Bella Italia feiert 80. Geburtstag von „Festa della Republica“

2. Juni 2026

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Thomas Seerig, Vorsitzender des Landesbeirat für Menschen mit Behinderungen: Es gibt auch unsichtbare Handicaps

Thomas Seerig (Foto: Volker Neef)

Der Schauspieler Harald Siebler ist zugleich Geschäftsführer des „KINO & BAR in der KÖNIGSTADT“ im Prenzlauer Berg.

Eine aktuelle Filmreihe im „KINO & BAR in der KÖNIGSTADT“ im Prenzlauer Berg richtet sich insbesondere an Angehörige, Engagierte, Multiplikatoren, Nachbarschaftsinitiativen und Einrichtungen der Seniorenarbeit. Eine große Rolle im Rahmen der Filmreihe spielt die Krankheit Demenz. Den Auftakt machte am 28. Mai die warmherzige Komödie „Nicht schon wieder Rudi!“  (Deutschland 2015). Der Film erzählt mit Humor und Feingefühl von Freundschaft, Zusammenhalt und den Herausforderungen des Älterwerdens. Dabei greift er sensibel das Thema Demenz auf und verbindet ernste Momente mit Leichtigkeit und Charme.

Thomas Seerig kennt man als Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses in der Wahlperiode von 1990 bis 1995 und dann noch einmal von 2016 bis 2021. In der FDP-Fraktion war er u. a. Sprecher für Mitbürger mit Handicap. Der mittlerweile im Ruhestand lebende Diplom-Kaufmann ist Vorsitzender des „Landesbeirat für Menschen mit Behinderungen“. Dabei handelt es sich um ein Ehrenamt.

Wir sprachen mit ihm über das Thema Demenz. Thomas Seerig erklärte: „Bei Behinderungen denken viele Menschen an sichtbare Handicaps; Rollstuhl oder Blindenstock.

Rollstuhl (Foto: Volker Neef)

Es gibt aber auch eine Vielzahl an Beeinträchtigungen, die man eben nicht sofort erkennt. Diabetes oder Herzinfarkt oder Krebs sind eine Gruppe dieser Krankheiten. Aber auch kognitive oder seelische Einschränkungen können den Alltag belasten.

Die meisten Behinderungen erwirbt man im Laufe des Lebens; durch Unfälle, Krankheiten oder einfach als Alterserscheinung. Zur letzteren Kategorie gehört Demenz, wenn dies auch gelegentlich schon in jüngeren Jahren auftritt. Typische Symptome sind Verlust des Gedächtnisses, Orientierungsprobleme, Sprachstörungen und allgemein Probleme mit der Bewältigung des Alltags. Demenz ist dabei ein Sammelbegriff für dieses Krankheitsbild und zu rund 60 Prozent handelt es sich um sogenannten Alzheimer.

Demenz gehört zu den Einschränkungen, die im Alltag das Umfeld – Familie und Freunde – oft stärker belastet als den Betroffenen selbst. Man erkennt Ehepartner und Kinder nicht mehr, vergisst in Sekundenbruchteilen und ist mit alltäglichen Dingen überfordert. Daher findet, im Allgemeinen, keine Selbstvertretung der Interessen statt sondern wie bei Kindern mit Behinderung erfolgt dies durch Angehörige.

Trotzdem ist natürlich Demenz eine Behinderung, der sich der Landesbeirat für Menschen mit Behinderungen annehmen muss und dies auch tut.

Wir sind als Landesbeirat für jede Art von Handicap zuständig, ob Mobilität, Sehen, Hören, Seelisch, Kognitiv oder eben Demenz und deren Ansprechpartner und Sachwalter gegenüber Politik und Verwaltung“.

An dieser Stelle bedanken wir uns nochmals bei Herrn Thomas Seerig für das Gespräch.

Text/Foto: Volker Neef

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