
INTERMODELLBAU für Modellbau-Enthusiasten
12. April 2026
Reservistenverband wählte neues Präsidium
12. April 2026Buchvorstellung „Nach der Eroberung“
Ákos Tóth (Foto: Volker Neef)
Der aus Wien stammende Journalist Ewald König bat internationale Medienvertreter am 9. April zu einer Buchvorstellung ins „korrespondenten.cafe“ in Berlin-Mitte.
Das Thema behandelte die „Wahl in Ungarn-Wie Autokraten Medien kontrollieren – am Beispiel des Regimes Viktor Orbáns
Geschichte der ungarischen Medienlandschaft zwischen 2010 und 2026“.

Zu diesem eingeladen waren: Andrea von Finckenstein, Gründerin Wahrheitsperlen Verlag; Ákos Tóth, Autor des Buches;
Dr. Gabor Polyak, führender Medienwissenschaftler. Die
Moderation lag in den Händen von Joachim Weidemann.
Als erstes Buch in Deutschland erzählt das politische Sachbuch „Nach der Eroberung. Wie Autokraten Medien kontrollieren. Insiderchronik der Übernahme unabhängiger Medien in Ungarn“ (Wahrheitsperlen Verlag, erschienen März 2026) von der systematischen Gleichschaltung der ungarischen Medienlandschaft – verursacht durch Viktor Orbáns politisches System, in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union. Vor dem Hintergrund der für April 2026 erwarteten Parlamentswahlen in Ungarn erhält das Thema zusätzliche Aktualität.

Der Autor Ákos Tóth, der als Journalist und Chefredakteur diese Entwicklung aus unmittelbarer Nähe erlebte, erläutert, wie die Übernahme der Medienlandschaft erfolgte, gibt Einblicke darüber, wie eine Generation von Journalisten und Medienunternehmen auf Linie gebracht wurden und zeigt auf, wie es denjenigen ergeht, die Widerstand leisten.
Mehr zum Inhalt:
Neben präzisen, datenbasierten Analysen schildert der Autor persönliche Erfahrungen, wie etwa das Verschwinden eigener Redaktionen, die innere Zerrissenheit eines Berufsstands im Würgegriff der Macht und die letzten Versuche unabhängiger Verleger, nicht vor Orbáns Einflussapparat zu kapitulieren. Er zeigt auf, mit welchen Mitteln eine Macht, die keine Grenzen mehr kennt, kritische Stimmen zum Verstummen bringt: Von politischem Druck über finanzielle Erpressung und Einschüchterung bis hin zu einem Netzwerk aus loyalen Funktionären, zynischen Profiteuren und ausländischen Eigentümern, die ihre Verantwortung leichtfertig abgeben. Im Rahmen eines spannenden Interviews mit der führenden Medienwissenschaftlerin Ungarns werden zentrale Lehren und Erkenntnisse behandelt und ein Ausblick mit der Gefahr der Übertragung auf andere Länder gegeben. Das Buch wird ergänzt durch ausgewählte Infografiken, die die Übernahmen und die dramatischen Marktveränderungen datenbasiert und visuell darstellen.
Dieses Buch macht deutlich, dass, wenn der empfindlichste Kern jeder demokratischen Ordnung – die freie Presse – angerührt wird, ein Land entsteht, in dem die politische Willkür in jeden Lebensbereich eindringen kann. Eine eindringliche Warnung an alle, die an Demokratie und freie Öffentlichkeit glauben.

Zum Autor:
Àkos Tóth, Jahrgang 1968, geboren in Ungarn. Er ist Journalist, Redakteur, verheiratet. Er war Ressortleiter und später stellvertretender Chefredakteur der größten ungarischen Tageszeitung Népszabadság, anschließend Chefredakteur der Wochenzeitung 168 Óra undGründungsredakteur der Online-Zeitschrift Jelen. Er ist zudem Träger zahlreicher Auszeichnungen, darunter mehrere Népszabadság-Preise, der Bossányi-Preis, der Preis der Freien Presse sowie der Táncsics-Preis. Gemeinsam mit dem Politologen Zoltán Lakner ist er Mitautor der Bände „Rendszerváltás“ (Die Wende) und „Volna itt egy ország“ (Es gäbe hier ein Land). Unter anderem war er Herausgeber des Bandes „Frontsebészet“ (Frontchirurgie), der die Regierungszeit des ehemaligen Premierministers Gordon Bajnai aufarbeitet. Heute lebt er in Budapest.
Text/Foto: Volker Neef
























