geschäftskontakte nach Hongkong und Asien aufzubauen.

l.-r.: Frau Yang Junzi (Phoenix TV), MDgt. a.D. Dr. Michael Borchmann, Frau Anne Thiesen (Hamburg Hafen) (Foto: RRB)

Und in der Eingangs genannten Einladung hieß es zudem konkret: „Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches Programm mit spannenden Rückblicken und Redebeiträgen neuer und alter Wegbegleiter. Ein ganz besonderer Programmpunkt wird die Buchvorstellung und der Vortrag von Frau Alexandra Unrein über die Street Art Kunst Hongkongs sein. Dabei gibt sie Einblicke in die Entstehung des Buches und erzählt die Geschichten hinter den Wandbildern der Stadt.“

Begrüßt wurden die Gäste durch den Vorsitzenden der Hongkong Gesellschaft, Herrn Frank Sperling. Er dankte Besuchern und Vorstand, ferner der DZ-Bank, die Räumlichkeiten und Catering zur Verfügung gestellt habe. Auch in Zeiten der Digitalisierung bleibe der persönliche Austausch von hoher Bedeutung. Der Vorsitzende informierte zudem, dass Vorstandsmitglied Frau Anne Thiesen (Hafen-Hamburg) die Verantwortung für das „Chapter Hamburg“ der Gesellschaft übernommen habe.

Frau Alexandra Unrein berichtete über Street-Art vor allem in Hongkong (Foto: RRB)

Einen Rückblick auf die Anfänge der Gesellschaft gab Gründungsmitglied Frau Lore Buscher (HKTDC). Die Überlegungen zur Gründung seien ein Jahr vor der Rückgabe Hongkongs an China vertieft worden. In die Überlegungen sei auch die Rolle einbezogen worden, die der in Hamburg ansässige Ostasiatische Verein (OAV) als ein führender Wirtschaftsverband für erfolgreiche Geschäftsbeziehungen mit der Region Asien-Pazifik spielt. Man sei jedoch zu der Überzeugung gelangt, dass Hongkong eines besonderen Augenmerks bedürfe und habe mit Unterstützung des HKTDC die Gesellschaft gegründet.

Über „Hongkong – früher und heute“ berichtete Herr Jürgen Kracht, seit 1971 in Hongkong ansässig. Das Problem der Informationen über Hongkong in Deutschland sei der Mangel deutscher Journalisten in Hongkong. Daher erfahre man hier allenfalls „second-hand-news“. Festzuhalten sei, dass weder das Rechtssystem noch das Steuersystem seit der Übergabe an China geändert worden seien. Hongkong sei zunächst „Kolonie“ der Briten gewesen, jetzt „Kolonie“ Chinas. Leider sei die Zahl der Besuche von Repräsentanten Hongkongs nach Europa und Deutschland sehr zurückgegangen. Jedenfalls bleibe Hongkong ein herausragender Finanzplatz und verfüge über ein hoch attraktives Schulsystem (u.a. 27 internationale Schulen). Überhaupt verfüge es über eine hohe Lebensqualität. Und: wenn man 7 Jahre dort gewohnt und gearbeitet habe, habe man dort ein Bleiberecht. Großes Lob hatte der Redner aber auch für die benachbarte chinesische Metropole Shenzhen bereits: 1970 ein unbedeutender armer „Fleck“, und heute habe man an Wirtschaftskraft sogar Hongkong überholt. Seine breiten Chinakenntnisse wird Herr Jürgen Kracht noch in diesem Jahr in einem Buch „Das ist China. Auf Spurensuche durch 30 Jahre China-Geschäft“ publizieren.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Präsentation „Colourful Hongkong – Street Art Stories“ durch Frau Alexandra Unrein. Sie wandte sich zunächst allgemein der Entstehung der Street-Art-Bewegung als alternative Kunst (Graffiti) in Philadelphia und New York zu, als Zeichen jugendlicher Akteure, „dass man zur Stadt gehöre“. Allmählich kam es auch zur Einrichtung einschlägiger Galerien, eigenen Festivals. Auch in Hongkong habe dies Einzug gehalten und sei nicht mehr wegzudenken. Da sie vergeblich nach Street-Art-Literatur über Hongkong gesucht habe, habe sie ein eigenes Buch darüber verfasst.

Die Veranstaltung klang mit einem Empfang und „Netzwerken“ aus.

Text/Foto: RRB

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
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