Ausstellung des tadschikischen Malers Kamol Nadirov

5. Juni 2026

Ausstellung des tadschikischen Malers Kamol Nadirov

5. Juni 2026

Katharina Concu (FDP): Mit gelber Weste und Klemmbrett unterwegs

Katharina Concu (Foto: Privat)

Der BVV Steglitz-Zehlendorf gehört Katharina Concu an. Die FDP-Kommunalpolitikerin leitet in der BVV Steglitz-Zehlendorf den Kulturausschuss. Wir sprachen mit ihr.

l.-r.: Dominique Bobeck, Thomas Seerig, Katharina Concu (Foto: Privat)

HAUPTSTADTECHO: Wir treffen Sie häufig auf der Straße mit gelber Weste und Klemmbrett an. Sie werden dann meist begleitet von ihren Parteifreunden Thomas Seerig und Dominique Bobeck. Was hat es damit auf sich bitte?

Katharina Concu: „Sie haben Recht. Wir Liberalen sind sehr häufig auf den Berliner Straßen unterwegs. Der Hintergrund ist: Wer in Berlin zur Wahl antreten will, braucht nicht automatisch nur Stimmen am Wahltag – manche Parteien müssen schon vorher Unterstützung nachweisen. Denn während die im Abgeordnetenhaus von Berlin oder im Deutscher Bundestag vertretenen Parteien (CDU, SPD, Grüne, AfD und Linke) ohne zusätzliche Nachweise auf dem Stimmzettel stehen, müssen alle anderen Parteien sowie Einzelbewerberinnen und Einzelbewerber zunächst Unterstützungsunterschriften sammeln“.

HAUPTSTADTECHO: Wie viele Stimmen muss man da einsammeln?

Katharina Concu: „Für einen Wahlkreisvorschlag sind in Berlin jeweils 45 gültige Unterschriften nötig, für eine Landesliste 2200“.

HAUPTSTADTECHO: Wer darf da seine Unterschrift abgegeben?

Katharina Concu (Foto: Volker Neef)

Katharina Concu: „Unterstützen darf nur, wer im jeweiligen Wahlkreis mit Hauptwohnsitz gemeldet und für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus wahlberechtigt ist. Wichtig dabei: Jede Person darf nur einen Wahlkreisvorschlag unterschreiben.

Genau deshalb sind aktuell zahlreiche Mitglieder der FDP berlinweit auf Straßen und Plätzen unterwegs. Man erkennt uns Liberale an den gelben Westen und Klemmbrettern. Sie sammeln Unterstützungsunterschriften, damit die FDP bei der Berlin-Wahl am 20. September 2026 antreten kann“.

HAUPTSTADTECHO: Welche Erfahrungen sammeln Sie da auf den Berliner Straßen?

Katharina Concu: „Wir FDPler erleben sehr unterschiedliche Reaktionen. Viele Berlinerinnen und Berliner unterstützen das Anliegen ausdrücklich – auch dann, wenn sie selbst eine andere Partei wählen wollen. Andere reagieren deutlich ablehnender. Aussagen wie „Wir wollen gar nicht, dass ihr auf dem Wahlzettel steht“ sind auch schon gefallen. Innerhalb der Partei sorgt das für Diskussionen: Die Frage, wie selbstverständlich politische Vielfalt und demokratische Beteiligung heute noch unterstützt werden, wird plötzlich ganz konkret auf der Straße verhandelt“.

HAUPTSTADTECHO: Kann man seine Unterstützung nur auf der Straße kundtun?

Katharina Concu: „Als digitale Partei bietet die FDP für alle, die ungern auf der Straße unterschreiben möchten, auch online einen einfachen Einstieg an: Über wk.fdp-berlin.de können Berlinerinnen und Berliner ihre Wohnadresse eingeben und erhalten direkt die passenden Formulare – eines für den Direktkandidaten des eigenen Wahlkreises und eines für die Landesliste.

Komplett digital läuft das Verfahren allerdings noch nicht: Aufgrund des Wahlgesetzes müssen Unterlagen weiterhin ausgedruckt werden – jeweils Vorder- und Rückseite auf einem Blatt –, unterschrieben und anschließend entweder an einem FDP-Stand abgegeben oder per Post an die Landesgeschäftsstelle geschickt werden“.

HAUPTSTADTECHO: Vielen Dank für das Gespräch.

Text: Volker Neef

Fotos: Privat; Volker Neef

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