Der FDP-Kommunalpolitiker Reinhard Frede ist seit 10 Jahren aktives Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Tempelhof – Schöneberg. Der Liberale ist dort der Alterspräsident. Bei den Wahlen am 20. September kandiert er erneut für einen Sitz in der BVV. Wir sprachen mit Reinhard Frede.
HAUPTSTADTECHO: Warum kandidieren Sie erneut?

Reinhard Frede: „Meine Beweggründe sind: Wer in Deutschland arbeitet und für seinen eigenen Lebensunterhalt sorgt, ist willkommen und soll auch integriert werden.
Mein wichtigstes Thema ist die Bildungsgerechtigkeit. Wer eingeschult wird, muss zwingend die deutsche Sprache verstehen. Deshalb fordere ich mindestens zwei Jahre Vorschule noch in der Kindertagesstätte. „Fortschritt durch Bildung“ stand bereits 2016 auf meinem Wahlplakat. Außerdem müssen Jugendfreizeiteinrichtungen und der Bau von Kinderspielplätzen eine höhere Priorität erhalten. Ich lebe seit mehr als 50 Jahren in Berlin Friedenau. Dort bin ich fast ebenso lange in der evangelischen Kirchengemeinde Philippus – Nathanael als auch in örtlichen Bürgerinitiativen aktiv. Ich habe Spaß an der Diskussion und ich möchte an der Gestaltung meiner Lebensumstände mitwirken.
Deshalb habe ich mich für die Ausschüsse für Schule, für Integration und Partizipation sowie für Stadtentwicklung unter dem Aspekt „Umwelt- und Klimaschutz“ entschieden.
Klimaresilienz durch Bepflanzungen und Regenwassersammlung sind für mich herausragende Themen von heute und für die Zukunft. Ein weiteres Thema hat gerade in der Großstadt große Bedeutung: Es sind zu viele aggressive Menschen in der Stadt unterwegs, die aus ihren Herkunftsfamilien nur Gewalt als Mittel der Konfliktlösung kennen und akzeptieren. Kommunikation, auch wenn es manchmal schwerfallen mag, ist der bessere Weg, Meinungsverschiedenheiten auszutragen“.

HAUPTSTADTECHO: Wie kann man bitte mit Ihnen in Kontakt treten?
Reinhard Frede: „Man kann mich erreichen unter: reinhard.frede@gmx.de
HAUPTSTADTECHO: Vielen Dank für das Gespräch.
Text: Volker Neef
Fotos: Privat; Christina Frede