Berlin bietet den Einheimischen und Touristen etwas an, was man woanders vergeblich sucht: Spätis!
Stellt man zu Hause gegen 22 Uhr fest, man kann sich am nächsten Morgen gar keinen Kaffee kochen, weil der ausgegangen ist, dann lautet das Motto: „Ab zum Späti“! Schon hat man seine Kaffeebohnen oder den gemahlenen Kaffee oder den löslichen Muntermacher gekauft. Man muss nicht ohne seinen Kaffee morgens zur Arbeit gehen. Sagt sich abends noch spontan Besuch an und man möchte seinen Gästen ein Helles anbieten, hat aber gar keines mehr im Eisschrank: Dann heißt es auch: AB ZUM SPÄTI!

Die FDP Berlin unterstützt die Initiative für ein Volksbegehren zur Sonntagsöffnung von Spätis. Seit Jahren setzen sich die Liberalen für eine grundlegende Reform des Berliner Ladenöffnungsgesetzes ein. Das Ziel ist mehr Freiheit für Verbraucher und Unternehmer, aber auch mehr Respekt für Unternehmer und ihrer Arbeit.
Spätis sind weit mehr als Kioske. Sie sind Teil der Berliner Alltagskultur, Treffpunkte in den Kiezen und für viele Familien die Grundlage wirtschaftlicher Selbstständigkeit. Gerade Menschen, die sich mit harter Arbeit und unternehmerischem Mut etwas aufgebaut haben, verdienen Anerkennung statt immer neuer Einschränkungen.
Beatrice Höllen ist BVV-Kandidatin der FDP Berlin-Mitte. Sie erklärte: „Der Berliner Senat geht seit Jahren nicht mit der Zeit. Wir wollen das ändern. Spätis gehören zu Berlin – kulturell, sozial und wirtschaftlich. Deshalb sollten die Betreiber selbst entscheiden dürfen, wann sie öffnen und schließen. Diese Menschen leisten so viel für unsere Stadt. Daher gilt für uns Liberale: Wer sich anstrengt, Verantwortung übernimmt und ein eigenes Geschäft aufbaut, verdient Vertrauen und Respekt – nicht unnötige Hürden durch den Staat.“

Peter Langer ist Generalsekretär der FDP Berlin. Er sagte: „Viele Späti-Betreiber haben mit großem Einsatz Existenzen geschaffen, Arbeitsplätze ermöglicht und ihre Familien abgesichert. Das ist gelebter Unternehmergeist. Berlin sollte solche Menschen ermutigen, nicht ausbremsen. Wir betrachten die Sonntagsöffnung von Spätis ausdrücklich als einen ersten Schritt zu einer moderneren und freiheitlicheren Ladenöffnungspolitik. Wir wollen langfristig mehr Freiheit bei den Öffnungszeiten für alle. Es braucht mehr Freiheit, mehr Eigenverantwortung und mehr Vertrauen in die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, nicht immer mehr staatliche Übergriffigkeit. Wir wollen der Politik der Bevormundung, die von CDU bis Linke gemacht wird, eine Politik des Respekts entgegensetzen.“
Text: Volker Neef
Fotos: Frank Pfuhl; FDP-Berlin; Volker Neef