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Frankfurter Buchmesse: Eine literarische und kulturelle Begegnung zum Mondfest
Frau Konsulin Sun Yan überbrachte die Glückwünsche des Frankfurter Generalkonsulats (Foto: RRB)
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Frankfurter Buchmesse: Eine literarische und kulturelle Begegnung zum Mondfest

Das Mondfest wird nach dem traditionellen chinesischen Kalender am 15. Tag des 8. Mondmonats begangen, und dieses Jahr fiel es auf den 25. September. Der zeitliche Zusammenhang zur Frankfurter Buchmesse 2026 (vom 7. bis 11. Oktober) war für das Fremdenverkehrsamt der VR China FVA) in Frankfurt am Maina und die in der Region ansässige „China Book Trading“ (CBT) geeigneter Anlass zu einer Präsentation auf der Messe, die Mond, Literatur und Kultur in einen engen Zusammenhang setzte. Der Titel: „Verbunden unter demselben Mond – Literarische und kulturelle Begegnung zum Mondfest“.

Ehrengäste und Mitwirkende haben sich für die Fotografen aufgestellt (Foto: RRB)

Den Auftakt machte die Vorführung eines Filmes, der die mit der Entstehung des Mondfestes verbundene Legende ebenso bildlich darstellte wie etwa die Herstellung von Mondkuchen sowie die mit vielen Lichtern verbundenen Feierlichkeiten in China.

Anschließend dankte die Moderatorin den Veranstaltern Fremdenverkehrsamt (vertreten durch Frau Direktorin He Yi) und CBT (vertreten durch Herrn Präsidenten Zhang Liang) und begrüßte als weitere der zahlreich erschienen Ehrengäste namentlich die Redner, Frau Konsulin Sun Yan und Dr. Michael Borchmann, sowie Herrn Gao Xiaoqiang (Vizepräsident der China International Book Trading Corporation) und die Repräsentantin von SINOPEC, Frau Zhao Wei.

Klänge der klassischen Pipa erfreuten das Publikum (Foto: RRB)

Auf das Thema eingestimmt wurden sodann die Besucherinnen und Besucher, durch Frau Ya Xiao dargebotene traditionelle und romantische Klänge der Pipa, einer gezupften Laute der klassischen chinesischen Musik.

Als Rednerin sprach zunächst Frau Konsulin Sun Yan von der Bildungs- und Kulturabteilung des Generalkonsulats der VR China in Frankfurt a.M. Sie überbrachte die Glückwünsche des Generalkonsulats und ging auf die Geschichte des Mondfestes, auch im Spiegel der Poesie, sowie seine tiefe Verwurzelung in der chinesischen Zivilisation und seine enge Verbindung zu Familie und Heimat ein. Ebenso wie der Mond Menschen aller Völker verbinde, würden auch Bücher Brücken zwischen Kulturen bilden. Durch die chinesischen Aussteller in Frankfurt bestünde zudem die Gelegenheit, dass die deutschen Freunde China besser kennenlernen würden und damit die Freundschaft weiter vertieft würde. Dementsprechend wünsche sie der Veranstaltung von Herzen Erfolg.

Die Moderatorin eröffnete die Veranstaltung (Foto: RRB)

Danach beschrieb MDgt. a.D. Dr. Michael Borchmann, dass ihm nach langjährigen Kontakten mit China die große Bedeutung des Mondfestes bewusst sei. Das Mond Fest oder Mittherbstfest (Zhōngqiūjié) gehöre in China zu einem der wichtigsten Feste. Legenden, Sagen und Gebräuche prägten dieses Fest, und die Chinesen nutzten diesen Tag, um sich mit ihren Familien zum Abendessen zu treffen, Tee zu trinken und den Vollmond zu betrachten.

Aber auch in seinem Lande spiele der Mond traditionell eine besondere Rolle. In zahlreichen Liedern werde er besungen. Texte wie „Der Mond ist aufgegangen“ oder „Guter Mond, du geh’st so stille“ bewegten ihn heute noch. Und der allererste Theaterbesuch in seiner Kindheit habe dem wunderschönen Märchen „Peterchens Mondfahrt“ gegolten. In Deutschland habe man zudem herbstliche Traditionen, die vornehmlich im ländlichen Raum gefeiert werden. Da sei vor allem das Erntedankfest, das traditionell am ersten Sonntag nach dem Tag des Erzengels St. Michael (29. September) gefeiert werde. Und um den letztgenannten Tag gebe es noch zahlreiche Volksfeste, Kirmes oder auch „Michels-Kerbe“ genannt. Und überhaupt: Seit Jahrtausenden blicke der Mensch zum Mond. Kein anderer Himmelskörper habe Kulturen, Religionen, Rituale und Heiltraditionen so tief geprägt wie der silberne Begleiter der Nacht. Lange bevor moderne Kalender entstanden, hätten sich Menschen an seinen Phasen orientiert, hätten danach Aussaat und Ernte, Feste und Rituale und nicht zuletzt ihren eigenen Lebensrhythmus bestimmt. Und unter dem Dach dieser gemeinsamen Traditionen trügen auch Bücher zu grenzüberschreitenden Gemeinsamkeiten bei.

l.-r.: Frau Konsulin Sun Yan, Dr. Michael Borchmann, Frau He Yi (Direktorin Fremdenverkehrsamt VR China) / Foto: RRB

Anschließend hatten die Besucher Gelegenheit zur Lektüre chinesischer Bücher und Tourismusbroschüren sowie ein „Mitmachangebot“ zur chinesischen Kalligrafie und Gelegenheit zur Verkostung von Mondkuchen. Und der Verzehr von Mondkuchen war sehr reichlich, die Schlangen vor dem Kalligrafiestand waren beachtlich.

Text/Foto: RRB

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
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