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Festakt zum 863. Geburtstag Chinggis Khaans – auf Berlins Museumsinsel

S. E. Herr Botschafter Dr. Mandakhbileg Birvaa spricht (Foto: RBB)

„Wir laden Sie anlässlich des ‚863. Geburtstages von Chinggis Khaan‘ zur festlichen Abendveranstaltung der Botschaft der Mongolei und des Museums für Vor- und Frühgeschichte herzlich ein“. So hieß es in der von Seiner Exzellenz Herrn Botschafter der Mongolei Dr. Mandakhbilig Birvaa und Herrn Prof. Dr. Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte (Staatliche Museen zu Berlin) unterzeichneten Einladung. Schauplatz des Festaktes am 26. November: Die James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel.

MDgt. a.D. Dr. Michael Borchmann war zum Empfang durch Herrn Botschafter mit einer „Mongolei-Krawatte“ erschienen (Foto: RBB)

Und viele Besucher waren der Einladung gefolgt, viele Mongolen in ihrer farbenfrohen Nationaltracht, mit deren „Herzstück“ dem „Deel“ genannten Gewand.

Der Auftakt zu der Veranstaltung war musikalisch: Die Gruppe „Blue Mongolia“ widmete dem zu Ehrenden instrumental und mit Gesang eine „Ode an Chinggis Khaan“.

Blue Mongolia spielte die Ode für Chinggis Khaan (Foto: RBB)

In seinem Grußwort wies Herr Prof. Dr. Matthias Wemhoff darauf hin, dass man seit 10 Jahren die Mongolei im besonderen Fokus habe. Denn das Zeitalter von Chinggis Khaan bedeute eine große Zäsur in der Weltgeschichte. Nunmehr könne er mitteilen, dass es im kommenden Jahr eine große Ausstellung „Chinggis Khaan und die Welt der Mongolen geben“ werde. Eine Eröffnung durch die Präsidenten beider Länder sei geplant.

S. E. Herr Botschafter Dr. Mandakhbileg wies darauf hin, dass Chinggis Khaan im Jahre 1162 geboren worden sei, im „Jahr des Schwarzen Pferdes“. Gefeiert werden am 1. Tag des Wintermonats nach dem Mondkalender. Das große Werk Chinggis Khaans sei es gewesen, die mongolischen Stämme, sei es vom Baikalsee, sei es aus dem Süden Sibiriens oder sei es aus der Steppe, zusammenzuführen und zu einigen. Und dieses Werk sei selbst durch die New York Times gewürdigt worden, insbesondere sei er durch das Time Magazin 1999 als „Mann des Jahrtausends“ geehrt worden. Die Eroberungszüge nach Europa seien von seinen Söhnen und Enkeln geführt worden. Genannt wurde auch die Schlacht bei Liegnitz. Nach Erfolgen der Mongolen im Raum Kiew und in Ungarn besiegte bei Liegnitz am 9. April 1241 ein mongolisches Heer eine polnisch-deutsche Streitmacht unter Herzog Heinrich II. von Schlesien vernichtend. Zu erfahren war auch, dass die Mutter des gefallenen Herzogs Hedwig die Namensgeberin der Berliner St. Hedwigs-Kathedrale ist. Die Mongolen zogen sich trotz ihres Sieges zur Klärung interner Dinge in ihre Heimat zurück und drangen nicht weiter nach Europa vor. Der Botschafter erinnerte auch an die spätere Wendung nach Osten, die Eroberung Chinas und den Besuch Marco Polos bei Kublai Khaan. Und auch dies: In Zeiten des Kommunismus sei die Verehrung von Chinggis Khaan verboten gewesen.

Abschließend dankte der Herr Botschafter seinen Mitarbeitern für das große Engagement bei der Vorbereitung der Veranstaltung sowie verschiedenen Sponsoren, unter ihnen dem sehr angesehenen und in der Region beliebten Mongolei-Zentrum Freiburg für das Sponsoring des Weines für die Veranstaltung.

Die Besucher kamen anschließend in den Genuss eines Filmes über das 2018 in Ulaanbaatar eröffnete Chinggis Khaan Museum.

Über die Vorbereitungen der von Herrn Prof. Dr. Wemhoff angekündigten Mongolei-Ausstellung sprach Herr Dr. Anton Gass. Für diese Ausstellung werde man vor allem auf Bestände aus der Ruinenstadt Karakorum und des Chinggis Khaan Museums zurückgreifen. Herr em. Prof. Dres. h.c. Rüdiger Wolfrum beschrieb den Genius des Mannes Chinggis Khaan, dessen Legitimation vor allem darin wurzele, dass er die Mongolen geeint und ein Staatswesen begründet habe. Er sei von der Versammlung der Khaane gewählt worden und habe sich nie anmaßend wie Frankreichs Ludwig XIV. mit dem Staat identifiziert („L’etat c‘est moi“).

Auszeichnung des langjährigen Parlamentariers Manfred Grund mit dem Polarstern-Orden der Mongolei (Foto: RBB)

Den Abschluss des offiziellen Teils bildete die Auszeichnung des langjährigen Bundestagsabgeordneten Manfred Grund (CDU) durch S. E. Herrn Botschafter Dr. Mandakhbileg für sein großes Engagement bei der deutsch-mongolischen Zusammenarbeit mit dem Polarstern-Orden. Der „Polarstern-Orden“ ist die höchste zivile Auszeichnung der Mongolei, die an mongolische und ausländische Staatsbürger für herausragende Verdienste verliehen wird.   

Text/Foto: RRB