
FDP-Generalsekretär Peter Langer zur FRUIT LOGISTICA
5. Februar 2026
Der französische Winnetou
6. Februar 2026GdP-Berlin: „Zustände beim LEA sind eine echte Frechheit“
Benjamin Jendro (Foto: Volker Neef)
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vertritt neben der Polizei in Berlin auch sehr viele Mitglieder in der Feuerwehr, den Bezirken, beim LABO und LEA (Landeseinwanderungsamt). In der letzten Zeit haben sich zahlreiche Mitarbeiter bei der GdP gemeldet, so dass die GdP gern auf eine Problematik aufmerksam machen möchte. Um diese Zustände unter Beweis zu stellen, haben die Verantwortlichen der Gewerkschaft als Beleg eine kleine Bildergalerie zur Verwendung zur Verfügung gestellt.

Überfüllte Mülleimer im LEA (Foto: GdP Berlin)
Die Situation: seit 2024 desaströse Reinigungsleistung, Mülleimer werden tagelang nicht geleert, Böden nicht gereinigt. Einer musste sogar überstrichen werden, weil man ihn nicht mehr sauber bekommen hat. Es geht um den Standort Friedrich-Krause-Ufer in Moabit, sämtliche Mitarbeiter sind, gelinde gesagt, am Brechen.

Funktionsuntüchtige Sanitäranlage im LEA, das Abwasser fließt unter das Waschbecken (Foto: GdP Berlin)
Der Berliner GdP-Sprecher Benjamin Jendro erklärte: „Die Zustände beim LEA sind eine echte Frechheit und wir erwarten, dass Berlins Politik hier endlich tätig wird. Es ist seit Langem bekannt, dass das Friedrich-Krause-Ufer mehr und mehr zum Drecksloch verkommt, in welchem unsere Kolleginnen und Kollegen mittlerweile Gesundheitsgefahren ausgesetzt sind. Auf die desaströsen Reinigungsleistungen ist mehrfach hingewiesen worden, kurzfristige leichte Verbesserungen können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier der Arbeitsschutz massiv ignoriert wird. Das lässt sich auch nicht allein mit den krankheitsbedingten Ausfällen bei den externen Firmen begründen, die wir momentan auch vielfach auf Polizeidienststellen erleben. Wenn Böden nicht ab und zu mal gereinigt oder Mülleimer geleert werden, in den Sanitäranlagen, auf die Publikum, aber auch unsere Beschäftigten angewiesen sind, kein Klopapier nachgefüllt wird und Toiletten gereinigt werden, ist das eklig, gesundheitsgefährdend und irgendwann vergleichbar mit einem Dritte-Welt-Land und nicht der Hauptstadt unseres Landes. Als GdP erwarten wir umgehende Verbesserungen der Situation vor Ort und ein generelles Umdenken. Sowohl im Bereich Sicherheit der Liegenschaften als auch Reinigung und Hausmeisterservice sollte das Land Berlin wieder eigenes Personal anstellen und nicht auf Externe zurückgreifen. Das schafft Verbundenheit, wir wissen wer in den sicherheitsrelevanten Bereichen tätig ist und bestimmen am Ende auch die Qualität.“

Aus dem Abfluss kommt Wasser heraus, dieses fängt man mit Papierhandtüchern auf (Foto: GdP Berlin)
Als diese Fotos bei uns in der Redaktion ankamen, haben wir uns mal ausgemalt: Was wäre wohl los, wenn in der JVA Tegel, im Frauengefängnis in Pankow, in der Jugendstrafanstalt in Plötzensee oder einer anderen Berliner Strafanstalt kein WC-Papier aufgefüllt werden würde; wenn die sanitären Anlagen voller Dreck wären? Einige politisch Verantwortliche würden bestimmt auf die Menschenrechte hinweisen und eventuell sogar von „Folter im Knast“ reden. Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst so zu behandeln zeigt ja, dass der Dienstherr, also das Land Berlin, die Fürsorgepflicht wohl nicht allzu ernst nimmt.

Verdrecktes WC im LEA (Foto: GdP Berlin)
Sollten es die verantwortlichen Politiker vergessen oder noch nie gehört haben: Das öffentlich-rechtliche Dienst- und Treueverhältnis ist eindeutig im Art. 33 Abs. 4 unseres Grundgesetzes nachlesbar.
Text: Volker Neef
Fotos: Volker Neef; GdP Berlin























