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Der Lietzensee-Wussten Sie schon?

Lietzensee (Foto: Volker Neef)

Die Bundeshauptstadt Berlin mit ihren 12 Bezirken und fast 100 Ortsteilen bietet den Einheimischen und den Gästen eine reiche und buntgemischte Palette an. Dazu zählen neben verstorbenen und lebenden prominenten, manchmal auch kuriosen Menschen die zahlreichen Gebäude, Straßen, Plätze, Parks, Denkmäler und Seen. Wir haben für unsere werten Leser das ein oder andere Interessante aus Berlin heraus gegraben bzw. wiederentdeckt und stellen es vor. Heute führt uns der Weg in den Ortsteil Charlottenburg des Bezirkes Charlottenburg-Wilmersdorf.

Lietzensee (Foto: Volker Neef)

Der Lietzensee ist eine Institution für diesen Bezirk und weit darüber hinaus. Der Gartenbauingenieur Prof. Erwin Barth (1880 bis 1933) ist der Architekt des Lietzensees. Man begann mit den Bauarbeiten 1918 und beendete sie 1920. Zuvor lag der See in einem Wald und verfügte weder über eine Uferpromenade noch über Grünflächen.

(Foto: Volker Neef)

Der See weist eine Fläche von ca. 6,5 ha auf. Die tiefste Stelle im Lietzensee liegt bei knapp 4 Metern. Der See wird vom Lietzenseepark umschlungen. Die Parkgröße beträgt rund 10 ha.

Lietzensee (Foto: Volker Neef)

Es gibt übrigens drei Erklärungen, wie der See zu seinem Namen kam. Die erste Erklärung ist, es handelt sich um ein slawisches Wort. Das slawische Wort luccina bedeutet Sumpf, Lache. Die zweite Möglichkeit ist eine alte Sage. Angeblich ist einst das Dorf Lützow im See untergegangen. Früher sollen sich Fischernetze im Lietzensee verfangen haben. Eine untergegangene Kirche verfügte über einen sehr hohen Kirchenturm. Die Fischernetze hätten sich am Kreuz der Kirchturmspitze verfangen. Bis heute konnte nicht ein Gebäude auf dem Grund des Sees entdeckt werden. Die dritte Möglichkeit, wie der See zu seinem Namen gekommen sein könnte, liegt am Blässhuhn. Bis um 1850 sagten die Berliner zum Blässhuhn oft Lietze. Da man auf dem Lietzensee Blässhühner antrifft, soll so der Name entstanden sein.

Der Lietzensee verfügt über keinen Zufluss. Daher ist hier keine Badequalität gegeben und es besteht ein Badeverbot. Belüftungsgeräte im See sorgen für die Zufuhr von Sauerstoff und verhindern ein Fischsterben.  

Ein See in Charlottenburg, für den es drei Erklärungen gibt, wie er zu seinem Namen gekommen sein könnte. Eine der vielen Besonderheiten in Berlin.

Text/Foto: Volker Neef

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