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Thomas Seerig (FDP): „Gefährdung von Existenzen rund um die Schlossstraße interessiert die BVG offensichtlich nicht“
Thomas Seerig (Foto: Michael Königs)
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Thomas Seerig (FDP): „Gefährdung von Existenzen rund um die Schlossstraße interessiert die BVG offensichtlich nicht“

Seit Ende November heißt es auf der Strecke der U-Bahnlinie 9 in Richtung Rathaus Steglitz: „Nichts geht mehr“. Zeitgenossen sprechen von einer „U-NEIN“.

Über die aktuelle Situation in Steglitz sprachen wir mit Thomas Seerig. Er ist Vorsitzender der FDP in Steglitz. Von 1990 bis 1994 und nochmals in der Zeit von 2016 bis 2021 gehörte der Liberale dem Berliner Abgeordnetenhaus an.

HAUPTSTADTECHO: Wie schaut es jetzt in Steglitz aus?

Thomas Seerig: „Am 28. November brannte es in einem Technikraum des U-Bahnhofs Schlossstraße. Die Folgen ziehen sich über zwei Monate hin – bis zum 31.01.2026.

Die U-Bahn wurde nun ab Bundesplatz gesperrt; also schon drei Stationen davor. Zudem gibt es keinen vernünftigen Ersatzverkehr: Die Ersatzbusse fahren nur bis Walter-Schreiber-Platz. Dort heißt es umsteigen, um die regulären Buslinien zu nutzen“.

(Foto: Volker Neef)

HAUPTSTADTECHO: Was missfällt Ihnen daran?

Thomas Seerig: „Diese „Lösung“ ist schon für normale Fahrgäste eine Zumutung – für Reisende mit Behinderungen, Kindern oder Gepäck erst recht.

Faktisch ist die Einkaufsgegend Schlossstraße damit nicht mehr per U- Bahn erreichbar. Die Folgen für die Geschäfte, gerade in der eigentlich umsatzstarken Adventszeit, sind gravierend.

Diese Gefährdung von Existenzen rund um die Schlossstraße interessiert die BVG aber offensichtlich nicht. Die Mentalität ist dort wohl geprägt von der eigenen Lage; Defizit ist egal – das gleicht die Landeskasse schon aus“.

HAUPTSTADTECHO: Bei Gesamtbetrachtung dieser Lage, welches Fazit ziehen Sie?

Thomas Seerig: „Es bleibt absolut unverständlich, warum ein verrauchter Nebenraum an einer Haltestelle für Monate eine ganze Bahnstrecke lahm legt – ein Zeitraum in dem in China vermutlich eine komplett neue Strecke gebaut würde. Die Leittragenden sind die Berlinerinnen und Berliner und die Gewerbetreibenden“.

HAUPTSTADTECHO: Vielen Dank für das Gespräch.

Text: Volker Neef

Fotos: Michael Königs; Volker Neef

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
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