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Dr. Sadegh Sadeghipour: Petition an Bundesaußenminister Johannes Wadepfuhl
Generalkonsulat der Islam. Republik Iran in München (Foto: Privat)
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Dr. Sadegh Sadeghipour: Petition an Bundesaußenminister Johannes Wadepfuhl

Sadegh Sadeghipour (66) ist im Iran geboren und aufgewachsen. Er hat an der TU Berlin Informatik studiert und anschließend dort promoviert. Nach mehreren Jahren beruflicher Tätigkeit in der Industrie gründete er im Jahr 2000 gemeinsam mit einem Geschäftspartner ein Unternehmen in Berlin, das Dienstleistungen und Tools für die Entwicklung und Qualitätssicherung von Software anbietet. Zurzeit leitet er den Bereich Forschung und Entwicklung im eigenen Unternehmen. Dr. Sadegh Sadeghipour hat sich öffentlich an Bundesaußenminister Johannes Wadepfuhl (CDU) gewandt. Wir sprachen mit Dr. Sadegh Sadeghipour.

Dr. Sadegh Sadeghipour (Foto: Privat)

HAUPTSTADTECHO: Sie haben sich an den Herrn Bundesaußenminister gewandt. Was waren Ihre Beweggründe?

Generalkonsulat der Islam. Republik Iran in Frankfurt am Main (Foto: Privat)

Dr. Sadegh Sadeghipour: „Meine Beweggründe für die Teilnahme an einer Initiative von Bürgerinnen und Bürgern, die einen offenen Brief an den deutschen Außenminister verfasst haben, sind folgende: Seit Oktober 2024 wurden die iranischen Generalkonsulate in München, Frankfurt am Main und Hamburg geschlossen. Seitdem müssen die in Deutschland lebenden Menschen mit iranischem Hintergrund für konsularische Angelegenheiten die Botschaft der Islamischen Republik Iran in Berlin-Dahlem aufsuchen. Immer wieder höre ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, dass die Menschen dadurch mit erheblichen Problemen und Belastungen konfrontiert werden. Dazu gehören unter anderem die Strapazen langer Anreisen aus allen Teilen Deutschlands nach Berlin, der erhebliche organisatorische und finanzielle Aufwand solcher Reisen, lange Wartezeiten sowie überfüllte Warteräume in der diplomatischen Vertretung in Berlin und vieles mehr. Besonders belastend ist diese Situation für ältere Menschen, Familien mit kleinen Kindern und Menschen mit Behinderungen. In Deutschland leben heute mehr als 300.000 Menschen mit iranischem Hintergrund. Darunter befinden sich auch Menschen mit einer deutsch-iranischen Doppelstaatsangehörigkeit. All dieser Menschen sowie deutsche Staatsangehörige, die im Zusammenhang mit Reisen in den Iran auf konsularische Dienstleistungen angewiesen sind, sind von den genannten Problemen betroffen. Dadurch werden das Wohlergehen und die Würde vieler Menschen beeinträchtigt, für deren Rechte die Bundesregierung eine besondere Verantwortung trägt. In unserem Brief haben wir Herrn Bundesminister Wadephul gebeten, die Auswirkungen der Schließung der iranischen Generalkonsulate erneut zu prüfen und Möglichkeiten für eine Wiederaufnahme konsularischer Dienstleistungen in München, Frankfurt am Main und Hamburg zu schaffen“.

Generalkonsulat der Islam. Republik Iran in Hamburg (Foto: Privat)

HAUPTSTADTECHO: Wenn man mit Ihnen in Kontakt treten möchte, wie kann man Sie erreichen?

Dr. Sadegh Sadeghipour: Meine Emailanschrift lautet:

s.sadeghipour@gmx.de

Meinen Link zum Text des offenen Briefes finden Sie hier:

https://drive.google.com/file/d/1O4tXjeCYlJlqlWNghlUAAxcLNYAcSndz/view

Meinen Link zum Unterschreiben des offenen Briefes mit einer zweisprachigen Erläuterung finden Sie hier:

https://forms.gle/DCBbB1Nfz6rCLthx6

HAUPTSTADTECHO: Vielen Dank für das Gespräch.

Text: Volker Neef

Foto: Privat

VO
Volker Neef
Redaktion HauptstadtEcho
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