In der Landeshauptstadt Düsseldorf kann man momentan in einer U-Bahn-Station die Tasten betätigen.
Das Klavier befindet sich in der Halle der U-Bahn-Station „Heinrich-Heine-Allee“. Ein weiteres Klavier befindet sich in den Räumlichkeiten der Zentralbibliothek in der Nähe des Hauptbahnhofs. Dabei spielt es keine Rolle, ob man ein erfahrener Pianist ist oder gerade erst die Grundlagen der Musik erlernt hat – jeder kann sich hinsetzen und seine Lieblingsmelodien spielen.

Klavier in der U-Bahn-Station Heinrich-Heine-Allee (Foto: Svetlana Reinwarth)
Zuschauer, die zufällig auf ein solches Konzert stoßen, sind begeistert. „Musik bringt uns einander näher, macht uns gütiger und aufmerksamer gegenüber unseren Mitmenschen und hilft uns, den Alltagsstress der Großstadt zu bewältigen. Eine sehr gute, wichtige und schöne Initiative“, sagte uns einer der Zuschauer. Als unsere Redaktion in Düsseldorf unterwegs war, hörten wir in der U-Bahn-Station Heinrich-Heine-Allee einen wunderschönen, selbstbewussten und professionellen Klavierauftritt. Es handelte sich dabei nicht um eine Aufnahme, sondern um eine Live-Darbietung. Wir folgten den Klängen und stießen auf ein kleines, improvisiertes Konzert. Der Mann am Klavier schien so ganz in seine Musik versunken zu sein, dass es den Anschein hatte, er spiele nur für sich selbst. Dabei hatten sich bereits interessierte Zuschauer um ihn versammelt, die dem Musiker sehr aufmerksam lauschten. Der Musiker ließ seine Finger sanft über die Tasten gleiten, und es war sehr angenehm, inmitten des Trubels und der eiligen Fahrgäste in eine Welt voller Schönheit, Musik und Inspiration einzutauchen.

Improvisierter Auftritt in der U-Bahn-Station Heinrich-Heine-Allee (Foto: Svetlana Reinwarth)
Dieses Projekt mit dem Namen „Stadtklaviere“ gibt es bereits seit einigen Jahren in Düsseldorf und wird im Rahmen des Sommerfestivals „Asphalt Festival“ durchgeführt. Das „Asphalt Festival“ ist ein internationales Festival für zeitgenössische Kunst, das jedes Jahr Ende Juli in Düsseldorf stattfindet. In diesem Jahr findet es vom 15. Juli bis zum 2. August 2026 statt. Die Grundidee des Festivals besteht darin, Kunst in den städtischen Raum zu bringen und die Straßen der Stadt in eine Freiluftbühne zu verwandeln. Es vereint Tanz, Performance, Musik, bildende Kunst und städtebauliche Projekte.

(Foto: Svetlana Reinwarth)
Spontane und improvisierte Auftritte von Hobby- und Berufsmusikern in der U-Bahn in der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen und in der Zentralbibliothek kann man noch bis zum 2. August hören.
Text/Foto: Svetlana Reinwarth