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28. November 2025Deutsch-Turkmenisches Forum tagte
Landtagspräsident von Sachsen-Anhalt, Gunnar Schellenberger (Foto: RBB)
Andreas Jahn ist Vorsitzender des Deutsch-Turkmenischen Forums. In dieser seiner Eigenschaft lud er zum Jahresempfang ein.
Am 25.11. konnte Andreas Jahn zusammen mit seinen Vorstandskollegen vom Deutsch-Turkmenischen Forum zahlreiche Gäste aus Politik, Diplomatie, Gesellschaft und Medien begrüßen. Unter den geladenen Gästen traf man u. a. den ehemaligen Bundesverteidigungsminister (1998 bis 2002) und früheren Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz (1991 bis 1994), Rudolf Scharping, an. Der SPD-Politiker war zugleich einer der Referenten des Abends. Ebenfalls Referent beim Jahresempfang war Gunnar Schellenberger (CDU). Seit Juli 2021 ist er Landtagspräsident des Parlaments von Sachsen-Anhalt. Ehrenamtlich ist er Geschäftsführer des Deutsch-Usbekischen Forum e. V.

Teilnehmer war auch Michael U. Bierhoff. Von August 2022 bis Sommer 2024 war er als deutscher Botschafter in Turkmenistan tätig. Eigens aus Wiesbaden angereist kam Dr. Michael Borchmann. Der Gast aus Hessen ist Ministerialdirigent a. D. In Usbekistan war er ehrenamtlich im Einsatz als Internationaler Wahlbeobachter.

Die Veranstaltung fand im Haus „PETRI“ in der Kleinen Gertraudenstraße in Berlin-Mitte statt. Dort ist Prof. Dr. Matthias Wemhoff der Hausherr. Er ist Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Berlin und zugleich in Personalunion auch Landesarchäologe von Berlin. Seit 2011 ist Prof. Dr. Matthias Wemhoff zudem Geschäftsführer des Deutschen Verbandes für Archäologie. In seiner Begrüßungsrede betonte er, das Haus PETRI stehe am Geburtsort des heutigen Berlins. Bei Grabungen hat man Reste der alten Petrikirche gefunden. Die Ausstellung im Haus PETRI zeigt Exponate aus allen Phasen der Geschichte der heutigen Bundehauptstadt.

Rudolf Scharping erinnerte in seiner Rede daran, dass 1433 Heinrich der Seefahrer (1394 bis 1460) betont habe, man müsse auch mal gegen den Wind segeln. Das trifft, so Rudolf Scharping, auch auf Turkmenistan zu. Er bewundere den Entschluss des Landes, dass es sich für eine „Ständige Neutralität“ entschieden habe. Der Tag der Ständigen Neutralität wird jährlich am 12. Dezember in Turkmenistan gefeiert. Am 12. Dezember 1995 wurde nämlich die UN-Generalversammlung Resolution Nummer 50/80 verabschiedet, die die Hoffnung ausdrückte, dass „der Status der dauerhaften Neutralität Turkmenistans zu Frieden und Sicherheit in der Region beitragen wird.“ Die Resolution – übrigens von allen damaligen 185 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen unterstützt – forderte die UN auf, die Neutralität Turkmenistans zu respektieren und aufrechtzuerhalten. Hintergrund hierfür war, dass sich Turkmenistan nach Erlangung der Unabhängigkeit im Jahre 1991 für den Weg der Neutralität und des Friedens im internationalen Bereich entschieden hatte. Das internationale Recht versteht dabei unter Neutralität die Nichtteilnahme an Kriegen und in Friedenszeiten die Nichtteilnahme an Militärbündnissen.
Gunnar Schellenberger sprach die „reiche Kultur Zentralasiens“ an. „Es verbinden uns so viele Dinge mit dieser Region. Wir müssen gemeinsam Partner für die Zukunft sein“.
Nach dem offiziellen Teil des Jahresempfangs des Deutsch-Turkmenischen Forums luden Andreas Jahn und seine Vorstandskollegen dazu ein, u. a. Spezialitäten aus Turkmenistan zu probieren.
Text: Volker Neef
Fotos: RBB; Volker Neef























