Das Bezirksamt Reinickendorf begrüßte am 12. September zum „Tag des offenen Rathauses“ wieder zahlreiche Besucherinnen und Besucher.
Unter dem Motto „Moderne Verwaltung – Das Bezirksamt Reinickendorf stellt sich vor“ konnten die Gäste die Arbeit des Bezirksamtes kennenlernen, mit Beschäftigten ins Gespräch kommen und das Rathaus einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben. Informationsstände, das mobile Bürgeramt, die Blaulichtmeile, historische Rathausführungen sowie zahlreiche Angebote für Familien sorgten für ein abwechslungsreiches Programm. Für Unterhaltung sorgten unter anderem das Bläser-Quintett des Stabsmusikkorps der Bundeswehr, die Friday Singers, das Centre Talma und Ensembles der Musikschule.
Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) dankte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den zahlreichen Beteiligten für ihren Einsatz: „Unser Tag des offenen Rathauses hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig und engagiert die Menschen sind, die jeden Tag für Reinickendorf arbeiten. Mein herzlicher Dank gilt allen, die diesen Tag vorbereitet, organisiert und mit Leben gefüllt haben. Sie haben unser Rathaus zu einem offenen und lebendigen Haus für die Menschen unseres Bezirks gemacht. Darauf können wir stolz sein.“
Gleichzeitig kann Reinickendorf einen neuen Erfolg vermelden: Der Bezirk ist für weitere zwei Jahre als Fairtrade-Stadtbezirk rezertifiziert worden. Seit der ersten Auszeichnung im Jahr 2024 wurden zahlreiche Projekte umgesetzt – von fairen Frühstücken und einem nachhaltigen „Unperfekten Dinner“ über die Fairbruary Challenge bis zu den nachhaltigen Kiez-Körben. Auch im Bezirksamt selbst wird das Thema durch Fortbildungen für Beschäftigte und erste faire Pilotbeschaffungen vorangebracht. Besonders engagiert im Fuchsbezirk haben sich unter anderem das Humboldt-Gymnasium, die evangelische Familienbildung Reinickendorf und das Unternehmen SweMa.
„Eine solche Auszeichnung kommt nicht von allein. Hinter ihr stehen Menschen, die sich kümmern, Ideen entwickeln und andere mitnehmen“, sagte Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner. „Mein besonderer Dank gilt deshalb unserer Steuerungsgruppe ‚Reinickendorf: fair & nachhaltig‘. Sie sorgte mit großem Engagement dafür, dass fairer Handel und nachhaltiges Handeln in unserem Bezirk nicht nur ein schönes Etikett bleiben, sondern im Alltag ankommen. Reinickendorf bleibt Fairtrade-Stadtbezirk – und wir wollen diesen Weg gemeinsam konsequent weitergehen.“

Die Parteien hatten sich den Bürgern auch präsentiert. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass es friedlich überall zuging. Angriffe auf Parteienvertreter, Pöbeleien, Bedrohungen -wie man es Berlinweit an einigen Infoständen kürzlich erleben musste- blieben am Rathaus Reinickendorf aus. Die Bezirksverordnete Klaudyna Droske (CDU) teilte mit: „Wir konnten an unserem Stand eine rege Beteiligung verzeichnen. Besonders erfreulich ist es für uns gewesen, dass viele junge Leute das Gespräch mit uns gesucht hatten“.

Rolf Wiedenhaupt (AfD), Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und dort Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion, sagte: „Die Reinickendorferinnen und Reinickendorfer sind als sehr friedliche Mitbürger bekannt. Bei uns am Stand trafen wir Mitbürger an, die wirklich nur das Gespräch gesucht hatten. Natürlich waren da auch Bürger dabei, die kritische Fragen gestellt hatten. Darunter war aber nicht eine einzige beleidigende Frage dabei. Sachdienliche, konstruktive Kritik halten wir nicht nur aus, sie ist bei uns willkommen!“

Andreas Otto (FDP) ist Bezirksverordneter und kandidiert im Wahlkreis Märkisches Viertel für das Direktmandat zum Berliner Abgeordnetenhaus. Er konnte auch berichten, dass es „viele gute Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern gegeben hat. Da ich im Märkischen Viertel kandidiere und das vielen dort lebenden Reinickendorferinnen und Reinickendorfern bekannt ist, drehten sich viele Fragen um das Märkische Viertel. Die aktuelle Situation dort und die Zukunft des Märkischen Viertels standen im Vordergrund der Bürgergespräche“.

Sophia-Marie Dietrich (Die Linke) kandidiert in Reinickendorf sowohl für das Berliner Abgeordnetenhaus als auch für das Bezirksparlament. „Gute Stimmung herrschte an unserem Stand, wir haben mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern gesprochen. Besonders kam man auf die Themen Armut, Wohnungslosigkeit und Abhängigkeit von sozialen Sicherungssystemen zu sprechen“, so Sophia-Marie Dietrich.

Einen Parteienvertreter traf man am Rathaus Reinickendorf an, dessen Partei noch nie im Fuchsbezirk in der Bezirksverordnetenversammlung vertreten war. Christoph Gerlinger informierte die Besucher am Rathaus Reinickendorf über das Parteiprogramm von Volt.
Text/Foto: Volker Neef