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3. China-Europa Wissenschaftlerforum in Frankfurt am Main
Die Vizepräsidentin der Lunaler Group aus Shanghai und Guangzhou, Frau Chen Qiuqiu, zeigt die Auszeichnung ihres Unternehmens für besondere Innovationskraft (re. Dr. Michael Borchmann) Foto: RRB
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3. China-Europa Wissenschaftlerforum in Frankfurt am Main

Das 3. China-Europa-Wissenschaftlerforum und die 8. Internationale Konferenz für Künstliche Intelligenz und Fortschrittliche Fertigung (AIAM 2026) fanden vom 29. bis 31. Oktober 2026 in Frankfurt am Main statt. Namentlich am 30. Oktober hatten sich eine große Zahl von Besuchern in einem großen Veranstaltungssaal der Stadt Frankfurt versammelt, um der offiziellen Eröffnung im Plenum und später zahlreichen Einzelforen mit Fachthemen beizuwohnen.

Ehrung von Wissenschaftlern für herausragende Kooperationsbeinträge, links Herr Jiang Linhua (Organisationskomitee), rechts Herr Generalsekretär Gong Caichun (Foto: RRB)

Das China-Europa-Wissenschaftlerforum wurde 2023 gegründet. Im Jahr 2023 unterzeichneten nämlich mehr als 30 renommierte Akademiker, Professoren und andere Wissenschaftler aus China, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Dänemark, Italien, Spanien, Österreich und anderen Ländern eine Initiative zur Organisation des „CHINA-EUROPA WISSENSCHAFTLERFORUMS“, dessen Ziel es ist, den akademischen Austausch und die Zusammenarbeit zwischen China und Europa zu stärken und die Freundschaft zwischen den Völkern Chinas und Europas zu fördern.

Das Forum zielt darauf ab, Forscher und Wissenschaftler aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und fortgeschrittene Fertigung sowie Forscher aus verschiedenen Anwendungsgebieten zusammenzubringen, um Probleme und Lösungen zu diskutieren, neue Fragestellungen zu identifizieren und zukünftige Forschungsrichtungen zu gestalten. Die einzelnen Konferenzen sollen den Teilnehmern die Möglichkeit bieten, neue Ideen und Anwendungserfahrungen persönlich auszutauschen.

Herr Professor Jan Pieter Abraham (Basel) erläuterte die Bedeutung der Proteine (Foto: RRB)

Bei der aktuellen Konferenz in Frankfurt handelte es sich bereits um die dritte derartige Konferenz, nach Frankfurt a.M. 2024 und Heidelberg 2025. Sie befasste sich mit KI, Hi-Tech-Fertigung, Robotik, Biomedizin, Neue Energien, Kohlenstoffneutralität und anderen herausragenden Themen der Gegenwart, aber auch kulturellen Fragen.

Eröffnet wurde das Plenum am 30. Oktober durch Herrn Präsidenten Wang Zefeng, es folgten weitere Grußworte von renommierten Professoren aus Mailand sowie der Stanford Universität, Repräsentanten der Verbände der „zurückgekehrten Überseechinesen“, sowie aus der chinesischen Botschaft in Berlin, Herrn Cai Rui (Botschaftsrat für Wissenschaft und Technologie) und weiterhin MDgt. a.D. Dr. Michael Borchmann.

Blick in den Veranstaltungssaal (Foto: RRB)

Anschließend erfolgte der akademische Auftakt durch den Baseler Professor Jan Pieter Abraham, der in die Zusammenhänge zwischen Leben und Energie anhand der Bedeutung der Proteine im Köper einführte: Manche Proteine seien sehr kurzlebig, andere existierten „lebenslänglich“. Und: erst die Proteine verliehen dem Menschen Sehvermögen. Der chinesische Wissenschaftler Zhonghua Liu machte eine Reise durch die „Tee-Kultur“, von deren Entwicklung in China bis hin zu aktuellen wirtschaftlichen Fragen. In einem ausgesprochen lebhaften Vortrag über KI und nachhaltige Entwicklung erörterte Professor Rong Chunming von der Universität Stavanger die praktische Umsetzung dieser Prinzipien in Norwegen. Professor Bernhard Müller von der TU Dresden erläuterte die Bedeutung von KI auch bei der Stadtentwicklung, während der chinesische Wissenschaftler Wu Zhiqiang unter dem Erwartungen erweckenden Thema „Chinesische Modernisierung kann nicht nur mit dem Kopf erfolgen, sondern muss auch Hände und Füße haben“ darauf hinwies, dass man bei der Anwendung von KI deren Sicherheit in den Vordergrund stellen müsse. Herr Universitätspräsident Zsolt Szilágyi aus Rumänien schließlich beschrieb den Einbau von KI in die Ausbildung und die dadurch bedingten Veränderungen. Großes Lob hatte er für die China-Osteuropa-Kooperation parat.

Abgeschlossen wurde das Plenarprogramm durch zahlreiche Ehrungen und die Überreichung von Auszeichnungen, so etwa für herausragende junge Wissenschaftler, besonders innovative Unternehmen oder für herausragende Beiträge zur chinesisch-europäischen Kooperation. Vorgestellt wurde auch ein Weißbuch über Chinesische-Europäische Kooperation zu innovativer und nachhaltiger Entwicklung,

Der Nachmittag war dann einzelnen Arbeitsgruppen und Foren vorbehalten mit einer Vielfalt von Themen bis hin zur Anwendung von KI sogar in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Und abends folgte dann der Abschluss mit einem großen Dinner und einer chinesisch-europäischen Kulturgala im größten Chinarestaurant der Mainmetropole.    

Text/Foto: RRB

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
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