Berliner GdP-Landesvorsitzeden Stephan Weh nimmt Stellung
Stephan Weh ist Berliner Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Zu den Schüssen am Hardenbergplatz in Charlottenburg mit einem Toten und den Schüssen am Wochenende hat er sich geäußert.
Stephan Weh teilte mit: „Wenn an drei Tagen in Folge Schüsse auf Berlins Straßen fallen und nun sogar ein Mensch sein Leben verliert, dann ist das eine besorgniserregende Entwicklung, die wir seit geraumer Zeit beobachten. Wir müssen uns ganz offen die Frage stellen, ob die jetzigen gesetzlichen Möglichkeiten überhaupt Einfluss auf solche Taten nehmen können. Andere europäische Metropolen wie London machen es uns vor. Dort wurde die innere Sicherheit bereits ins digitale Zeitalter überführt und auch der Datenschutz wird z. B. in London moderner gedacht.

Nichtsdestotrotz arbeiten meine Kolleginnen und Kollegen hochprofessionell daran, die Täter zu ermitteln und die Hintergründe dieser Taten aufzuklären. Klar ist aber auch: Polizei allein kann dieses Problem nicht lösen. Wir brauchen eine konsequente Strafverfolgung, spürbare Konsequenzen für diejenigen, die meinen, ihre Konflikte mit Schusswaffen auf Berlins Straßen austragen zu können.
Wer eine Schusswaffe mit sich führt und bereit ist, sie einzusetzen, stellt eine erhebliche Gefahr für die gesamte Gesellschaft dar. Berlin darf sich an solche Bilder und Meldungen niemals gewöhnen.“
Das teilte unserer Redaktion Stephan Weh, Berliner Landesvorsitzender derGewerkschaft der Polizei (GdP) mit. (Fotos: Frank Pfuhl; GdP-Berlin)