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Thomas Seerig (FDP): Die vier W´s – Wen wollen wir wählen?
(Foto: Volker Neef)
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Thomas Seerig (FDP): Die vier W´s – Wen wollen wir wählen?

Am 20. September 2026 finden in der Bundeshauptstadt Berlin gleich zwei Wahlen zu Parlamenten statt. Die Berliner Wählerinnen und Wähler entscheiden über eine neue Zusammensetzung des Berliner Abgeordnetenhauses und den 12 Bezirksversammlungen. Unser Medium lässt von den Parteien Vertreter zu Wort kommen. 

IN EIGENER SACHE teilen Verleger und Chefredaktion mit: Einzig und allein unser Interviewpartner ist für die von ihm gemachten Aussagen verantwortlich. Die Redaktion hat auf die Erläuterungen des Politikers keinerlei Einfluss genommen. Ausdrücklich teilen wir an dieser Stelle auch mit: Unser Verlagshaus stellt jedem dieser Parteienvertreter unser Medium kostenfrei zur Verfügung! Die betreffende Partei musste keineswegs diesen Artikel als Werbung buchen.

Thomas Seerig (Foto: Michael Königs)

Thomas Seerig spricht für die FDP Berlin. Den Liberalen kennt man z. B. als Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses in der Wahlperiode von 1990 bis 1995 und dann noch einmal von 2016 bis 2021. In der FDP-Fraktion war er u. a. Sprecher für Mitbürger mit Handicap. Thomas Seerig ist Vorsitzender der FDP Steglitz. Der mittlerweile im Ruhestand lebende Diplom-Kaufmann ist Vorsitzender des „Landesbeirat für Menschen mit Behinderungen“. Dabei handelt es sich um ein Ehrenamt.

HAUPTSTADTECHO: Warum sollten Berliner Wähler sich für die FDP entscheiden?

Thomas Seerig: „Am 20. September finden in Berlin Wahlen zum Abgeordnetenhaus und den BVVen statt. Neben den fünf Parteien aus dem Abgeordnetenhaus kandidieren weitere 12 Parteien. Eigentlich genug Auswahl für jeden Geschmack.

Aber wen wollen wir wählen?

Ich empfehle die FDP und nenne vier Gründe.

1. Bezahlbarer Wohnraum ist das zentrale Thema der Berliner Politik. Hier hilft nur Neubau und die Schaffung neuer Angebote. Enteignungen schaffen keine einzige zusätzliche Wohnung und kosten zudem Milliarden; die woanders fehlen. 

Hausbau in Berlin, Symbolbild (Foto: Volker Neef)

Die FDP will mit Mietkauf und weniger Steuern für mehr Menschen Wohneigentum möglich machen. Und natürlich können wir uns in der Stadtmitte keine riesige Brache leisten; Randbebauung am Tempelhofer Feld.

2. Die Menschen und Betriebe leiden unter zu vielen Vorschriften und Bürokratie. So gab es im Jahr 1990 in Deutschland rund 5.000 Bauvorschriften; heute sind es über 20.000.

In Sachen Entbürokratisierung muss endlich der Dschungel gelichtet werden und wer könnte das glaubwürdiger zusagen als die Freien Demokraten und dann auch umsetzen.

3. Nur die FDP findet in Sachen Innere Sicherheit das richtige Gleichgewicht zwischen Bürgerrechten und sicheren Straßen. Zur persönlichen Freiheit gehört eben auch die Freiheit vor Angst. Andererseits schafft ein Überwachungssystem das Wohlgefühl ab, dass es zu schützen vorgibt.

 Nur Liberale wägen hier in jedem Einzelfall ab und setzen nicht pauschal auf staatliche Kontrolle. Der fast tägliche Gebrauch von Schusswaffen auf Berlins Straßen muss endlich enden!

4. Nur die FDP hat ein grundsätzliches Konzept zur Sozialpolitik. Jahrzehnte linker Politik haben die Probleme nicht gelöst; im Gegenteil. Berlin ist bundesweit Spitze bei Kinderarmut, Obdachlosigkeit und Niedriglöhnen. 

Der Schlüssel liegt bei guter Bildung während Berlin bei Pisa stets das Ende ziert. Mit guter Bildung und funktionierender Wirtschaft bekommen alle Menschen bessere Chancen und mit steigenden Einkommen sinkt zugleich das Risiko von Altersarmut.

Mit guten Schulen und wachsender Wirtschaft lassen sich mehr Probleme lösen als mit immer neuen Umverteilungen, die sowieso vor allem in zusätzliche Bürokratie münden.

Es gibt noch viele andere gute Gründe für die Freien Demokraten; beispielsweise Verkehrspolitik, praktische Toleranz oder Verwaltungsreform.

Also am 20.09. dreimal FDP!“

HAUPTSTADTECHO: Falls einer unserer Leser eine Nachfrage haben sollte: Wie kann man mit Ihnen in Kontakt treten?

Thomas Seerig: „Sie erreichen mich unter der Mailanschrift

seerig@fdp-steglitz.de

HAUPTSTADTECHO: Vielen Dank für das Gespräch.

Text: Volker Neef

Fotos: Volker Neef; Michael Königs

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
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