In Reinickendorf hatten am Sonntag, d. 1. November, und auch am Montagabend, d. 2. November, Jugendliche im Märkischen Viertel in Reinickendorf stark randaliert.
Sie hatten Böller angezündet und diese auch auf Passanten sowie Polizeibeamte geworfen. Bis zu 130 Personen sollen mit Pyrotechnik verbotenerweise hantiert haben. Die Täter zündeten auch Mülltonnen an und schoben diese dann auf den Wilhelmsruher Damm. Einige Straftäter warfen mit Steinen auf Polizeibeamte. Ebenfalls warfen die Jugendlichen gezielt Molotowcocktails auf die Vollstreckungsbeamten. Über 2 Stunden lang dauerten die Tumulte an. Mit ca. 90 Polizeibeamten waren die Einsatzkräfte im Märkischen Viertel im Einsatz.

Carsten Ubbelohde (AfD) aus Reinickendorf ist Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. Bei der Landtagswahl am 20. September hat der Parlamentarier seinen Wahlkreis, das Märkische Viertel, direkt gewonnen. Wir sprachen mit dem Volksvertreter.
HAUPTSTADTECHO: Was sagen Sie zu diesen Vorkommnissen in Ihrem Wahlkreis?
Carsten Ubbelohde, MdA: „Wer glaubt, Molotowcocktails auf Polizisten zu werfen, sei eine Jugendsünde, macht es sich zu einfach. Die Täter sind oft junge Menschen, die gelernt haben, dass Regeln für sie nicht gelten. Sie suchen den Kick, die Anerkennung in der Clique und das Gefühl von Macht.
Die Motive sind klar: Gewalt als Mittel, Grenzen auszutesten und den Staat zu provozieren. Für diese Täter müssen endlich Konsequenzen spürbar werden. Wer mit Brandsätzen angreift, darf nicht mit milden Maßnahmen davonkommen. Auch Eltern müssen stärker in die Pflicht genommen werden, und es braucht dauerhafte Polizeipräsenz.
Dass solche Szenen im Märkischen Viertel passiert sind, ist kein Zufall. Solange die Politik solche Gewaltausbrüche verharmlost und die Justiz bei jungen Tätern zu milde bleibt, ändert sich nichts. Der Rechtsstaat muss durchgesetzt werden: gegen die Täter und gegen die Politik, die die Voraussetzungen dafür geschaffen hat.“
HAUPTSTADTECHO: Vielen Dank für das Gespräch.
Text: Volker Neef
Foto: Frank Pfuhl