
Schlagerstar Matthias Reim feiert
26. November 2025
Prominenz beim DAT 25
26. November 2025Gunnar Lindemann, MdA: Dienstreise nach Istanbul
Gunnar Lindemann in Istanbul (Foto: Ahmet Yüzbasioglu)
Vom 23. November 2025 bis zum 26. November 2025 ist der „Ausschuss für Integration, Frauen, Gleichstellung und Antidiskriminierung“ des Abgeordnetenhauses Berlin gemeinsam mit der zuständigen Senatorin Frau Cansel Kiziltepe nach Istanbul zu einer Informationsreise gestartet.
Alle im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien hatten entsprechend Teilnehmer gemeldet. Gunnar Lindemann vertrat dabei die AfD. Er hat seinen Wahlkreis in Marzahn direkt gewonnen. Wir sprachen mit dem Parlamentarier.

HAUPTSTADTECHO: Was war der Hintergrund dieser Dienstreise?
Gunnar Lindemann: „Es ging um die Einschränkung der Rechte der Opposition und die Zensur im Internet in der Türkei“.
HAUPTSTADTECHO: Wie sieht Ihr Fazit aus?

Gunnar Lindemann: „Bei zahlreichen Treffen mit NGOs haben sowohl diese als auch die mitreisenden Vertreter von CDU, SPD, Grüne und Linke die Einschränkung der Rechte der Opposition und die Zensur im Internet in der Türkei kritisiert. Also die Kollegen aus Deutschland haben in der Türkei das kritisiert, was sie selber in Deutschland mit der demokratisch gewählten Opposition – der AfD – machen. Das wollten die Damen und Herren natürlich nicht hören. Die meisten NGOs haben dabei auch sinkende finanzielle Mittel beklagt und eine stärkere finanzielle Unterstützung aus Deutschland gefordert“.

HAUPTSTADTECHO: Sehen Sie das auch so und sprechen sich für eine stärkere finanzielle Unterstützung aus Deutschland aus?
Gunnar Lindemann: „Keineswegs, die AfD wird dem natürlich nicht zustimmen“.
HAUPTSTADTECHO: Welche weiteren Punkte haben Sie in Istanbul noch besprochen?
Gunnar Lindemann: „Auch die Situation der Flüchtlinge in der Türkei wurde besprochen und es wurde beklagt, dass der türkische Staat restriktiver gegen illegale Migration vorgeht. Aus meiner Sicht hingegen ein gutes Signal der türkischen Regierung.“
HAUPTSTADTECHO: Was stand bitte auf dem Besichtigungsprogramm?
Gunnar Lindemann: „Bei der Reise wurde auch die Deutsch-türkische Universität in Istanbul besucht. Eine Eliteuniversität in der Türkei. Unterrichtet wird fast ausschließlich auf Deutsch und die Studenten erhalten Abschlüsse, die sowohl in Deutschland als auch in der Türkei anerkannt sind. Diese Universität ist eine echte Fachkräfteschmiede. Leider gibt es Probleme bei der Unterbringung der Studenten in Deutschland. Jedes Jahr reisen etwa 25 Austauschstudenten nach Berlin für ein Semester in Deutschland. Jedoch gibt es für diese Austauschstudenten keinen günstigen Wohnraum in Berlin, beispielsweise in einem Studentenwohnheim. Senatorin Cansel Kiziltepe hat den Einwand des Rektors damit abgetan, das es generell zu wenig Wohnraum in Berlin gibt“.
HAUPTSTADTECHO: Wie sehen Sie den fehlenden Wohnraum für diese Austauschstudenten?
Gunnar Lindemann: „Ich sehe es so: Während täglich mehrere Millionen Euro nur in Berlin für illegale Migranten und Armutsflüchtlinge ausgegeben werden, ist der Senat nicht in der Lage, Übernachtungsmöglichkeiten für eine Handvoll echter Fachkräfte zur Verfügung zu stellen. Das ist ein Armutszeugnis dieser CDU/SPD Regierung in Berlin. Um unsere Wirtschaft zukunftsfit zu machen, brauchen wir echte Fachkräfte, die der Senat hier aber vergrault.
Abschließend haben wir auch noch die Visastelle des deutschen Konsulates in Istanbul besucht. Ein „Entscheider“ entscheidet hier täglich über ca. 100 Visaanträge. Das heißt, alle 5 Minuten eine Visaentscheidung. Ob hierbei eine gründliche Prüfung gelingt, wage ich zu bezweifeln“.
HAUPTSTADTECHO: Vielen Dank für das Gespräch.
Text: Volker Neef
Fotoa: Ahmet Yüzbasioglu; Volker Neef























