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13. Oktober 2025Selbsternannte Demokraten in Jüterbog
Victor, AfD-Mitglied aus Lichtenberg (Foto: Frank Pfuhl)
Wie wir bereits mehrfach berichtet hatten, fand am 11. und 12. Oktober auf einer Wahlversammlung der AfD-Berlin die Listenaufstellung für die Landtagswahl im September 2026 statt.
Da die AfD in Berlin erneut keinen Vermieter gefunden hatte, wich man wieder nach Jüterbog aus. In Brandenburg durften AfD-Mitglieder und Medienvertreter auf Zeitgenossen stoßen, die größtenteils aussahen, als seien sie aus Bullerbü angereist. Die selbsternannten Demokraten, die meisten davon Jugendliche, beschimpften jeden Gast als Nazi. In das komische Weltbild der jungen Leute ist natürlich der vor Ort tätige Rettungssanitäter ebenso ein Faschist wie die Fotografen, Kameraleute, Tontechniker und Redakteure. Mit dem Herausschreien von Parolen waren aber die Gegner der AfD noch längst nicht zufrieden. Zahlreiche „demokratische Kräfte“ aus den Reihen der Gegendemonstranten versuchten, die Medienvertreter an deren Arbeit zu behindern. Dabei machte man keinen Unterschied, ob der Redakteur vom „Neuen Deutschland“ (Ja, das Medium war auf der Wahlversammlung auch akkreditiert) oder von der „Jungen Freiheit“ stammte. Jugendliche Gegendemonstranten wollten also das Wort Pressefreiheit so interpretieren, dass dieses Grüppchen zu sagen hat, über was und wen man schreiben und fotografieren darf. Statt sich auf Demos aufzuhalten und Medienvertreter an der freien Berufsausübung hindern zu wollen, sollten diese Jugendliche mal einen Blick in unser Allerheiligstes werfen, ins Grundgesetz. Der Paragraf 5 Absatz 1 garantiert die Pressefreiheit! Dieses Grundrecht schützt die freie Meinungsäußerung. Dass Informationen aus aller Welt in alle Welt und in unzähligen Sprachen gelangen, ist den Journalisten und Fotografen zu verdanken. Soll es plötzlich zum journalistischen Alltag gehören, dass junge Demonstranten Zufahrten und Wege von Tagungshallen blockieren und der Redakteur und der Fotograf nicht mehr zum Ort des Geschehens gelangen?
Vielleicht ist diesen selbsternannten Demokratiewächtern gar nicht ins Hirn gedrungen, dass sie zu den besten Wahlhelfern der AfD gehören?
Immer wieder betonen wir in unserer Redaktion: Man muss die AfD nicht wählen! Man muss für diese Partei keine Wahlplakate in seiner wertvollen Freizeit kleben! Man muss die AfD nicht mit einer Parteispende ausstatten! Was aber nicht geht: Versammlungen der AfD zu blockieren! Bürgerbüros der AfD zu zerstören. Zwei Beispiel dazu: Die beiden Abgeordneten Ronald Gläser, MdB aus Pankow und Rolf Wiedenhaupt, MdA aus Reinickendorf haben in Berlin-Blankenburg ein gemeinsames Bürgerbüro. Dieses wurde mehrfach von selbsternannten Demokraten heimgesucht und verwüstet. Aus dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg stammt Frank-Christian Hansel, MdA. Sein Auto haben brutale AfD-Gegner ein Opfer der Flammen werden lassen.

Die jugendlichen Gegendemonstranten hätten in Jüterbog auch gut die Augen und Ohren aufhalten sollen! Ein AfD-Mitglied aus Lichtenberg war Victor. Seine Vorfahren stammen aus Nigeria. Victor ist von Beruf IT-Fachmann. Er teilte ihm Pressegespräch mit, bei Parteiversammlungen habe er noch nie etwas von Rassismus gespürt. Er fühle sich in der Partei sehr wohl.

Am 11. Oktober war der AfD-Co-Vorsitzende Tino Chrupalla zu Gast in Jüterbog. Er wies in seiner Rede daraufhin, seine Partei sei keineswegs migrantenfeindlich. „Selbstverständlich ist Deutschland ein Einwandererland“. Jeden Morgen stehen fleißige Migranten oder Mitbürger mit Migrationshintergrund auf und gehen zur Arbeit. Diese Migranten sind es doch, die sich von Migranten distanzieren, die in Deutschland durch Gewaltverbrechen auf sich aufmerksam gemacht haben. Deren Schandtaten fallen auf ehrbare Migranten zurück.
Weder die Rede von Tino Chrupalla noch das AfD-Mitglied Victor aus Lichtenberg beeindruckten die jungen Gegendemonstranten und regten einmal zum Nachdenken an. Sehr schade!
Text: Volker Neef
Foto: Frank Pfuhl
























